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Rallye Dakar: Erster Sieg für Meo, Aus für Walkner

09. Januar 2016 - 17:53 Uhr

Antoine Meo holte sich auf der siebten Etappe der Rallye Dakar 2016 seinen ersten Tagessieg - Matthias Walkner stürzt schwer, Etappe wegen Regenfällen abgebrochen

Antoine Meo, Rallye Dakar
Da war es noch trocken: Antoine Meo stürmte zum ersten Etappensieg
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Nach Joan Barreda Bort hat sich mit Matthias Walkner der nächste heiße Siegkandidat aus der Rallye Dakar 2016 verabschiedet: Der Österreicher stürzte schwer und musste mit gebrochenem Oberschenkel ins Krankenhaus Uyuni gebracht werden. Während für Walkner die "Dakar" gelaufen ist, drehte sein Teamkollege Antoine Meo auf und holte sich einen überzeugenden Etappensieg vor Paulo Goncalves. Wegen schwerer Regenfälle musste die Etappe abgebrochen werden, doch etwa 20 Motorräder schafften es ins Ziel. (So lief es bei den Autos)

Die letzte Etappe vor dem Ruhetag bestand quasi aus zwei Wertungsprüfungen, die insgesamt über 336 Kilometer führten - beziehungsweise hätten führen sollen: Im ersten Teil ging es durch das bolivianische Hochland bis zu einer Neutralisationssektion. Diese führte wieder über die Grenze nach Argentinien. Erneut wurden 4.600 Meter Höhe erreicht, diesmal jedoch nur auf der Verbindungsetappe.

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Im zweiten Teil ging es dann durch viele Wasserdurchfahrten scharf nach Süden wieder durch argentinisches Gelände. Hätte es zumindest gehen sollen, doch schwere Regenfälle zwangen die Organisatoren zum Abbruch der Etappe, weil sich Flüsse in reißende Ströme verwandelten. Der Großteil des Motorradfeldes war davon betroffen, nicht aber die Topstars. Die abschließende Verbindungsetappe führte noch einmal durch San Salvador de Jujuy und endete in der Provinzhauptstadt Salta auf nur noch 1.200 Metern Höhe.

Meo obenauf, Walkner am Boden

Die Wertungsprüfung war noch keine 15 Kilometer alt, da schrillten die Alarmglocken im KTM-Lager: Matthias Walkner war schwer gestürzt und wurde von Paulo Goncalves erstversorgt. Walkner befindet sich aktuell im Krankenhaus von Uyuni und hat sich eigenen Angaben seiner Schwester Eva zufolge den Oberschenkel gebrochen. Goncalves erhielt für seine Hilfeleistung eine Zeitgutschrift von 10:53 Minuten. Anschließend übernahm Pablo Quintanilla die Versorgung bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.

Der Etappensieg von Antoine Meo konnte das KTM-Lager daher nur bedingt trösten. Der Franzose fährt nach wie vor eine formidable Rallye bei seinem allerersten Dakar-Auftritt und holte sich hochverdient seine erste Etappenbestzeit ab. "Ich fühlte mich so viel besser als gestern, deshalb habe ich mal ein bisschen attackiert", grinste der überglückliche Etappensieger. "Ich habe den zweiten Teil sehr genossen. Da habe ich zwei Fahrer eingeholt, aber wegen des Regens gab es keinen Staub, fantastisch! Ich bin schnell gefahren, habe keine Fehler gemacht und habe richtig navigiert. Ich bin so glücklich."

Goncalves landet nach seiner Zeitgutschrift auf der zweiten Position. "Wenn ich das in der zweiten Woche so beibehalten kann, wäre ich sehr glücklich", sagte er nach seiner Ankunft. "Im ersten Teil galt es heute zunächst zu navigieren und das Profil war etwa wie vor zwei Tagen. Danach hat es dann aus allen Eimern geregnet. Ich bekam es mit der Angst zu tun, denn es war beinahe Schnee!"

Goncalves verteidigt Gesamtführung

Der weiterhin Gesamtführende wurde gefolgt von Kevin Benavides, der sich nach zwei enttäuschenden Etappen im Spitzenfeld zurückmeldete. Toby Price, der die Etappe nach seinem erneuten Tagessieg am Freitag heute eröffnen musste, wurde Sechster und verlor knapp sieben Minuten. "Ich bin zufrieden mit meiner Performance", sagte der Australier im Ziel und freute sich über australische Flaggen, die er in Bolivien ausgemacht hat. "Es war eine gute erste Woche ohne Fehler. Das Ziel war es, den Ruhetag in einer guten Position zu erreichen."

Dazwischen ordnete sich noch Helder Rodrigues auf der Yamaha ein, der immer besser in Schwung kommt, je länger die "Dakar" dauert. Hinter dem Portugiesen meldete sich Michael Metge wieder zu Stelle. Der Franzose war in den vergangenen Tagen abgetaucht, markierte nun aber von der 29. Startposition aus die fünftschnellste Zeit. Weniger gut lief es Stefan Svitko: Der Slowake verlor gleich zu Beginn der Etappe reichlich Zeit und lag zwischenzeitlich nur auf Rang 24. Bis zum Ende verbesserte er sich auf Platz zehn mit achteinhalb Minuten Rückstand.

Ergebnis der 7. Etappe (Top 10, inkl. Zeitgutschrift Goncalves):
01. Antoine Meo (KTM) - 3:30:57 Stunden
02. Paulo Goncalves (Honda) +1:57 Minuten
03. Kevin Benavides (Honda) +2:24
04. Helder Rodrigues (Yamaha) +4:58
05. Michael Metge (Honda) +6:27
06. Toby Price (KTM) +5:23
07. Adrien van Beveren (Yamaha) +7:09
08. Ricky Brabec (Honda) +8:16
09. Gerard Farres Guell (KTM) +8:39
10. Stefan Svitko (KTM) +8:40

Gesamtwertung nach 7 Etappen (Top 10, noch ohne Zeitgutschriften):
01. Toby Price (KTM) - 22:55:42 Stunden
02. Stefan Svitko (KTM) +6:12 Minuten
03. Paulo Goncalves (Honda) +7:49*
04. Kevin Benavides (Honda) +17:19
05. Antoine Meo (KTM) +17:54
06. Helder Rodrigues (Yamaha) +19:32
07. Pablo Quintanilla (Husqvarna) +22:06**
08. Gerard Farres Guell (KTM) +26:45
09. Alain Duclos (Sherco TVS) +27:20
10. Juan Pedrero Garcia (Sherco TVS) +28:33

*wird nach Zeitgutschrift von 10:53 Minuten die Gesamtwertung wieder anführen
**wird eine noch festzulegende Zeitgutschrift erhalten

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