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Ford will Erfolgsgeschichte in Griechenland fortführen

18. Mai 2012 - 18:37 Uhr

Jari-Matti Latvala feiert nach seinem Ski-Unfall sein Comeback in der Rallye-Weltmeisterschaft - Petter Solberg will seinen Akropolis-Sieg von 2004 wiederholen

Jari-Matti Latvala
Jari-Matti Latvala gibt bei der Akropolis-Rallye sein Comeback nach Verletzung
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Während die Olympische Flamme auf dem Weg von Griechenland nach London ist, schlägt das Ford-Werksteam in der Rallye-Weltmeisterschaft genau die gegensätzliche Richtung ein: Am letzten Mai-Wochenende steht mit der materialmordenden Akropolis-Rallye einer der absoluten WRC-Klassiker auf dem Programm. Ford blickt dieser Schotterveranstaltung mit großen Erwartungen entgegen. Seit 1973, dem Premierenjahr der Rallye-Weltmeisterschaft, konnte die Marke in Hellas nicht weniger als 13 Mal gewinnen. Sieben dieser Siege errang Ford in den vergangenen elf Jahren.

Der Optimismus des Werksteams hat noch einen zweiten Grund: Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila kehren an das Steuer ihres Fiesta RS WRC zurück, nachdem Latvala die Rallye Argentinien aufgrund eines Schlüsselbeinbruchs hatte auslassen müssen. Dass er wieder voll einsatzfähig ist, stellte der 27-jährige Finne vor einer Woche bei einem zweitägigen Test in Portugal unter Beweis. Den zweiten Turbo-Allradler von Ford pilotieren Petter Solberg und Beifahrer Chris Patterson.

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Die Rallye Griechenland verteidigt traditionell den Ruf, Mensch und Material an die Grenzen ihrer Belastbarkeit zu fördern. Die diesjährige Ausgabe verspricht sogar nochmals anstrengender zu werden, sie weist 60 Wertungsprüfungskilometer mehr auf als die Vorjahresausgabe. Gleich bleiben dürften die landestypischen Lufttemperaturen, die 30 Grad und mehr erreichen können. In den Cockpits der Rallye-Boliden steigt die Quecksilbersäule noch deutlich höher - körperliche Fitness und permanenter Flüssigkeitsnachschub, um Dehydrierungen zu vermeiden, sind unabdingbare Grundvoraussetzungen für durchgehend hohe Konzentrationsfähigkeit.

Die Hitze in Verbindung mit den vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeiten, die für die griechischen Wertungsprüfungen mit ihren zahlreichen Spitzkehren typisch sind, bringen auch die Motoren und Getriebe in thermische Grenzbereiche. Das gleiche gilt für die Schotter-Reifen von Michelin, die während der WM-Saison nirgendwo ärger gepeinigt werden als bei der Rallye Akropolis.

Latvala fühlt sich bereit für das Comeback

Latvala ging in der Saison 2003 als 18-Jähriger erstmals bei diesem WM-Klassiker an den Start, sein Debüt am Steuer eines World Rally Cars beendete er seinerzeit auf Gesamtrang zehn. Bis heute folgten sechs weitere Teilnahmen und ein dritter Platz im Jahr 2009. Bei den Portugal-Testfahrten legte der Sieger der diesjährigen Rallye Schweden 440 Kilometer und damit mehr als eine Rallye-Distanz zurück, ohne dass ihn die Folgen der Sportverletzung behindert hätten. "Ich war erstaunt, wie gut es lief", so der Finne Latvala anschließend. "Das Reha-Programm stand unter einem ehrgeizigen Zeitplan, aber es hat funktioniert. Dank einer speziellen Bandage unterhalb des HANS-Rückhaltesystems konnten wir die einwirkenden Kräfte gut auf den Brust- und Schulterbereich verteilen. Ich blieb komplett schmerzfrei."

Für die "Akropolis" fühlt sich der 27-Jährige jetzt gut gerüstet. "Wir haben uns nochmals um die Fahrwerksabstimmung gekümmert und angesichts der zu erwartenden harten Bedingungen gute Fortschritte erzielt. Nach so langer Zwangspause war ich froh, endlich wieder am Lenkrad drehen zu dürfen und habe erfreulicherweise gesehen, dass ich noch nichts verlernt habe", lacht der Blondschlopf. "Die Rallye wird sehr anstrengend, speziell der Samstag hat es in sich. Die Etappe ist noch länger als im Vorjahr und umfasst zwei Durchgänge über eine 21 Kilometer lange Prüfung, die wir noch nicht kennen. In der Hitze wird das auch für die Pneus sehr hart. Wir werden uns ihr Potenzial sehr gut einteilen müssen, Reifenverschleiß könnte das bestimmende Thema werden. Wer versucht, von Anfang an 100 Prozent am Limit zu fahren, dürfte früher oder später auf Probleme stoßen."

Solberg sehnt sich nach problemloser Rallye

Petter Solberg
Petter Solberg peilt seinen zweiten Griechenland-Sieg nach 2004 an
© xpbimages.com

Auch Solberg reist mit positiven Erinnerungen nach Griechenland. Im Jahr 2001 holte sich der Norweger hier das erste Podiumsergebnis seiner Karriere, drei Jahre später konnte er die "Akropolis" gewinnen. "Das ist die raueste Veranstaltung der gesamten Saison", räumt der Ex-Weltmeister ein. "Das muss aber nicht bedeuten, dass sie für uns auch die schwierigste wird. Als die Safari-Rallye in Kenia noch zum WM-Kalender gehörte, habe ich viel über das schnelle Autofahren auf unwirtlichen Strecken gelernt. Das kommt mir noch immer zugute."

"Veranstaltungen wie diese verlangen nicht nur eine hohe Schnelligkeit, sondern auch Intelligenz im Umgang mit dem Material", weiß Solberg. "Die groben Pisten und die glühende Hitze sind auch für die Reifen sehr anstrengend, aber Michelin ist bekannt dafür, uns sehr widerstandsfähige Pneus zur Verfügung zu stellen. Bei den beiden zurückliegenden WM-Läufen hat mich das Glück nicht unbedingt verfolgt, dennoch konnte ich durch maximales Attackieren noch wertvolle Punkte sammeln. Jetzt hoffe ich darauf, einmal ohne Probleme durchzukommen und erneut wichtige Zähler für mein Konto mitnehmen zu können."

Apropos Reifen: Jedem Werkspiloten stehen in Griechenland 48 Michelin Latitude Cross in der härteren Laufflächenmischung und - neu in dieser Saison - zehn weitere in der weicheren Mischung für regnerische Streckenbedingungen zur Verfügung. Eingesetzt werden dürfen für die gesamte Rallye und das Qualifying jedoch nur 48 Pneus. Ein Nachschneiden des Profilmusters ist nicht mehr erlaubt.

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