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Rallye Schweden: Erster Toyota-Sieg durch Jari-Matti Latvala

12. Februar 2017 - 13:15 Uhr

Jari-Matti Latvala gewinnt dank einer starken Leistung am Schlusstag die Rallye Schweden und beschert Toyota den ersten Sieg nach dem WRC-Comeback

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Jari-Matti Latvala triumphierte für Toyota bei der Rallye Schweden und krönte damit der Comeback der Japaner.
Jari-Matti Latvala triumphierte für Toyota bei der Rallye Schweden und krönte damit der Comeback der Japaner.

(Motorsport-Total.com) - Toyota ist zurück in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) - und wie! Bereits bei der zweiten Rallye nach dem Comeback nach 17 Jahren Pause feierte der japanische Hersteller den ersten Sieg. Jari-Matti Latvala gewann nach einer starken Vorstellung am Schlusstag die Rallye Schweden. Im Ziel hatte der Finne nach 18 Wertungsprüfungen einen Vorsprung von 29,1 Sekunden auf Ott Tänak (Ford). Rang drei ging an den amtierenden Weltmeister Sebastien Ogier (Ford, +59,5 Sekunden).

"Es ist erstaunlich. Ein neues Team, ein neues Auto, erst die zweite Rallye und schon gewinnen wir. Mit fehlen die Worte, um das zu beschreiben", sagt der überwältigte Rallyesieger im Ziel. Latvalas Sieg bei der einzigen Schnee-Rallye der WRC-Saison war kein Zufallsprodukt. Von Beginn an zählte er zu den schnellsten Fahren und musste sich an den ersten beiden Tagen nur Thierry Neuville (Hyundai) geschlagen geben.

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Nach dessen Unfall bei der Zuschauerprüfung am Samstagabend erbte Latvala die Führung, ging aber mit einem Vorsprung von nur 3,8 Sekunden in den Schlusstag. Die Zeichen für einen spannenden Kampf um den Sieg waren gesetzt. Doch dazu kam es nicht, denn Latvala fuhr bei ersten beiden Wertungsprüfungen des Sonntags überlegen die Bestzeit und ging so mit einem Polster von 20 Sekunden auf Tänak in die abschließende Powerstage. Dort ließ der Finne, der im Laufe seiner Karriere nicht immer durch Nervenstärke geglänzt hatte, nichts mehr anbrennen.

Beeindruckende Vorstellung von Latvala am Schlusstag

Im Gegenteil: Er fuhr auch dort die schnellste Zeit, sicherte sich damit fünf Zusatzpunkte und nimmt die Maximalausbeute von 30 Zählern aus Schweden mit. "Das war heute im Toyota Yaris die beste Powerstage, die ich je gefahren bin", sagt Latvala. "Wir sind auf einem guten Niveau, aber ab jetzt wird es schwieriger. Die Meisterschaft ist interessant, nun kommt Mexiko, und dafür müssen wir wieder hart arbeiten. Aber ich bin sehr motiviert und will weiter kämpfen."

Für Latvala ist es der 17. Sieg in der WRC und der vierte bei der Rallye Schweden. Diese erzielte der Finne für drei verschiedene Hersteller. Seinem Premierensieg in der WRC im Jahr 2008 folgte 2012 ein zweiter Sieg für Ford. 2014 gewann Latvala bei der Rallye Schweden für Volkswagen, heute folgte der Triumph für Toyota. Für die Japaner war es der erste WRC-Sieg seit dem Erfolg von Didier Auriol im Jahr 1999 bei der Rallye China.

Tänak, der mit der Hoffnung auf seinen ersten WRC-Sieg in den Schlusstag gegangen war, musste anerkennen, dass Latvala bei der Rallye Schweden stärker war. Mit Rang zwei feierte er aber das zweite Top-3-Resultat in dieser Saison und steht zum sechsten Mal in seiner WRC-Karriere auf dem Podium. "Insgesamt war es ein gutes Wochenende. Ich reise mit einem guten Gefühl aus Schweden ab und werde es in Mexiko wieder probieren. Das war ein guter Saisonstart", sagt er Este.

Thierry Neuville wirft den nächsten Sieg weg

Ogier musste nach dem Sieg beim Saisonauftakt an diesem Wochenende mit Platz drei vorliebnehmen. Der Franzose hatte am ersten Tag, als er als erster Starter auf die Strecke gehen musste, knapp eine halbe Minute auf Latvala verloren und war an den folgenden beiden Tagen nicht in der Lage, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Ein Dreher bei der ersten Wertungsprüfung am Sonntag vereitelte dann jedwede Siegchance des amtierenden Weltmeisters. "Es war ein schwieriges Wochenende, daher ist es toll auf dem Podium zu stehen", ist Ogier dennoch zufrieden. "Wir nehmen viele Punkte für die Meisterschaft mit, das ist das Wichtigste."

