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Desaster für Al-Attiyah, Peterhansel souverän in Führung

14. Januar 2013 - 23:41 Uhr

Stephane Peterhansel (Mini) führt die Rallye Dakar nach der neunten Etappe mit großem Vorsprung an, denn Nasser Al-Attiyah (Buggy) hatte große Probleme

Stephane Peterhansel
Stephane Peterhansel hat nach den Problemen bei Al-Attiyah ein großes Polster
© X-raid

(Motorsport-Total.com) - Am Montag startete die Rallye Dakar in die entscheidende Woche und gleich die neunte Etappe könnte eine Vorentscheidung um den Gesamtsieg gebracht haben. Auf dem Weg von San Miguel du Tucuman Richtung Cordoba hatte Nasser Al-Attiyah große Probleme mit seinem Buggy und sehr viel Zeit ein. Für den Gesamtsieg kommt er nicht mehr in Frage. Problemlos lief es dagegen für Stephane Peterhansel (Mini), der hinter seinem X-raid-Teamkollegen Juan "Nani" Roma Zweiter wurde. In der Gesamtwertung hat Peterhansel nun einen komfortablen Vorsprung von 49:31 Minuten auf Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz im Toyota Hilux.

Die neunte Etappe der Rallye Dakar war mit 852 Kilometern die längste Strecke in diesem Jahr. Die 593 Kilometer lange Wertungsstrecke war in zwei Teile geteilt. Das Fahrkönnen stand heute im Mittelpunkt, denn es gab viele kurvige Streckenteile. Dazu ging es teilweise durch Waldstücke, wo man besonders genau aufpassen musste, denn die Service-Trucks fuhren heute eine andere Strecke. Der erste Abschnitt der Prüfung betrug 226 Kilometer, gefolgt von einem neutralisierten Abschnitt über 127 Kilometer, bevor der letzte Abschnitt über 240 Kilometer auf dem Programm stand. Bis zum Biwak in Cordoba mussten anschließend noch 83 Kilometer zurückgelegt werden.

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Guerlain Chicherit (SMG-Buggy) eröffnete den heutigen Tag, gefolgt von Orlando Terranova (BMW) und Robby Gordon (Hummer). Die Topfavoriten mussten die Strecke zunächst nicht eröffnen. Auf der fahrerisch anspruchsvollen Route war de Villiers schnell unterwegs, denn der Südafrikaner markierte bei den ersten Wegpunkten die Bestzeiten. Diese Tendenz setzte sich bis zum Ende des ersten Abschnitts fort. Zu diesem Zeitpunkt hatte de Villiers einen Vorsprung von 42 Sekunden auf Roma. Peterhansel folgte als Dritter und lag schon drei Minuten zurück. Schwierigkeiten hatte Al-Attiyah. Sein Buggy passte nicht perfekt auf die engen und winkeligen Straßen. Deshalb betrug sein Zeitverlust auf de Villiers schon zehn Minuten.

Im zweiten Abschnitt übernahm das X-raid-Team das Kommando. Roma erhöhte das Tempo und feierte schließlich seinen zweiten Tagessieg in diesem Jahr. Die Augen waren aber auf das Duell an der Spitze gerichtet: Peterhansel büßte vier Minuten auf seinen Teamkollegen ein und klassierte sich als Zweiter. Al-Attiyah hatte großen Rückstand. Im Ziel wartete man über eine Stunde vergeblich auf den Buggy. Terranova untermauerte im X-raid BMW ? der bis auf die Silhouette baugleich mit dem Mini ist ? die Vorteile des Allradlers auf der heutigen winkeligen Steckenführung.

Al-Attiyah bleibt mehrmals stehen

Die zweiradgetriebenen Buggies hatten dagegen zu kämpfen. Trotz der engen Strecken wuchtete Gordon den mächtigen Hummer gut durch die Kurven und feierte mit Platz vier einen weiteren positiven Tageserfolg. De Villiers konnte seine guten Zeiten im zweiten Abschnitt nicht bestätigen und büßte noch neun Minuten auf Roma ein. Da sein direkter Konkurrent Leonid Nowitskiy (Mini) weitere zwei Minuten langsamer war, verteidigte sich de Villiers erfolgreich gegen seine Verfolger.

