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WRC: Warum die Bremsen 2017 noch wichtiger sind

19. März 2017 - 13:49 Uhr

Durch die höhere Leistung der 2017er-Autos steigen auch die Anforderungen an die Bremsen - Probleme bei der Rallye Mexiko waren daher keine große Überraschung

Sebastien Ogier, Julien Ingrassia
Vor allem die Höhenunterschiede machten Mexiko zu einer Herausforderung
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Bei der Rallye Mexiko klagten mehrere Piloten über überhitzende Bremsen. Unter anderem erwischte es zum Beispiel Toyota-Pilot Jari-Matti Latvala. Überraschend kommt das nicht, denn die Rallye in Nordamerika gilt - im Hinblick auf die Bremsen - als anspruchsvollstes Event im gesamten Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Es müssen sehr große Höhenunterschiede überwunden werden, und die Bremsen sind permanent gefordert.

In der WRC-Saison 2017 macht sich das besonders bemerkbar, denn die neuen Autos bringen in diesem Jahr mehr Leistung mit und die Kurvengeschwindigkeiten sind höher. Daher stehen auch die Bremsen unter einer höheren Belastung als in den Vorjahren. Das Reglement erlaubt auf Asphalt in diesem Jahr Bremsscheiben mit einem Durchmessser von 370 Millimetern. Im Vorjahr lag die Grenze noch bei 355 Millimetern.

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Aus der höheren Belastung - und der damit verbundenen höheren Leistung der Bremsen - resultiert auch eine erhöhte Überhitzungsgefahr. Hersteller Brembo, der in diesem Jahr unter anderem M-Sport um Weltmeister Sebastien Ogier ausstattet, erklärt, dass die Teams daher in dieser Saison die vorderen Luftauslässe effizienter gestaltet haben. Außerdem gibt es komplett neue Luftauslässe am Heck.

Grob gesagt erhöhen vor allem drei Faktoren die Anforderungen an die Bremsanlage: mehr Grip, viele Kurven und große Höhenunterschiede. Bei der Ibarilla-Wertungsprüfung in Mexiko lag der Höhenunterschied beispielsweise bei mehr als 500 Metern. Auch die Rallye Argentinien Ende April könnte für einige Fahrer und Teams wieder zum Problem werden, denn dort besteht laut Brembo die Gefahr eines " thermischen Schocks".

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1979-2017
1980 Walter Röhrl/Christian Geistdörfer (Regensburg/München) Fiat 131
1980 Walter Röhrl/Christian Geistdörfer (Regensburg/München) Fiat 131

Präzise geht es dabei um das Überqueren der Furten. Hintergrund: die heißen Bremsscheiben kommen mit kaltem Wasser in Berührung, wodurch sich Risse bilden können. Ein ähnliches Problem gibt es auch bei der Rallye Schweden durch den dortigen Schnee. Die kommende Rallye Frankreich auf Korsika ist durch die kurvenreichen und schmalen Straßen ebenfalls problematisch.

Bei den Asphaltrallyes sieht Brembo aber die Rallye Deutschland als größte Herausforderung an - vor allem die Prüfung "Panzerplatte". Der Grip ist hier extrem hoch, wodurch die Bremsen bis an ihre Belastungsgrenze gebracht werden. Es scheint eigentlich nur eine Frage der Zeit zu sein, wann und wo wir in diesem Jahr die nächsten Bremsprobleme sehen werden...

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