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Brasilien: Sainz gewinnt Chaos-Etappe

03. Juli 2009 - 10:24 Uhr

Carlos Sainz übernahm am vorletzten Tag der Rallye dos Sertões wieder die Führung - Kurioser Zwischenfall mit den anderen Volkswagen

Carlos Sainz
Carlos Sainz hat sich in Brasilien die Gesamtführung zurückgeholt
© Volkswagen

(Motorsport-Total.com) - Mit dem vierten Etappensieg bei der Rallye dos Sertões hat das Volkswagen-Werksduo Carlos Sainz/Lucas Cruz Senra die Führung übernommen. Auf der neunten Etappe der Marathon-Rallye durch Brasilien meisterten Sainz/Cruz Senra die anspruchsvolle Route von Juazeiro do Norte nach Caicó mit der Tagesbestzeit und verdrängten damit Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk, die Prüfungszweite wurden, auf die zweite Gesamtposition.

Das Duo, das ebenfalls einen 280 PS starken Race Touareg aus Wolfsburg steuert, verpasste in Führung liegend kurz vor Etappenende einen Abzweig, wendeten auf dem schmalen Schotterpfad und kollidierte anschließend mit dem dritten Volkswagen-Duo Maurício Neves/Eduardo Bampi, das ebenfalls den Abzweig verpasst hatte. Beide Gespanne verloren einige Minuten Zeit, beendeten die Etappe aber auf den Plätzen zwei und drei.

"Der heutige Tag war ebenso spannend und anspruchsvoll wie der gestrige", sagte Volkswagen-Motorsportchef Kris Nissen. "Alle drei Race Touareg liefen heute wieder einmal perfekt. Die Rallye dos Sertões hat sich aber heute wieder einmal als teilweise härter als die 'Dakar' gezeigt. Dass wir technisch einwandfrei trotz großen Anspruchs die Prüfungen absolvieren, stimmt mich optimistisch für die kommende Rallye Dakar in Südamerika."

"So etwas kann, darf aber nicht passieren."
Timo Gottschalk

"Ein unglaublich ereignisreicher Tag", bilanzierte Sainz. "Wir haben uns heute einen schleichenden Plattfuß eingefangen und mussten den Reifen wechseln. Dabei ist Nasser Al-Attiyah vorbeigezogen. Wir blieben dicht dahinter, doch als Nasser Al-Attiyah und sein Beifahrer Timo Gottschalk einen Navigationsfehler gemacht haben, waren wir wieder vorn. Kompliment an meinen Co-Piloten Lucas Cruz Senra, der die Übersicht behalten hat."

"Die Etappe verlief bis kurz vor Ende absolut positiv für uns. Wir sind zwischenzeitlich an Carlos Sainz vorbeigezogen, und hatten so die zwei Minuten Startdifferenz bereits gut gemacht. Dann haben wir uns verfahren", ärgerte sich Al-Attiyah. "Als wir drehten und zurückfuhren, sind wir frontal mit Maurício Neves zusammengestoßen, die ebenfalls falsch unterwegs waren. Wir sind dann langsam ins Ziel gefahren. Das ist schade, kann in unserem Sport aber passieren."

"Ein kurioser Zwischenfall hat uns heute den Etappensieg gekostet. Wir haben 15 Kilometer vor Schluss einen Abzweig falsch eingeschätzt, mussten später wenden und zurück fahren", schilderte Co-Pilot Gottschalk. "Da wir Maurício Neves nicht rechtzeitig kommen sahen, sind wir mit im zusammengestoßen. So etwas kann, darf aber nicht passieren."

"Heute hat sich ein absolut positiver Tag kurz vor Schluss in einen nicht ganz so guten verwandelt", gab Neves zu Protokoll. "Die Prüfung war sehr schnell, mit schmalen Pfaden und Schotterabschnitten. Wir waren gut unterwegs, wie ich hörte, sogar zwischenzeitlich in Führung. Dann passierte dieser Zwischenfall - leider können wir ihn nicht mehr rückgängig machen."

Zwischenstand nach der neunten Etappe:

01. Carlos Sainz/Lucas Cruz Senra (Volkswagen) - 28:09.43,4 Std.
02. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Volkswagen) + 3.59,0 Min.
03. Jean Azevedo/Youssef Haddad (Mitsubishi) + 3:40.22,4 Std.
04. Roberto Reijers/Marcos Almeida (Ford) + 5:20.01,5 Std.
05. Felipe Bibas/Emerson Cavassi (Mitsubishi) + 5:41.40,6 Std.
06. Maurício Neves/Eduardo Bampi (Volkswagen) + 6:00.38,3 Std.
07. Luiz Facco/Silvio Deusdará (Mitsubishi) + 6:05.24,7 Std.
08. Richard Vaders/A. Spacassassi (Sherpa) + 7:38.48,9 Std.
09. Jarbas de Castro/W. von Schmidt (Sherpa) + 7:39.11,0 Std.
10. Antonio Franciosi/Rafael Capoani (Sherpa) + 8:49.21,3 Std.

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