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Volkswagen in der Rallye-WM
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Dakar-Erfolge von Volkswagen in der WRC kein Vorteil

09. Dezember 2012 - 20:25 Uhr

Drei Mal gewann Volkswagen die Rallye Dakar, doch beim Einstieg in der WRC können die Wolfsburger von den Erfahrungen in der Wüste kaum profitieren

Volkswagen Race Touareg
Die Dakar stellte Volkswagen vor völlig andere Herausforderungen als die WRC
© Volkswagen

(Motorsport-Total.com) - Der Einstieg von Volkswagen in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ist im Grund genommen ein Umstieg, denn erfolgreicher Rallyesport wurde auch schon in den vergangenen Jahren im Hause Volkswagen betrieben. Von 2003 bis 2011 trat das Werksteam bei der Rallye Dakar an, zuletzt gelangen dort drei Gesamtsiege in Folge. Doch die Erfahrungen aus der Wüste sind beim WRC-Engagement von Volkswagen kein entscheidender Vorteil.

"Wir wissen, dass wir als Neuling in diese Serie kommen", sagt daher Ulrich Hackenberg, im Volkswagen-Vorstand für Entwicklung zuständig. "Wir waren zwar bei der Rallye Dakar erfolgreich, aber das ist etwas völlig anderes." Das liege vor allem an den völlig unterschiedlichen Anforderungen der beiden Wettbewerbe.

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"Bei der Dakar fährt man am Tag bis zu acht Stunden, und das mit hoher Geschwindigkeit. Selbst bei einem kleinen Defekt kann man dort alles verlieren", erklärt Hackenberg. Die Zuverlässigkeit sei in der Rallye-WM hingegen nicht das entscheidende Kriterium. "Bei der WRC ist die Performance wesentlich wichtiger. Die Prüfungen sind im Vergleich zur Dakar kürzer."

Leistung wichtiger als Zuverlässigkeit

Daher begann die Entwicklung des WRC-Autos ohne Vorgaben: "Wir haben mit einem weißen Blatt Papier angefangen", sagt der 62-Jährige über den Startschuss des WRC-Projektes. Bei den Testfahrten war die Standfestigkeit zwar einer der Schwerpunkte, allerdings war die Steigerung der Fahrzeugleistung noch entscheidender. "Deshalb war es während der Vorbereitung wichtig, über die Grenzen zu gehen und einige Probleme zu erzwingen. Dadurch kann man sie lösen und die Leistung verbessern. Das war unsere Strategie", gibt Hackenberg einen Einblick in die Testarbeit.

"Ich hoffe, sie haben einige Probleme gelöst und das Auto dadurch schneller gemacht", sagt der Volkswagen-Vorstand. Er betont, welche Herausforderungen das Team innerhalb des Vorbereitungsjahres bewältigen musste: "Das Team musst von Null anfangen. Die Ingenieure mussten ein völlig neues Auto entwickeln. Die Fahrer müssen sich mit dem Team zusammenfinden. Das alles musste in diesem Jahr geschehen."

WRC passt perfekt ins Volkswagen-Portfolio

Auch personell musste sich Volkswagen während der Vorbereitung des WRC-Einstiegs verstärken. "Das WRC-Projekt ist größer", sagt Hackenberg. "Bei der Dakar hatten wir eine Veranstaltung im Jahr." Das sei aber auch eine der Schwierigkeiten bei der Rallye Dakar gewesen. "Vor und während des Rennens war es sehr interessant, aber danach war fast ein Jahr lang Pause ohne Aktivitäten", so Hackenberg.

Nicht zuletzt deshalb begab sich der Konzern auf die Suche nach einem anderen Betätigungsfeld und wurde bei der WRC fündig, die auch technisch gut ins Konzept von Volkswagen passt: "Als wir nach dem Rückzug von der Dakar nach einem neuen Betätigungsfeld im Motorsport suchten, haben wir uns gefragt, welches Auto das Richtige ist und in welchem Jahr wir einsteigen sollen. Das neue Reglement der WRC mit den 1,6-Liter-Motoren ist für die Antriebe unserer Serienfahrzeuge ideal", so Hackenberg. "Dieser Motor wird bei uns nicht nur im Polo, sondern auch im Golf und Passat eingesetzt. Es hat also perfekt gepasst."

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