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WP13-14: Östberg verdrängt Latvala von Rang drei

09. Februar 2013 - 15:46 Uhr

Ford-Pilot Mads Östberg setzt seine Aufholjagd bei der Rallye Schweden fort und verdrängt Jari-Matti Latvala (Volkswagen) von Platz drei - Ogier kontrolliert Führung

Mads Ã?stberg
Ford-Pilot Mads Östberg hat den Sprung unter die Top 3 geschafft
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Zu Beginn der Nachmittagsschleife spitzte sich am Samstag das Duell um den dritten Platz bei der Rallye Schweden zu. Mads Östberg (Ford) setzte seine Aufholjagd fort und schnappte sich den vorläufig letzten Podestplatz auf der 14. Sonderprüfung von Jari-Matti Latvala (Volkswagen). Auch an der Spitze schenkten sich die beiden Franzosen nichts: Auf der 13. Prüfung stellten Sebastien Ogier (Volkswagen) und Sebastien Loeb (Citroen) zeitgleich die Bestzeit auf. Anschließend markierte Ogier auf WP14 die Bestzeit und vergrößerte seinen Vorsprung auf Loeb auf 27,6 Sekunden. Ogier kontrollierte weiterhin die Rallye.

Die Nachmittagsschleife wurde mit der 13,73 Kilometer langen "Sagen"-Prüfung begonnen. Seit der ersten Durchfahrt in der Früh waren die historischen Autos über diese Straßen gebrettert und die Verhältnisse hatten sich geändert. Der Boden war vereist, aber stellenweise blitzte Schotter durch. Zudem schneite es und es wurden Temperaturen von minus neun Grad gemessen. Jari Ketomaa (Ford) startete als Erster und berichtete: "Das erste Mal war schlecht, aber beim zweiten Mal war es schrecklich." Die WRC-Asse standen wieder vor einer großen Herausforderung.

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An der Spitze ging es weiterhin eng zu: Zwei Franzosen, zwei unterschiedliche Autos und eine Zeit. Loeb und Ogier setzten exakt die gleiche Bestzeit. "Es war eine gute Prüfung. Ich habe gepusht und keinen Fehler gemacht. Die Abstimmung des Autos ist besser als gestern. Die Startposition macht auch einen großen Unterschied", sagt Loeb zufrieden. Auch Ogier klagte nicht über seine Leistung. "Es war eine weitere gute Prüfung. Am Ende ist mir ein Fehler unterlaufen und ich habe einige Zehntelsekunden verloren. Es ist aber okay."

Damit blieb der Abstand zwischen den beiden "Sebs" gleich. Ogiers Vorsprung stand bei 25,2 Sekunden. Spannend ging es weiterhin im Duell um Platz drei zu, denn auch Latvala und Östberg schenkten sich nichts. Auf WP13 hatte Latvala um drei Zehntelsekunden die Nase vorne. "Es war nicht viel, aber es geht in die richtige Richtung", freut sich der Finne. "Ich konzentriere mich darauf, das Auto zu fahren und will nicht zu viel nachdenken."

Östberg ging bei den schwierigen Straßenverhältnissen bewusst kein Risiko ein. "Ich bin es vorsichtig angegangen, damit ich meine Reifen auf dem Schotter nicht beschädige. Ich werde es auf der nächsten Prüfung wieder probieren. Ich kann mein Tempo recht gut kontrollieren und mache keine Fehler. Es funktioniert recht gut." Latvala verteidigte seinen dritten Platz um 1,8 Sekunden. Loeb war mittlerweile außer Reichweite, denn er hatte sich einen Vorsprung von 18 Sekunden auf Latvala herausgefahren.

WP14: Östberg überholt Latvala

Anschließend wurden zum zweiten Mal die 18,15 Kilometer von "Fredriksberg" absolviert. Auch hier waren die Straßenverhältnisse schwieriger als noch am Vormittag. Im Mittelpunkts stand das Duell Östberg gegen Latvala. Bei den Zwischenzeiten lag der Norweger vorne und dieser Trend hielt bis ins Ziel an. Östberg war schließlich um 4,9 Sekunden schneller als Latvala und übernahm damit Platz drei im Gesamtklassement. "Es war recht okay. Ich hatte gute Zwischenzeiten. Später habe ich etwas langsamer gemacht, um die Reifen für die nächste Prüfung zu schonen", sagt der Norweger knapp.

Sein erstes Ziel hat er damit erreicht, denn er wollte den Tag auf einem Podestplatz beenden. Noch stehen aber zwei Prüfungen aus, auf denen Latvala zurückschlagen kann. Der Finne war mit seiner Leistung überhaupt nicht zufrieden. "Für mich sind die Bedingungen sehr schwierig. Die Straßen sind eng und ich habe mich im Auto überhaupt nicht wohlgefühlt. Mads ist eine gute Zeit gefahren. Wir werden sehen, was ich noch tun kann." 3,1 Sekunden beträgt nun sein Rückstand auf Östberg.

An der Spitze fuhr einmal mehr Ogier in seiner eigenen Liga: Er nahm Loeb 2,4 Sekunden ab und stellte eine weitere Bestzeit auf. "Es war eine weitere gute Prüfung. Ich habe einen guten Speed, aber am Ende habe ich etwas verlangsamt. Das Auto ist unglaublich und ich habe ein tolles Gefühl", schwärmt der 30-Jährige. Loeb konnte nichts ausrichten. Sein Citroen wies im Ziel rechts vorne leichte Schäden auf. "Das ist ein neuer Schaden, aber es ist kein großes Problem."

"Irgendwo auf der Prüfung habe ich eine Schneebank getroffen", erläutert der Weltmeister. "Auf Schotter hat das Untersteuern wieder begonnen. Es war schwierig." Sein Rückstand auf Ogier ist wieder auf 27,6 Sekunden angewachsen. Komfortabel auf Platz fünf liegt der Russe Jewgeni Nowikow (Ford). In erster Linie will er durchkommen und für "das nächste Jahr lernen". Auch die weiteren Positionen veränderten sich nicht. Juho Hänninen ist weiterhin vor seinen Ford-Kollegen Thierry Neuville, Henning Solberg und Martin Prokop Sechster. Dani Sordo (Citroen) rundet die Top 10 ab.

Gesamtwertung nach 14 von 22 Prüfungen (Top 10):
01. Sebastien Ogier (Volkswagen) - 2:04:38,1 Stunden
02. Sebastien Loeb (Citroen) +27,6 Sekunden
03. Mads Östberg (Ford) +51,2
04. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) +54,3
05. Jewgeni Nowikow (Ford) +1:37,7 Minuten
06. Juho Hänninen (Ford) +2:47,6
07. Thierry Neuville (Ford) +2:58,0
08. Henning Solberg (Ford) +4:51,3
09. Martin Prokop (Ford) +7:11,1
10. Dani Sordo (Citroen) +8:12,3

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