MOTORSPORT BEI SPORT1

Motorsport bei SPORT1


Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott20.10. 20:30
Motorsport - Porsche Carrera Cup, Magazin21.10. 17:30
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott26.10. 20:30
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott26.10. 21:30
Motorsport - Porsche Carrera Cup, Magazin28.10. 13:00
Aktuelle Bildergalerien
 
ANZEIGE
 
 
Facebook
Google+
 
ANZEIGE
 
 
Apps zu Formel 1, MotoGP, DTM und Co. für Android, iOS und Windows Phone
Folgen Sie uns!
Motorsport-Total.com bei Facebook Motorsport-Total.com bei Google+ Motorsport-Total.com bei Twitter RSS-Feeds von Motorsport-Total.com
Forum

Rallye Dakar 2017: Die Herausforderer von KTM

27. Dezember 2016 - 09:21 Uhr

Die KTM-Siegesserie bei der Rallye Dakar hält seit 2001 an - Honda scharrt mit den Hufen, aber auch Yamaha rechnet sich mit einem überarbeiteten Motorrad viel aus

Paulo Goncalves
Ist Honda-Routinier Paulo Goncalves der Fahrer, der KTM vom Thron stößt?
© Honda

(Motorsport-Total.com) - In der Motorrad-Kategorie bahnt sich auch für die Rallye Dakar 2017 ein Duell KTM gegen Honda an. Die österreichische Marke kann auf 15 Siege in Folge zurückblicken und ist seit dem Jahr 2001 ungeschlagen. Bei den vergangenen vier Ausgaben in Südamerika schickte sich Honda an, KTM vom Thron zu stoßen - bisher vergeblich. Paulo Goncalves wurde 2015 rund eine Viertelstunde hinter Marc Coma Zweiter und Joan Barreda Bort untermauerte in den vergangenen Jahren mit 14 Etappensiegen seinen Speed.

Als Cyril Despres 2014 zu Yamaha und anschließend zu den Autos wechselte und Coma nach fünf Gesamtsiegen 2015 seine Karriere beendete, stand KTM ohne Spitzenmann da. Doch im vergangenen Januar sprang Toby Price in die Presche und holte den Triumph. Neben dem Australier besteht das KTM-Lineup aus Matthias Walkner, Sam Sunderland, Ivan Ramirez und Laia Sanz. In den vergangenen Monaten brachte sich Honda-Fahrer Kevin Benavides als großer Herausforderer in Stellung. Der Argentinier wurde bei seiner ersten Dakar Vierter und gewann 2016 die Merzouga-Rallye und die Desafio Ruta 40.

ANZEIGE

Allerdings verletzte sich Benavides Anfang Dezember beim letzten Test in der Atacama-Region in Chile an der rechten Hand. Er musste operiert werden und seinen Dakar-Start absagen. Das Honda-Aufgebot besteht demnach aus Barreda, Goncalves, Michael Metge und Ricky Brabec. Barreda hat ein ganz klares Ziel vor Augen: "Zu gewinnen! Wir sind ein starkes Team und ich bin zuversichtlich. Ich werde die Rallye ohne Druck angehen und versuchen meinen Job zu machen. Ich glaube, wir können eine großartige Leistung zeigen", strotzt der Spanier vor Zuversicht.

Stürze und technische Probleme verhinderten bisher ein Topergebnis. Ein siebter Platz 2014 ist Barredas bestes Endergebnis. "Ich glaube, dass ich in besserer Form als jemals zuvor bin. Wir haben uns sehr gut vorbereitet und die Zuverlässigkeit des Motorrades verstärkt. Ich habe auch an meiner Fitness gearbeitet. Wir haben eine gute Pace und ein gutes Gefühl. Ich hoffe, dass ich nicht viele Fehler mache, was fundamental für eine Siegchance ist. Ich habe in den vergangenen Jahren gezeigt, dass ich für die Aufgabe bereit bin. Bisher fehlte mir nur etwas Glück."

