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FIA-Weltrat segnet neues Reglement ab

22. Oktober 2009 - 10:48 Uhr

Der FIA-Weltrat hat grünes Licht für einige Neuerungen gegeben - Neues Bonuspunktesystem und Weltrangliste wurden vorerst noch zurückgestellt

FIA-Logo, Jerez, Circuit de Jerez
Die FIA hat nun für einen Großteil der Regeländerungen grünes Licht gegeben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der FIA-Weltrat hat nun einige von der WRC-Kommission vorgeschlagene Regelneuerungen für die WRC-Saison 2010 abgesegnet. Das Ziel ist, den Veranstaltern eine flexiblere Planung zu ermöglichen, den Sport näher an die Fans zu bringen und wieder attraktiver zu machen. Ein paar der Vorschläge haben jedoch noch nicht endgültig grünes Licht bekommen.

Beschlossene Neuerungen:

Künftig gibt es keine minimale oder maximale Begrenzung der Prüfungslängen. Allerdings dürfen zwischen zwei Servicestopps maximal 80 Kilometer an Wertungsprüfungen gefahren werden. Die Gesamtlänge der Wertungsprüfungen bei einem WRC-Lauf wurde modifiziert und liegt nun zwischen 300 und 500 Kilometern.

Bei einer Rallye gibt es einen Haupt-Servicepark. Ein Umzug während der Veranstaltung kann aber von den Organisatoren bei der FIA beantragt werden.

Alle teilnehmenden Fahrzeuge, inklusive der aktuellen WRC-Autos, sind für die Herstellerwertung zugelassen. Eingeschriebene M1-Hersteller müssen bei allen Läufen zwei WRCs einsetzen. Die Fahrzeuge müssen 2009 homologiert worden sein.

Die bisherigen Herstellerteams M2, die nun WRC-Teams genannt werden (zum Beispiel Munchi's), müssen mit einem oder zwei Fahrzeugen (egal welcher zugelassenen Klasse) an mindestens acht WM-Läufen teilnehmen. Einer dieser Läufe muss außerhalb der EU und der Türkei stattfinden. Die Fahrzeuge der WRC-Teams können auch für 2009 homologiert worden sein.

Die Fans sollen künftig noch näher an die Fahrer und Teams herankommen
© xpb.cc

Während der Recce können PR-Aktivitäten angesetzt werden. Zudem haben die Veranstalter die Möglichkeit, spezielle PR-Veranstaltungen einzuplanen, bei denen für Fahrer oder Teams Teilnahmepflicht besteht. Zudem müssen die Crews während der Mittagsservices für Autogrammsessions zur Verfügung stehen.

Die Veranstalter werden dazu ermutigt, die Technische Abnahme zu einer Unterhaltungsveranstaltung für die Fans und Medien auszubauen. Zudem soll der Servicepark so umgestaltet werden, dass die Zuschauer näher an die Action herankommen. Und wenn die Sicherheit gewährleistet ist, werden auch Nachtprüfungen zugelassen. Allerdings darf eine Etappe nicht nur aus Nachtprüfungen bestehen.

Der Shakedown kann künstig auch auf einem Teil einer Wertungsprüfung ausgetragen werden. Die maximal zugelassene Verspätung an einer Zeitkontrolle wurde von 15 auf 30 Minuten erhöht. Am Ende jedes Tages bleibt es jedoch bei einer maximal zugelassenen Verspätung von 30 Minuten.

Fahrzeuge, die von nationalen Verbänden lizensiert wurden und die den Anforderungen der WRC entsprechen, können in einer Nationalen Klasse antreten. Meldeschluss ist für alle WM-Läufe vier Wochen vor dem Start der Veranstaltung.

Diskutiert, aber zurückgestellt:

Folgende Vorschläge wurden vom FIA-Weltrat diskutiert, haben jedoch noch kein grünes Licht bekommen:

Eine Änderung der Hersteller- in eine Teammeisterscheisterschaft erscheint sinnvoller für das Jahr 2011, wenn das neue technische Reglement der WRC eingeführt wird.

Die Frage, ob der Shakedown auch zu einer Fan- und Medienveranstaltung werden soll, wird weiter diskutiert. Gleiches gilt für den Vorschlag, den Shakedown zu einer Art "Qualifying" für die Topteams zu machen, bei dem die Startpositionen für die Läufe vergeben werden.

Die Möglichkeit, zwei Reifencompounds einzuführen, wird weiter mit Exklusivausrüster Pirelli besprochen.

Teams und WRC-Kommission haben zugestimmt, dass langfristig normales Tankstellenbenzin als Kraftstoff eingesetzt wird. Allerdings muss das noch näher definiert werden. So muss zum Beispiel noch besprochen werden, ob es einheitliche Oktanzahlen gibt und welche.

Auch die Einführung eines Podiums am Abend jedes Rallyetages wurde zurückgestellt, bis die Frage geklärt ist, ob es ein Bonuspunktesystem statt des bisherigen SuperRally-Systems geben soll. In diesem strittigen Punkt gibt es noch keine Einigung.

Um die angedachte Rallye-Weltrangliste einzuführen, sind weitere Studien nötig, in denen geprüft werden soll, wie sich eine solche Weltrangliste mit dem Punkte-System vereinbaren lässt.

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