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Räikkönen: "Bin etwas enttäuscht"

31. Juli 2010 - 20:48 Uhr

Kimi Räikkönen holte vor heimischer Kulisse kein gutes Resultat - Trotzdem hat der Finne wieder wichtige Erfahrung gewonnen

Kimi Räikkönen
Citroën-Pilot Kimi Räikkönen hatte bei der Finnland-Rallye kein Glück
© Red Bull/GEPA

(Motorsport-Total.com) - Viele finnische Fans warteten gespannt auf den Auftritt von Kimi Räikkönen. Bereits im vergangenen Jahr konnte der Formel-1-Weltmeister von 2007 in einem S2000 einige Erfahrungen bei der Finnland-Rallye sammeln. Auf den schnellen und schwierigen Schotter-Strecken fuhr der "Iceman" auch in diesem Jahr konkurrenzfähige Zeiten, doch ein Unfall zerstörte die Hoffnung auf Punkte.

"Abzufliegen ist in Finnland keine gute Idee. Deshalb wollen wir keine Risiken eingehen", sagte Räikkönen nach dem ersten langen Tag, den er auf Rang acht beendete. "Es macht Spaß vor heimischem Publikum zu fahren. Man muss bei dieser Veranstaltung aber immer hoch konzentriert sein, speziell mit dem Aufschrieb."

"Es dauert etwas, bis man seinen Rhythmus gefunden hat und es gibt keinen Raum für Fehler. Ich denke wir haben gute Fortschritte gemacht und ich fühle mich im Auto immer wohler. Vor allem wenn wir eine Prüfung ein zweites Mal fahren. Erfahrung hilft definitiv und davon habe ich nicht viel. Unser Ziel ist ein solider Platz in den Punkterängen."

Soweit ist es aber nicht gekommen. In der ersten Prüfung des entscheidenden Tages verlor der Citroën-Junior neun Minuten, da er zwei Kilometer nach dem Start in einer Böschung hängen geblieben war. Der Finne musste auf Zuschauer warten, die ihn wieder flott machten. In der folgenden Prüfung gingen weitere drei Minuten verloren. Die Stoßstange wurde beim ersten Zwischenfall beschädigt und flog nun davon. Noch dazu gab es zwei Reifenschäden. Da er nur ein Ersatzrad dabei hatte, fuhr Räikkönen mit drei aufgepumpten Pirellis ins Ziel der Prüfung.

Beifahrer Kaj Lindström erklärt die Kommunikation im Cockpit: "Ich spreche eigentlich ständig. Am ersten langen Tag haben Kimi und ich sehr gut mit dem Aufschrieb gearbeitet. Finnland ist die härteste Rallye im Jahr in Bezug auf das Verständnis des Aufschriebs. Ein Fahrer muss viele Informationen in kurzer Zeit aufnehmen können. Da Kimi damit nicht viel Erfahrung hat, ist seine Leistung beeindruckend."

Kein Glück am entscheidenden Tag

Trotzdem kam es gleich in der Früh zu dem Missgeschick. "Wir hatten einfach Pech. Das gehört zum Lernprozess dazu", meint Räikkönen. "Es hat uns einfach in einer rutschigen Kurve erwischt. Da die Rallye nur an zwei Tagen ausgetragen wird, hat man kaum eine Möglichkeit, den verlorenen Boden aufzuholen. Es ging eigentlich nur mehr darum ins Ziel zu fahren."

"Wir haben mit dem Aufschrieb weitere Fortschritte gemacht und viele Kilometer zurückgelegt. Das ist eigentlich das Wichtigste. Natürlich bin ich enttäuscht, denn heute gab es keine Motivation mehr. Das Ziel war es, die Rallye fertig zu fahren. Erfahrung ist einfach alles", kommentiert Räikkönen seinen 25. Platz.

Auch Lindström nimmt das Positive aus Finnland mit. "Wir haben die gute Arbeit in Bulgarien auch hier fortgesetzt. Natürlich ist das ein harter Sport. Man kann eine gute Rallye haben und allen Problemen aus dem Weg gehen, oder an einer relativ langsamen und einfachen Stelle rausfliegen. Das ist uns heute passiert."

"Wir wollten am entscheidenden Tag etwas mehr angreifen. Dazu haben wir nie die Chance bekommen, denn nach dem Unfall war es schwierig, wieder das gleiche Tempo zu gehen. Trotzdem haben wir wieder an Erfahrung dazu gewonnen. Ich hoffe es hat jedem gefallen uns zu beobachten. Es waren sehr viele Leute an den Streckenrändern."

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