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WP17-18: Loeb im Angriffsmodus

10. Februar 2013 - 10:18 Uhr

Sebastien Loeb (Citroen) nimmt Sebastien Ogier (Volkswagen) am Sonntagvormittag einige Sekunden ab - Östberg (Ford) verteidigt Platz drei bei der Rallye Schweden

Sebastien Loeb
Weltmeister Sebastien Loeb startete den Sonntag mit zwei Bestzeiten
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Am Sonntagvormittag überquerten die WRC-Asse bei der Rallye Schweden die Grenze nach Norwegen. Weltmeister Sebastien Loeb (Citroen) entschied die Wertungsprüfungen 17 und 18 für sich und verkürzte seinen Rückstand auf Sebastien Ogier (Volkswagen) auf 22,2 Sekunden. Ogier fuhr auf Sicherheit und ging keine unnötigen Risiken ein, um Platz eins abzusichern. Hinter den beiden Franzosen tobte das Duell um Rang drei. Mads Östberg (Ford) verteidigte den letzten Podestplatz knapp vor Jari-Matti Latvala (Volkswagen). Der Finne feilte weiter an der Anpassung an den neuen Polo R WRC.

Der letzte Tag begann mit der längsten Prüfung der gesamten Rallye. "Mitandersfors" war ganze 27,07 Kilometer lang. Dabei wurde auch die Grenze nach Norwegen passiert. Soweit kam Henning Solberg (Ford) zunächst nicht. Auf der Verbindungsstrecke blieb der Norweger mit einem Problem an der Lichtmaschine stehen. Erst mit deutlicher Verspätung schaffte es der Routinier an die Startlinie. Die Straßen waren wieder verschneit und eisig bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt. Sportlich gesehen setzten sich an der Spitze die Duelle des Vortages fort. Als Vorletzter startete Loeb die Prüfung: "Das Problem ist der Fahrer hinter mir", spricht er Ogier an.

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"Ich bin sehr schnell gefahren und habe angegriffen. Ich versuche es." Loeb stellte auch die Bestzeit auf und nahm seinem Konkurrenten 3,3 Sekunden ab. Trotzdem war Ogier zufrieden. "Es ist perfekt so. Ich dachte, dass ich auf dieser Prüfung sieben bis acht Sekunden verliere. Ich habe alles unter Kontrolle." Somit schrumpfte sein Vorsprung nur minimal. Beim Duell um Platz drei änderte sich nichts.

Latvala war um zwei Zehntelsekunden schneller als Östberg. "Es startete gut und ich habe ein viel besseres Gefühl als gestern", berichtet der Finne erfreut. "Bei den Zwischenzeiten sah es sehr gut aus. Ich konzentriere mich und will keine Fehler machen." Dennoch konnte er die Lücke zu Östberg nur auf 5,9 Sekunden verkürzen. "Zu Beginn war es sehr schlecht, weil ich den Rhythmus nicht finden konnte. Nachdem wir die Grenze passiert haben, war es besser", sagt der Norweger, der nun auf heimischem Boden unterwegs war.

Auf den weiteren Positionen gab es keine Verschiebungen. Jewgeni Nowikow führte als Fünfter das Ford-Verfolgerfeld an. Dahinter folgten Thierry Neuville, Juho Hänninen, Solberg, Martin Prokop sowie Dani Sordo im Citroen. Matthew Wilson (Ford) war nach seinem gestrigen Überschlag unter "Rally2"-Regel wieder dabei und eröffnete die Prüfungen. Jari Ketomaa (Ford) und Khalid Al-Qassimi (Citroen) konnten den Tag nicht mehr starten und waren ausgeschieden.

WP18: Latvala muss Fahrstil umstellen

Anschließend stand die 18. Prüfung "Finnskogen" auf dem Programm. 16,82 Kilometer mussten absolviert werden. Loeb setzte den Angriff fort und sicherte sich die nächste Bestzeit. "Keine Probleme. Ich versuchte zu pushen. Es war schwierig, aber auf dieser Prüfung war es nicht einfach einen Unterschied zu machen. Ich werde es versuchen", hat der Weltmeister den Sieg noch nicht abgeschrieben. Er nahm Ogier weitere 1,4 Sekunden ab. Der Volkswagen-Pilot hatte aber alles unter Kontrolle.

"Ich muss nicht das maximale Risiko eingehen. Er pusht. Ich kann es mir leisten, wenn ich einige Sekunden verliere. Es läuft perfekt", meint der jüngere der beiden Franzosen. Im Duell um Platz drei ging es weiterhin eng zu. Diesmal war Östberg um drei Zehntelsekunden schneller. "Es war nicht so schlecht. In der Mitte habe ich etwas verloren, aber dann die Zeit wieder aufgeholt. Es war nicht so schlecht. Ich fühle mich nicht zu 100 Prozent perfekt, denn ich finde den Rhythmus nicht."

Latvala setzte den Anpassungsprozess an den Polo fort. "Ich habe mich in 'Finnskogen' besser gefühlt. Ich muss meinen Fahrstil ändern, wenn ich gewinnen will. Mein alter Stil funktioniert nicht mehr", lautet seine Erkenntnis. "Ich habe jetzt die gleiche Abstimmung wie Ogier. Das Auto ist jetzt weicher, aber damit muss ich leben" Latvala lag nach WP18 6,2 Sekunden hinter Östberg zurück.

In den Top 10 gab es eine Platzverschiebung. Sordo, der am Sonntag mit einem neuen Getriebe unterwegs ist, überholte Prokop für Platz acht. Solberg rutschte auf Platz zehn ab, weil er für sein Zuspätkommen in WP17 eine Strafe von 4:30 Minuten bekam. In der WRC2 ging es ebenfalls spannend zu. Yazeed Al-Rajhi (Ford) überholte auf WP17 Anders Gröndal (Subaru) und ging in Führung. Der Deutsche Sepp Wiegand (Skoda) verwaltete Platz drei: "Prinzipiell läuft es nicht so schlecht, denn ich habe einen guten Rhythmus. Wir versuchen auf der Straße zu bleiben, denn wir können nichts gewinnen, sondern nur verlieren. Wir denken an die Meisterschaft."

Gesamtwertung nach 18 von 22 Prüfungen (Top 10):
01. Sebastien Ogier (Volkswagen) - 2:41:27,6 Stunden
02. Sebastien Loeb (Citroen) +22,2 Sekunden
03. Mads Östberg (Ford) +1:12,7 Minuten
04. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) +1:18,9
05. Jewgeni Nowikow (Ford) +2:07,4
06. Thierry Neuville (Ford) +4:03,2
07. Juho Hänninen (Ford) +4:55,6
08. Dani Sordo (Citroen) +9:22,8
09. Martin Prokop (Ford) +10:27,6
10. Dani Sordo (Citroen) +14:12,3

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