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Blick unter die Haube: Die technischen Details des neuen Mini

31. Dezember 2016 - 08:56 Uhr

X-raid und Mini entwickeln den Dakar-Boliden in vielen Details weiter - Ein Blick auf die technischen Änderungen des neuen John Cooper Works Rally

Mini
Vier Siege (2012-2015) konnte Mini bei der Rallye Dakar einfahren
© X-raid

(Motorsport-Total.com) - Die Rallye Dakar 2017 ist das Debüt-Rennen für den neuen Mini John Cooper Works Rally. Die Vorstellung dieses neuen Herausforderers bei Langstreckenrallyes unterstreicht das langfristige Bekenntnis von Mini-Motorsport zu seinem Engagement im Motorsport. Das gilt besonders im Bereich des internationalen Rallye-Raid-Sports, in dem Mini seit seiner Rückkehr im Jahr 2011 eine dominierende und erfolgreiche Kraft war.

Das Fahrzeug 2017 ist eine spannende Neuentwicklung. Es basiert auf dem neuen Countryman, dessen sportliche Dynamik die Grundlage dafür bot, den auf Cross-Country-Rallyes spezialisierten Mini John Cooper Works Rally zu entwickeln. Ein Fahrzeug zu bauen, das es erfolgreich mit den besonderen Anforderungen einer CrossCountry-Rallye aufnehmen kann, ist schon allein eine große Herausforderung. Das Auto wurde dafür entworfen und konstruiert, mit Hilfe eines umfangreichen Entwicklungsprogramms dieselben Erfolge wie der Vorgänger Mini All4-Racing zu erreichen.

Im Rahmen des Designs, der Entwicklung und des Aufbaus widmeten sich die Experten mehreren Schlüsselbereichen, in denen zahlreiche Neuerungen im Vergleich zum vorherigen Cross-Country-Rallyefahrzeug vorgenommen wurden. Folgende Teilbereiche, die gemeinsam ein starkes Gesamtpaket für den Renneinsatz ergeben, hatten Priorität: Aerodynamik, Wärmemanagement, Gewichtsverteilung, Niedrigerer Schwerpunkt, Modifikationen am Chassis-Design, neues Motor-Mapping.

Aerodynamik grundlegend überarbeitet

In die oben genannten Bereiche flossen zahllose Stunden des Designs und der Simulation. So wurde sichergestellt, dass der Mini eine verbesserte Performance bei niedrigerem Kraftstoffverbrauch bietet. Die Veränderungen sorgten zudem für eine verbesserte Fahrbarkeit, insbesondere mit Fortschritten bei Stabilität, Traktion und Agilität. Detailoptimierungen bei Chassis und Motor sorgen dafür, dass der Mini bestens auf die verschiedenen Untergründe und Fahrsituationen vorbereitet ist.

Das Äußere spiegelt den Countryman wider - und damit auch die Mini typische Agilität beim Handling im Renneinsatz. Auch auf diesen Bereich legten die Techniker vom X-raid-Team besondere Aufmerksamkeit. Dank vieler Stunden im BMW-Windkanal gemeinsam mit den dortigen Motorsport-Spezialisten konnte die Aerodynamik im Detail optimiert und der Luftwiderstand weiter gesenkt werden.

Außenhülle aus Kunststoff

Die Abmessungen des Mini John Cooper Works Rally entsprechen exakt denen des vorherigen Rallye-Fahrzeuges, die Performance des Motors und das Fahrzeuggewicht sind wie in den Jahren zuvor durch das FIA-Regelwerk vorgegeben. Deshalb ist die verbesserte Aerodynamik besonders wichtig für den Top-Speed auf flachen Streckenabschnitten und für die nötige Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Auch ein reduzierter Kraftstoffverbrauch und eine bessere Kühlung der Subsysteme wurden erreicht.

