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Coma: "Musste gegen viele Faktoren kämpfen"

15. Januar 2012 - 21:30 Uhr

KTM-Fahrer Marc Coma spricht über die Gründe für seine Niederlage gegen Cyril Despres - Die strittige Entscheidung der Rennleitung war schwierig zu akzeptieren

Der Spanier Marc Coma hat seinen Vorjahressieg nicht wiederholen können
© Red Bull/GEPA

(Motorsport-Total.com) - Marc Coma musste sich bei der Dakar seinem KTM-Konkurrenten Cyril Despres geschlagen geben. Das Duell der beiden Ausnahmekönner wurde über zwei Wochen auf Messers Schneide geführt. Die Konkurrenz hatte nie den Funken einer Chance. Die Niederlage Comas ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Bereits am dritten Tag beging der Spanier einen Navigationsfehler und verlor wertvolle Zeit. Anschließend sorgte das Ergebnis der achten Etappe für Diskussionen, denn Despres bekam Zeit gutgeschrieben, die er in einem Schlammloch verloren hatte. Schließlich hatte Coma technische Probleme am vorletzten Tag. Das besiegelte die Niederlage und Platz zwei.

Frage: "Wie fällt dein Fazit nach der Dakar 2012 aus?"
Marc Coma: "Ich finde, es ist positiv. Wir sind gut gefahren und hatten bis zum Ende Siegchancen, obwohl ich über weite Strecken zurücklag. Dann gab es noch die Entscheidung der Rennleitung, die schwierig zu verstehen ist, denn sie haben Cyril Zeit zurückgegeben, die er aufgrund von Problemen verloren hatte. Abgesehen davon bin ich ein sehr gutes Rennen gefahren."

Frage: "Du bist Zweiter geworden und hast fünf Etappen gewonnen. Dein Ziel war der Sieg, also was denkst du über dein Ergebnis?"
Coma: "Das Ziel war der Sieg, aber wenn man das Resultat analysiert, dann sieht man einen zweiten Platz und fünf Siege. Außerdem sind wir im Gesamten ein gutes Rennen gefahren. Ich glaube, wir können zufrieden sein."

Frage: "Mit mechanischen Fehlern muss man immer rechnen. Schmerzt es mehr, wenn sie ganz zum Schluss auftreten?"
Coma: "Es war schon so sehr schwierig noch zu gewinnen, denn es war eine komplizierte Etappe. Über viele Kilometer gab es Dünen, und ich musste die Strecke eröffnen. Es stimmt aber, dass man sich schlecht fühlt, wenn man nicht bis zum Ende kämpfen kann, so wie wir es die gesamte Rallye über getan haben. Das gehört dazu und bei der Dakar ist der technische Aspekt sehr wichtig."

Frage: "Was war an dieser Dakar das Härteste?"
Coma: "Ich hatte manchmal das Gefühl, dass ich gegen viele Faktoren kämpfen musste."

Frage: "Wie anstrengend war die diesjährige Route?"
Coma: "Zu Beginn war es in Argentinien aufgrund der Wetterbedingungen sehr hart. Es herrschten 50 Grad Celsius und die Strecken waren aufgrund des Regens der Vortage aufgebrochen. In Chile waren wir das Terrain eher gewohnt. Jeder wusste mehr oder weniger, was man erwarten durfte. Schließlich hat Peru alle überrascht, denn die Routen waren sehr schwierig. Ich glaube, niemand hat die Schwierigkeiten der letzten Tage erwartet."

Frage: "Wie beurteilst du Joan Pedreros Rennen. Weshalb musste er aufgeben?"
Coma: "Ich bin sehr glücklich mit seinem Job. Ein technischer Defekt sorgte für den Ausfall, aber ich schätze, er ist ein entscheidendes Teammitglied. Dass er aufgeben musste, war ein Rückschlag, weil es ideal ist, seine Unterstützung bis zum Ende zu haben."

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