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Ogier: "Eine perfekte Rallye für uns"

09. Februar 2013 - 18:58 Uhr

Sebastien Ogier absolviert auch die zweite Etappe in Schweden perfekt und liegt in Führung - Sein Volkswagen-Teamkollege Jari-Matti Latvala hatte kleinere Probleme

Sebastien Ogier
Sebastien Ogier fehlen noch sechs Prüfungen zum ersten Sieg für Volkswagen
© Volkswagen

(Motorsport-Total.com) - Mit kühlem Kopf und heißem Herzen - Volkswagen hat bei der Rallye Schweden die Führung erfolgreich verteidigt. Beim einzigen Saisonlauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), der ausschließlich auf Eis und Schnee ausgetragen wird, führen Sebastien Ogier/Julien Ingrassia mit dem Polo R WRC das Gesamtklassement mit 26,9 Sekunden Vorsprung vor dem neunmaligen Weltmeister Sebastien Ogier (Citroen) an. Ihre Teamkollegen Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila folgen auf Gesamtrang vier. Fünf von acht möglichen Bestzeiten und acht Zeiten unter den Top Drei gingen am zweiten Tag der "Schweden" auf das Konto des Volkswagen Polo R WRC.

Der zweite Tag der Rallye Schweden führte nordöstlich des Serviceparks in Hagfors durch die Wälder Mittelschwedens. Auf den Wertungsprüfungen "Sagen", "Fredriksberg", "Rämmen" sowie dem "Hagfors-Sprint" glichen die Bedingungen denen von Freitag: Eine feste Eisschicht sorgte für typische "Schweden"-Verhältnisse. Auf der zweimal absolvierten Schleife sorgten kleine Meilensteine für einen überraschend erfolgreichen Tag für Volkswagen.

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Latvala sicherte sich im ersten Durchgang von "Fredriksberg" seine erste Bestzeit mit dem Polo R WRC überhaupt. Ogier gelang die Bestzeit im zweiten Durchgang dieser WP. Zudem war der Franzose zweimal auf der "Sagen" sowie im zweiten Durchlauf der "Rämmen" am schnellsten. Insgesamt schlagen bislang neun Prüfungsbestzeiten und 18 Top-3-Resultate für Volkswagen bei der Rallye Schweden zu Buche.

"Bis jetzt ist es wirklich eine perfekte Rallye für uns. Das Auto ist einfach genial, ein Vergnügen damit schnell zu fahren", schwärmt Ogier von seinem neuen Polo. "Für mich gibt es keinen Grund voll zu attackieren. Trotzdem geben wir Gas, denn die Konkurrenz macht mächtig Druck. Speziell Loeb darf man niemals abschreiben. Wenn man das Tempo rausnimmt, riskiert man, den Rhythmus zu verlieren."

"Vor allem im zweiten Durchgang der heutigen Prüfungen haben wir ein gutes Tempo gefunden. Das ist auch die Aufgabe für morgen - es liegen schließlich noch knapp 100 Prüfungskilometer vor uns." Latvala hatte dagegen mehr Probleme. Ganz hat sich der Finne noch nicht auf den Polo eingeschossen und die Limits gefunden. "Ich bin heute nicht ganz zufrieden. Das liegt daran, dass ich eher an mir als am Polo R WRC arbeiten muss. Die Performance des Autos ist da, nur wo exakt das Limit liegt, ist mir noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen", berichtet Latvala über den Anpassungsprozess.

Unter dem Strich kostete ihn das eine Position: "Und weil unser Konkurrent Mads Östberg heute eine starke Leistung gezeigt hat, haben wir Platz drei an ihn verloren. Aber morgen stehen noch einmal knapp 100 Kilometer an und der Abstand ist nicht allzu groß. Mal sehen, was sich am Sonntag noch ausrichten lässt."

Volkswagen hat die große Chance auf den ersten Sieg in der Rallye-WM. Noch ist das Ziel aber nicht erreicht. Motorsport-Direktor Jost Capito ist mit der bisher gezeigten Leistung vollauf zufrieden. "Ein großes Kompliment an beide Fahrer, die heute wieder tolle Leistungen gezeigt haben. Fünf von acht Prüfungsbestzeiten zeigen, dass der Polo R WRC unter den speziellen Bedingungen bei der Rallye Schweden gut funktioniert", lobt Capito.

"Dass sich Sebastien im Auto wohlfühlt, kann man am Ergebnis ablesen. Aber auch an seinem breiten Grinsen im Service. Das motiviert das gesamte Team zusätzlich, auch am letzten Rallyetag morgen alles zu geben. Ich freue mich auch für Jari-Matti, der heute seine erste Prüfung für uns gewonnen hat. Er ist noch nicht viele Kilometer mit dem Polo R WRC gefahren. Doch die Bestzeit zeigt, was zu erwarten ist, wenn er sich auf das Material eingestellt hat."

Und da war dann noch Schnee statt Sand. Nur eine einzige Komponente des Polo R WRC wurde absolut baugleich vom "Dakar"-Siegerauto, dem Volkswagen Race Touareg 3, übernommen - und wird ausschließlich bei der Rallye Schweden eingesetzt. In den Einsatzfahrzeugen von Latvala und Ogier finden sich beim zweiten Saisonlauf zur Rallye-WM je zwei Schaufeln. Mit den ultraleichten Spaten hatten sich schon Giniel de Villiers, Carlos Sainz und Nasser Al-Attiyah in der Wüste aus kniffligen Situationen befreit und später die legendäre Rallye Dakar mit Volkswagen gewonnen. Bei der "Schweden" erfüllt das Werkzeug einen ähnlichen Zweck. Im Fall der Fälle greifen Latvala und Ogier zur Schaufel, sollten sie einmal in einem Schneewall feststecken.

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