Zu den Geheimfavoriten zählt vor allem Goncalves. Der 37-jährige Portugiese verfügt über viel Erfahrung und kennt die Höhen und Tiefen des Sports. "Leider musste ich in den vergangenen drei Jahren zweimal aufgeben. Wenn du wegen einer Verletzung ausscheidest, dann ist es das Schlimmste, was dir passieren kann", denkt Goncalves an 2016 und 2014. "Mein Ziel ist es, jeden Tag mein Bestes zu geben, damit wir als Team am Ende etwas zu feiern haben."

Pablo Quintanilla: Überraschung durch Husqvarna?

Zum Kreis der KTM-Herausforderer zählt auch das Husqvarna-Team mit Pablo Quintanilla und Pela Renet. Unterstützung erhält die Mannschaft von Ruben Faria, der jetzt nach seiner aktiven Karriere als Berater fungiert. Quintanilla gewann in diesem Jahr die FIA Cross-Country-Weltmeisterschaft. Bei der Dakar 2016 stand der Chilene als Dritter auf dem Podest und gilt damit bei seinem fünften Start zum Feld der Topfahrer.

"Bei der Dakar hast du viele Faktoren nicht in deiner Hand. Deshalb sind Vorhersagen nie eine gute Sache", meint Quintanilla im Vorfeld. "Ich bin gut vorbereitet, hatte keine Verletzungen und eine starke WM-Saison. Es ist alles vorhanden, um eine gute Dakar zu fahren. Durch meine WM-Erfolge ist der Druck etwas größer, aber das ist mir egal. Ich habe Vertrauen in meine Navigationskünste in den Dünen und meine Qualitäten in den Bergen. Man muss das Rennen zu sich kommen lassen. Nach meinem Podestplatz werden die Ziele immer schwieriger zu erreichen, aber der nächste Schritt ist natürlich logisch."

Yamaha mit überarbeitetem Motorrad

Mit Yamaha versucht eine weitere Marke seit Jahren vergeblich KTM herauszufordern. 2016 spielte Yamaha keine Rolle im Spitzenfeld, Routinier Helder Rodrigues wurde mit knapp einer Stunde Rückstand Fünfter. Der letzte Yamaha-Gesamtsieger war Stephane Peterhansel im Jahr 1998, als noch in Afrika gefahren wurde. Rodrigues stand schon zweimal als Dritter auf dem Podest und steht vor seinem elften Start. Er ist der Führungsfahrer von Yamaha. Zum weiteren Kader zählen Adrien Van Beveren, der bei seinem Debüt 2016 positiv überrascht hat, Alessandro Botturi und Rodney Faggotter.

Um wieder den Anschluss an KTM und Honda zu schaffen, hat Yamaha viele Veränderungen an der WR450F vorgenommen, um das Handling für die Fahrer zu vereinfachen und die Zuverlässigkeit zu erhöhen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir ein positives Ergebnis schaffen werden", glaubt Yamaha-Speerspitze Rodrigues. "Wir haben ein Motorrad entwickelt, mit dem man meiner Meinung nach die Dakar gewinnen kann. Ich habe an der Fitness und der Navigation gearbeitet. Ich glaube, dass wir alle Puzzleteile beisammen haben. Jetzt müssen wir es umsetzen. Ich war zweimal in den Top 3 und weiß, was man tun muss, um vorne dabei zu sein. Mein Ziel für 2017 ist noch höher."

Zum weiteren Kreis der Favoriten zählt auch Stefan Svitko mit seiner KTM. 2016 stand der Slowake als Zweiter auf dem Podest. Routinier Gerard Farres Guell sitzt ebenfalls auf einem österreichischen Bike. Mit einer Sherco will der Spanier Juan Pedrero Garcia für Überraschungen sorgen. Insgesamt stehen 145 Motorradfahrer auf der Nennliste. Darunter ist auch Ex-MotoGP-Fahrer Jürgen van der Goorbergh. Neben Walkner ist mit Privatfahrer Markus Berthold ein zweiter Österreicher dabei. Die Schweiz vertritt Marco Filippi. Aus Deutschland ist kein Motorradfahrer gemeldet. Die Rallye Dakar 2017 beginnt am 2. Februar in Asuncion (Paraguay).

Artikeloptionen
Artikel bewerten