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Chandler: "Neuerungen brauchen ihre Zeit"

04. Juli 2009 - 14:29 Uhr

Kommissions-Präsident Morrie Chandler glaubt nicht, dass die Veranstalter ihre neuen Freiheiten gleich vom Start der Saison 2010 ab umfangreich ausnutzen

Morrie Chandler
Morrie Chandler rechnet mit einer schrittweisen Umsetzung der Vorschläge
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ein wichtiger Punkt, den der FIA-Weltrat auf seiner jüngsten Sitzung in Sachen WRC beschlossen hat, sind die neuen Freiheiten für die Veranstalter. WM-Läufe dürfen ab der Saison 2010 zwischen 300 und 500 Kilometer lang sein, die Dauer ist von zwei bis vier Tagen variabel, Nachtprüfungen und weitere Remote-Services sind zugelassen. Doch WRC-Kommissions-Präsident Morrie Chandler, der diese Vorschläge eingebracht hatte, glaubt nicht, dass sie so schnell umgesetzt werden.

"Die Veranstalter sind begeistert von ihren neuen Freiheiten", wurde Chandler von 'Autosport' zitiert. Doch er geht davon aus, dass die Zeitpläne für die Läufe in der ersten Saisonhälfte 2010 schon weitgehend feststehen. "Ich denke, dass die Neuerungen Schritt für Schritt umgesetzt werden", erklärte der Kommissions-Präsident.

"Jetzt werden sich die Veranstalter die Neuerungen erst einmal näher anschauen und dann werden sie sich an die Planung machen", so Chandler. "Danach erst werden sie feststellen: 'Moment mal, wir können am Donnerstagnachmittag mit zwei Prüfungen anfangen, dann am Abend noch ein paar Prüfungen machen und dann am Samstag oder frühen Sonntagmorgen aufhören. Dann können wir mitten in dieser Stadt einen Service machen und auch noch die Oberflächen mischen und dies und jenes tun.' Ich denke, dass sich die Veranstalter einen Teil ihrer neuen Freiheiten nehmen werden, aber im ersten Jahr nicht alle auf einmal."

Wichtig sei nun einfach, dass der Weltrat die Weichen richtig gestellt hat, um aus den WRC-Läufen wieder richtige Spektakel zu machen. "Es dreht sich alles um die Abwechslung", erklärte Chandler. "Man bekommt jetzt bei jedem Lauf etwas anderes geboten, weil die Events so unterschiedlich sein können. Alles soll einfach viel offener werden."

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