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Ogier holt erste WM-Punkte für VW in Mexiko

11. März 2012 - 22:40 Uhr

Trotz des leistungsschwächeren S2000-Boliden konnte Sebastien Ogier drei WRC-Boliden schlagen und in Mexiko die ersten WM-Punkte für Volkswagen erobern

Sebastien Ogier
Sebastien Ogier legte sich auch in Mexiko mit den stärkeren WRC-Boliden an
© Red Bull/GEPA

(Motorsport-Total.com) - Mit einem achten Platz im Gesamtklassement hat das Volkswagen-Werksteam den Test-Einsatz bei der Rallye Mexiko, dem dritten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2012, erfolgreich beendet und wertvolle Erfahrung für den Einsatz des Polo R WRC ab 2013 gesammelt. Sebastien Ogier und Co-Pilot Julien Ingrassia konnten im Ziel drei leistungsstärkere WRC-Autos hinter sich lassen und die ersten vier WM-Punkte einfahren. Pech beim Mexiko-Debüt hatten VolkswagenJunior Kevin Abbring und sein neuer Co-Pilot Frederic Miclotte. Nach guten Auftaktzeiten mussten sie auf der 16. Wertungsprüfung mit technischen Problemen im zweiten Skoda Fabia S2000 aufgeben.

"Mit den extrem steinigen Schotterpisten auf über 2.000 Meter Höhe ist die Rallye Mexiko eine der anspruchsvollsten Rallyes für Mensch und Material", erklärt Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Für die Entwicklung des Polo R WRC haben wir aussagekräftige Messwerte gesammelt. Sebastien und Julien haben einen sehr guten Job gemacht."

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"Schade, dass Kevin und Frederic etwas Pech hatten. Denn bis dahin waren sie erfreulich schnell unterwegs. Großartig ist, wie begeistert die mexikanischen Rallyefans sind. Und es ist ein schönes Gefühl, wenn man spürt, dass die Marke Volkswagen in Mexiko so viele Freunde hat."

Die Rallye Mexiko bot auf 22 Wertungsprüfungen (zwei wurden abgesagt)) und 380 Prüfungskilometern rund um die 1,3-Millionen-Stadt Leon spektakulären Rallyesport vor enthusiastischen Fans. Allein beim zeremoniellen Start in der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Stadt Guanajuato feierten mehr als 65.000 frenetische Zuschauer die Piloten wie Popstars.

"Es ist phantastisch, wenn man durch die engen Gassen und Tunnel an den Fans vorbeifährt. Definitiv die schönste Startstage im ganzen Kalender", schwärmt Ogier. Und Co-Pilot Ingrassia setzte noch einen drauf: "Es ist Gänsehautfeeling pur. Für mich jedes Jahr das tollste Erlebnis im Rallyesport." Aufgrund der frühen Startpositionen hatte Ogier zu Beginn mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen.

"Wenn man immer als einer der ersten Fahrer losfährt, ist noch besonders viel Schotter auf der Piste", so der 28 Jahre alte Franzose. "Außerdem wirkt sich der Leistungsunterschied gegenüber den Turbomotoren hier in Höhen bis zu 2.750 Metern noch stärker aus. Insgesamt bin ich aber zufrieden, weil ich dem Team die ersten WM-Punkte schenken kann. Und 2013 werden wir mit dem Polo R WRC noch weiter vorn mitmischen."

Pech bei Abbring

Volkswagen-Junior Abbring zeigte wie schon in Monaco eine starke fahrerische Leistung. Der junge Holländer war zeitweise ähnlich schnell wie sein Teamkollege Ogier unterwegs, ehe technische Probleme die Hoffnung auf ein gutes Gesamtergebnis beendeten. Zunächst stoppte der Skoda S2000 wegen eines Problems mit der Kraftstoffzufuhr nach der fünften Prüfung am Freitag, wodurch Abbring/Miclotte insgesamt 25 Strafminuten erhielten und ans Ende des Klassements rutschten.

Nach dem Re-Start im Rallye2-Reglement sorgte ein Motorschaden auf der 16. Wertungsprüfung für das endgültige Aus. "Ich bin natürlich enttäuscht, denn bis auf die Probleme waren wir schnell unterwegs", so Abbring. "Meine Zeiten waren nicht weit von Sebastien entfernt und er zählt für mich zu den drei besten Rallyepiloten der Welt. Und auch wenn er durch die ungünstigen Startpositionen Nachteile hatte, bin ich stolz, bei drei Prüfungen schneller gewesen zu sein. Die Zusammenarbeit mit meinem neuen Co-Piloten Frederic hat super geklappt. Jetzt freue ich mich auf Portugal, denn die Rallye liegt mir."

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