Wie schon beim Saisonauftakt in Monte Carlo war auch in Schweden Thierry Neuville der tragische Held. Nach starken Vorstellung und insgesamt sechs WP-Bestzeiten lag er vor den letzten 60,71 Kilometern der Rallye 43,3 Sekunden vor Latvala. Doch dann kollidierte er ausgerechnet bei der Zuschauerprüfung in Karlstad mit einem Reifenstapel und prallte gegen eine Betonmauer, wobei die Lenkung seines Hyundai brach.

"Das ist schade und wirklich enttäuschend für das Team", sagt Neuville. "Ich lag wieder einmal deutlich in Führung und habe dann einen kleinen Fehler gemacht", so der sichtlich geknickte Belgier. Auch sein Plan, sich wie in Monte Carlo die fünf Zusatzpunkte bei der Powerstage zu sichern, ging nicht auf. Als Dritter nahm Neuville nur drei Zähler mit.

Enttäuschung im Lager von Citroen

Nach Neuvilles Ausfalls war wieder einmal Dani Sordo mit Platz vier bester Hyundai-Pilot. Der Spanier, der nicht gerade als Schnee-Spezialist gilt, zeigte einer mehr als solide Leistung und sicherte Hyundai wichtige Punkte für die Herstellerwertung. Hayden Paddon im dritten Hyundai verlor am Samstagvormittag durch eine defekte Servolenkung mehrere Minuten und beendete die Rallye Schweden auf Rang sieben.

Im Lager von Citroen gab es ebenfalls lange Gesichter, denn auch hier verspielter der Teamleader zum zweiten Mal in Folge ein besseres Resultat. Kris Meeke kam bei der 14. Wertungsprüfung von der Straße ab und landete in einem Schneewall, aus dem er sich erst nach mehr als acht Minuten mit Hilfe einiger Zuschauer befreien konnte. Nach diesem Zeitverlust war für ihn nicht mehr als Platz zwölf möglich.

Bester Citroen-Pilot war wie schon in Monte Carlo Craig Breen auf Rang fünf, der in Schweden einen C3 WRC fuhr und daher für die Herstellerwertung punkteberechtigt war. Stephane Lefebvre im DS3 WRC aus dem Vorjahr kam auf Rang acht.

Latvala nach Schweden-Sieg neuer WM-Spitzenreiter

In der WRC2-Wertung gelang Lokalmatador Pontus Tidemand (Skoda) ein ungefährdeter Sieg. Der Schwede bestimmt von Beginn an in der "zweiten Liga" das Tempo und lag im Ziel 51,8 Sekunden vor Teemu Suninen (Ford). Dritter in der WRC2 wurde Ole Christian Veiby (Skoda, +1:07,4 Minuten).

Bei der Rallye Schweden wurde in diesem Jahr die schnellste Wertungsprüfung in der Geschichte der WRC gefahren. Beim ersten Durchgang von "Knon" erzielte Ott Tänak am Samstagvormittag eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 137,81 km/h. Damit unterbot er den bisherigen Bestwert von 136,9 km/h, den Andreas Mikkelsen 2014 bei der Rallye Polen aufgestellt hatte. Da das Tempo deutlich über der Sicherheitsempfehlung der FIA lag, die einen Schnitt von nicht mehr als 130 km/h vorsieht, wurde der zweite Durchgang der Wertungsprüfung aus Sicherheitsgründen abgesagt.

In der Fahrerwertung der WRC führt Latvala nach der starken Vorstellung in Schweden mit 48 Punkten vor Ogier, der auf 44 Zähler kommt. Dritter ist Tänak mit 33 Punkten. Damit wird die WRC zum ersten Mal seit der Rallye Schweden 2014 nicht von Ogier angeführt. In der Herstellerwertung liegt M-Sport mit 73 Punkten vor Toyota, die 53 Zähler auf dem Konto haben. Hyundai (40) und Citroen (26) rangieren dort nach den enttäuschenden Saisonauftakt nur auf den Rängen drei und vier.

Weiter geht es in der Rallye-WM 2017 in genau vier Wochen. Vom 9. bis 12. März steht mit der Rallye Mexiko der erste Schotterlauf der Saison auf dem Programm.

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