Und wo war Al-Attiyah? Beim Katari lief es im zweiten Abschnitt nicht rund. Mehrmals musste er anhalten. Nach dem Wegpunkt bei Kilometer 495 blieb sein Buggy endgültig stehen. Mehr als eine Stunde bewegte sich der Wagen nicht vom Fleck. Damit waren seine Sieghoffnungen ausgeträumt. Peterhansel ist nach der neunten Etappe der große Favorit auf den Sieg. Der Franzose hat nun ein komfortables Polster von 49:31 Minuten auf de Villiers, der sich durch das Missgeschick von Al-Attiyah auf Platz zwei geschoben hat. Dem Südafrikaner liegt weiterhin Nowitskiy im Nacken.

"Diese lange Speziale verlangte gute Handling-Fähigkeiten", berichtet Peterhansel im Ziel. "Gegen Ende wird man müde und man verliert speziell an Stellen mit vielen Steinen Aufmerksamkeit. Wir mussten konzentriert blieben und mussten Fehler vermeiden. Man konnte sich leicht einen Reifenschaden einhandeln oder ein Rad brechen. Wir blieben vorsichtig, fuhren aber ein vernünftiges Tempo", erläutert der Franzose seine Taktik. "Auf diesen Strecken ist es nicht überraschend, dass die Buggies Probleme hatten."

Peterhansel bleibt vorsichtig

"Wir hätten auch mehr Zeit herausholen können, aber dann hätten wir Risiken eingehen müssen." Nach der heutigen Etappe kann Peterhansel den Dakar-Sieg nur noch verlieren. Er bleibt aber vorsichtig: "Wir kommen näher, aber es warten noch einige lange Tage, die den Buggies besser liegen. Wir müssen Zeit holen wo wir nur können, denn in Fiambala oder in den Dünen von Copiapo können immer Fehler passieren. So lange konzentriert zu bleiben ist schwierig. Diese Speziale dauerte über fünf Stunden und 40 Minuten."

Auch de Villiers war im Ziel erschöpft, aber glücklich: "Puh, was für ein Tag, der für uns super begonnen hat. Aber es hat sich mal wieder gezeigt: Die Dakar ist unberechenbar. Es war eine anspruchsvolle Prüfung, die das Material sehr gefordert hat. Trotzdem bin ich mit unserem Toyota Hilux sehr zufrieden. Und dass wir jetzt Platz zwei belegen, freut uns natürlich. Auch an schlechten Tagen kann man stark sein."

Chicherit büßte heute über eineinhalb Stunden ein und fiel in der Gesamtwertung auf Rang sieben zurück. Roma verbesserte sich mit dem Tagessieg auf den vierten Gesamtrang. Matthias Kahle und Thomas Schünemann (SAM-Mercedes) zeigten mit Platz neun eine starke Etappe. Das spülte sie gesamt auf Position 13 nach vor. Stephan Schott und Holm Schmidt sind im X-raid Mini auf Platz 37.

Am Dienstag zieht der Dakar-Tross von Cordoba Richtung La Rioja weiter. Die Wertungsstrecke beträgt 353 Kilometer.

Ergebnis der 9. Etappe (Top 10):
01. Roma/Perin (Mini) - 5:36:28 Stunden
02. Peterhansel/Cottret (Mini) +4:11 Minuten
03. Terranova/Fiuza (BMW) +6:54
04. Gordon/Walch (Hummer) +8:37
05. De Villiers/von Zitzewitz (Toyota) +9:39
06. Sousa/Ramalho (Great Wall) +10:23
07. Nowitskiy/Zhiltsow (Mini) +11:20
08. Olholm/Aston (Toyota) +20:23
09. Kahle/Schünemann (SAM-Mercedes) +26:44
10. Alvarez/Graue (Toyota) +27:37

Gesamtwertung nach 9 von 14 Etappen (Top 10):
01. Peterhansel/Cottret (Mini) - 24:11:43 Stunden
02. De Villiers/von Zitzewitz (Toyota) +49:31 Minuten
03. Nowitskiy/Zhiltsow (Mini) +56:03
04. Roma/Perin (Mini) +1:34:16
05. Terranova/Fiuza (BMW) +2:01:08
06. Sousa/Ramalho (Great Wall) +2:13:41
07. Chicherit/Garcin (SMG-Buggy) +2:33:52
08. Chabot/Pillot (SMG-Buggy) +2:35:22
09. Errandonea/Debron (SMG-Buggy)+2:35:40
10. Thomasse/Larroque (Buggy-MD-Rallye) +3:03:22

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