Bei der Außenhülle kommt eine Kunststoff-Verkleidung zum Einsatz, die unter anderem aus Kohlefaser und Kevlar gefertigt ist. Eine wabenförmige Struktur aus diesen Materialien wird auf der Unterseite des Fahrzeugs verwendet. Die Verwendung derartiger Werkstoffe bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: 1) Stärke und Haltbarkeit - ideal für zusätzliche Sicherheit der Zwei-Mann-Crew im Cockpit, 2) Gewichtsreduktion bei zugleich höherer Festigkeit, und 3) einzelne Elemente können beim Service oder bei Beschädigungen einfach entfernt oder ersetzt werden.

Im Raum auf der Unterseite des Fahrzeugs sind nun alle drei erlaubten Ersatzräder sowie zwei Hydraulikheber, die aus dem Cockpit bedient werden, untergebracht. Bis dato wurden nur zwei Ersatzräder unter dem Fahrzeug mitgeführt. Dass nun auch der dritte Satz vom Kofferraum-Bereich unter den Mini wandert, hatte eine weitere Absenkung des Schwerpunkts zur Folge. Zugleich konnte die Gewichtsverteilung optimiert werden, was die Stabilität und die damit verbundene Fahrdynamik weiter verbessert.

Design an Straßenmodell angelehnt

Mit dem neuen John Cooper Works Rally halten auch neue Farben und Stilelemente auf der Rallyepiste Einzug, die dem sportlichen Auftritt der Serienmodelle entsprechen. Darunter ist die exklusive Farbe Rebel Green mit der Kontrastfarbe Chili Red für das Dach sowie den neu gestalteten Sport Stripes. Weitere Mini-Farben für den neuen X-raid Herausforderer sind Chili Red, White Silver und Light White.

Das Exterieurdesign wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Mini-Design-Team entwickelt. So konnte die ursprüngliche robuste Außengestaltung des neuen Countryman auch auf die Rennfahrzeuge übertragen werden, etwa bei Stoßfängern, Kühlergrill, Motorhaube, Seiten- und Heckgeometrien, Leuchten, Dachlinien und Side Scuttle. Das ursprüngliche Design des neuen Countryman wurde auf den Rallye-Boliden übertragen und die wichtigsten Eigenschaften wurden hervorgehoben.

Das Design-Team arbeitete nach dem Grundsatz 'Form follows function' und hat das Original gezielt verändert. Die auffälligen Kotflügelverbreiterungen betonen die Falzlinien, was charakteristisch für den neuen Countryman ist. Die Karosserie selbst ist an den Kotflügeln deutlich breiter. So konnte vor den Türen ein Luftauslass platziert werden. Die ausdrucksstarke Motorhaube wurde zu Gunsten einer besseren Sicht für die Fahrer abgesenkt, die Gestaltung von Kotflügeln und Power Dome betont.

Rahmen, Chassis und Aufhängung optimiert

Auch das robuste Außendesign präsentiert sich in einer für den Rallye-Einsatz angepassten Form. Die Seitenverkleidungen des Unterbodenbereichs, der die Ersatzräder beherbergt, sind neue "Rocker Panels" und zugleich ein neues herausstechendes Design-Merkmal. Ein großer Lufteinlass ist im Dach integriert, eingerahmt von den originalen Dachträgern. Entsprechend den Vorgaben des Reglements verbessert ein Spezialrahmen aus Luftfahrtnormstahl die Sicherheit der Crew.

Beim Design des Rahmens standen die speziellen Anforderungen im CrossCountry-Rennsport im Mittelpunkt, die Fertigung des Rahmens setzte CP Autosport nach höchsten Qualitätsstandards um. Während das Haupt-Chassis die Karosserie trägt und das Gerüst für die Antriebskomponenten bildet, ist der Motor auf einem eigenen Hilfsrahmen an der Front montiert. X-raid hat diesen Hilfsrahmen so entwickelt, dass er entfernt werden kann. Falls nötig, kann der komplette Motor innerhalb einer Stunde ausgebaut werden.

