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Zitzewitz-Kolumne: "So verdammt weit"

12. Januar 2012 - 22:51 Uhr

Folge drei unserer Dakar-Kolumne: Beifahrer Dirk von Zitzewitz und Pilot Giniel de Villiers sind auf Podestkurs - Aber es ist noch ein langer Weg bis Lima

Dirk von Zitzewitz und Giniel de Villiers
Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz setzten auf ihre gemeinsamen Stärken
© Dirk von Zitzewitz

(Motorsport-Total.com) - Liebe Leser von 'Motorsport-Total.com',

Platz drei, nur vier Tage vor dem Dakar-Ziel in Lima: Das ist unfassbar. Das ist sogar der absolute Hammer. Wir haben es so verdammt weit geschafft, so viel erreicht und so gar nichts gewonnen dabei. Denn verdammt weit - das ist auch das Ziel der Rallye Dakar in Lima. Die Etappen, die da ab morgen auf uns warten, werden unglaublich hart werden und können die Reihenfolge noch einmal kräftig umwirbeln. Da hilft nur eins: Ruhe bewahren. Und vor allem Gegner Nummer eins besiegen: die Rallye selbst.

Was unseren überraschenden Erfolg auch für mich so außergewöhnlich macht, das ist die Tatsache, dass wir als Dritte mit einem schon nach zukünftigen Dakar-Reglement privat aufgebauten Imperial Toyota Hilux, der einen seriennahen Motor statt der reinrassigen Rennmotoren unserer Konkurrenten hat, im Kreise der haushohen Favoriten mitfahren.

Einige haben es auf der Jagd nach Bestzeiten und Gesamtführung übertrieben, haben sich das Material beschädigt und sind über dem Limit von Auto und Besatzung gefahren. Unsere Taktik war es von Beginn an, genau das nicht zu tun, uns in unseren Grenzen zu bewegen und so das Maximum herausholen. Wir haben deshalb konsequent aufgelesen, was für uns liegen gelassen wurde.

Damit es auch am Ende soweit kommt, müssen wir weiter unseren Stiefel durchziehen. Vor uns liegt ein echter Brocken. Etappe zwölf hat viel knackige Dünen im Programm, die sehr klein, aber dafür gemein sein sollen. Dazu gibt es Sand, Sand, Sand. Diese und Etappe 13 müssen wir schadlos überstehen, dann sind unsere Chancen auf das "Podium" wirklich greifbar. Denn die letzte Wertungsprüfung am letzten Tag sind nur 29 eher leichte Kilometer, eine Art Schaulaufen, auf dem sich vermutlich nichts Großartiges mehr ändern wird.

Aber bis dahin ist es noch so verdammt weit,

Euer Dirk

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