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Ostberg: Sponsoren finanzieren weitere Tests

26. April 2012 - 18:22 Uhr

Portugal-Sieger Mads Ostberg freut sich über das gestiegene Interesse von Sponsoren, will damit aber lieber Tests als die Rallye Neuseeland finanzieren

Mads Ostberg
Mads Ostberg ist seit seinem WRC-Sieg in Portugal in aller Munde
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Mit ein bisschen Glück erbte Mads Ostberg in Portugal seinen ersten Sieg in der Rallye-WM (WRC), nachdem Mikko Hirvonen wegen eines Regelverstoßes aus der Wertung genommen wurde. Mit zwei Podestplätzen in drei Starts liegt er derzeit an dritter Stelle der Fahrer-WM, nur 13 Zähler hinter Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb.

"Mads hatte einen fantastischen Saisonbeginn", lobt M-Sport-Ford-Teamchef Malcolm Wilson. "Schaut man auf seine letzten vier Rallyes, und rechnet man Großbritannien im Vorjahr ein, weil er ja Monte Carlo dieses Jahr nicht gefahren ist, dann würde er die Weltmeisterschaft anführen. Seine Konstanz war sehr gut."

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Ostberg selbst freut sich seit dem geerbten Sieg in Portugal über ein deutlich gestiegenes Medieninteresse in seiner norwegischen Heimat - kein Wunder, schließlich ist er erst der zweite norwegische WRC-Sieger. "Das Fernsehen und die Medien haben sich sehr interessiert", strahlt er. "Das ist wirklich wichtig für die Sponsorenseite." Überrascht habe ihn das plötzliche Interesse aber nicht: "Ich habe das ja schon mit Petter miterlebt, daher wusste ich, dass das passieren würde."

Zumindest kann er in Oslo immer noch unerkannt durch die Straßen flanieren, und der positive Nebeneffekt der neuen Popularität ist, dass mehr Geld in die Kassen gespült wird: "Sponsorenseitig sieht es jetzt viel besser aus als vor Portugal. Das freut mich." Allerdings will er dieses Geld nicht sofort in eine Teilnahme an der Rallye Neuseeland im Juni investieren, die er momentan nicht plant, sondern in weitere Testfahrten.

"Ich will mehr testen und mich besser auf die Rallyes vorbereiten", sagt Ostberg. "Bisher haben wir dieses Jahr zwei eintägige Tests bestritten, einen auf Schnee und einen auf Schotter. Das ist nicht perfekt, wir wollen mehr. Momentan ist es so, dass wir das Budget für die Rallyes in der zweiten Saisonhälfte anknabbern müssen, wenn wir testen wollen. Tests haben also Priorität - und wenn dann noch etwas übrig bleibt, machen wir vielleicht auch Neuseeland."

Der Makel, den ersten WRC-Sieg nicht aus eigener Kraft errungen zu haben, ärgert ihn aber, obwohl es momentan kaum besser laufen könnte: "Ich habe es früher schon gesagt und ich sage es wieder: Das war nicht die Art und Weise, wie ich meine erste Rallye gewinnen wollte", so der 24-Jährige.

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