Die Aufhängung stammt von den Spezialisten von Reiger Racing Suspension. An jeder Achse befinden sich vier voll einstellbare Dämpfer (zwei pro Rad), die den maximal zulässigen Federweg von 250 Millimeter bereitstellen. Die Sechskolben-Bremssättel greifen auf belüftete 320-mmStahlbremsscheiben. Die hinteren Bremssättel sind luft- und wassergekühlt. So ist selbst bei der Belastung von stundenlangem Fahren bei hohen Umgebungstemperaturen immer eine konstante Bremsperformance gewährleistet.

Größerer Air-Restriktor, optimierter Verbrauch

Eine exzellente Motor-Performance hinsichtlich Ansprechverhalten, Leistungs- und Drehmomentabgabe sowie höchster Zuverlässigkeit wird durch einen BMW TwinPower Turbo 6-Zylinder-Dieselmotor gewährleistet. Bei der Entwicklung spielte der Aspekt, dass das Fahrzeug in Langstrecken-Wettbewerben eingesetzt wird, eine wesentliche Rolle. Der 2.993 Kubikzentimeter Trockensumpfmotor hat eine Leistung von 340 PS bei 3.250 U/min sowie ein Drehmoment von rund 800 Nm bei 1.850 U/min. Der Air-Restriktor hat einen Durchmesser von 38 mm.

Höchstleistung bei niedrigen Drehzahlen trägt zur bekannten Zuverlässigkeit bei. Mit diesen Charaktereigenschaften ist der Motor ideal für alle Arten von Terrain: von steilen, felsigen Passagen bis hin zu breiten, WRC-ähnlichen Schotterpisten. Seine Lenkbarkeit ist auch im Wüstensand ein Vorteil. Ein weiterer Trumpf ist der geringe Kraftstoffverbrauch eines auf den Renneinsatz abgestimmten Dieselmotors.

Cockpit neu gestaltet

Die weitere Optimierung des Kraftstoffverbrauchs ist auch ein Effekt eines neuen Mappings des Motormanagements. Bei unzähligen Teststunden konnte das Potenzial unter Rennbedingungen noch weiter ausgeschöpft werden, vor allem in Höhenlagen. Die Route der Rallye Dakar 2017 erreicht inden Bergen eine Höhe von 3.000 bis 4.000 Metern über dem Meer. Der geringere Sauerstoffgehalt der Luft in solchen Höhen wirkt sich nicht nur auf den Körper und den Geist aus, sondern kann auch deutlichen Einfluss auf die Motor-Performance nehmen. Das neue Motor-Mapping garantiert jederzeit die volle Leistung und damit die bestmögliche Fahrbarkeit und Performance.

Der John Cooper Works Rally hat den bewährte Antriebsstrang des All4-Racing übernommen. Im Antriebsstrang ist eine AP Racing Kupplung mit einem sequenziellen SADEV Sechsgang-Getriebe kombiniert. Sperrbare, ölgekühlte Xtrac Front- und Heckdifferenziale mit SADEV Zentraldifferenzial liefern auf jedem Untergrund und bei allen Renn-Bedingungen maximale MotorPerformance. Auch der Auspuffklang wird die Herzen der Fans höher schlagen lassen. Die Akrapovic Abgasanlage ist eine Neuentwicklung mit Heckauslass.

Der Fahrzeug-Innenraum wurde neu gestaltet, behielt aber das Dashboard aus Karbon, das zur Darstellung wichtiger Informationen in drei Bereiche unterteilt ist: in ein Fahrer-, ein Mittel- und ein Beifahrerdisplay. Auf der Fahrerseite befinden sich eine Anzeige für den gewählten Gang, eine LED-Anzeige für die Drehzahl sowie eine Getriebe-Schaltanzeige. Das Mitteldisplay informiert über Geschwindigkeit, Öldruck, Temperaturen der Flüssigkeiten sowie elektronische Funktionen, damit beide Crew-Mitglieder diese wichtigen Daten im Blick haben. Alle Navigationssysteme sind im Dashboard des Beifahrers untergebracht.

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