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Baja 500: Erst Party, dann Wüstenaction

04. Juni 2009 - 12:41 Uhr

Die Fans feiern bei der Baja 500 in Mexiko ein riesiges Volksfest, das beginnt schon bei der Technischen Abnahme - Diesmal auch Andi Aigner im AGM-Buggy

Baja 500
Die Technische Abnahme bei der Baja 500 gleicht einem riesigen Volksfest
© armin-schwarz.com

(Motorsport-Total.com) - Armin Schwarz und das Team All German Motorsports sind wieder in der mexikanischen Wüste. Dort steht an diesem Wochenende (5. bis 7. Juni) die Baja 500 im Rahmen der amerikanischen SCORE-Meisterschaft an. AGM hat wieder zwei Class-1-Buggys im Einsatz. Den einen 640-PS-Boliden pilotieren wie gehabt Armin Schwarz und Martin Christensen durch die Wüste. Im anderen "Wüstenmonster" gibt Produktionswagen-Weltmeister Andreas Aigner sein Baja-Debüt. Er fährt zusammen mit Armin Kremer.

"Sein Fahrtalent ist über jeden Zweifel erhaben", sagte Schwarz über Baja-Neuling Aigner. "Zudem kann sich Andy schnell auf neue Aufgaben einstellen. Ich bin zuversichtlich, dass er eine echte Verstärkung sein wird." Bei der Streckenbesichtigung hatte Aigner zudem Gelegenheit, sich auf seinen neuen Untersatz und auf die beinharten Wüstenstrecken einzustellen.

Für das Team beginnt mit der Baja 500 die zweite Saisonhälfte. An den Buggys wurde alle Aufhängungsteile erneuert, in einigen Details wurde noch nachgebessert, Motoren und Getriebe wurden überholt. Damit ist man bei AGM gerüstet für die Extrem-Rallye, bei der sich heftige Schotterstrecken mit steinigen "Singletrails" und tiefen Sandpisten abwechseln. Laut Schwarz haben die Pisten Härtegrad 10, "schlimmer geht es kaum". Dabei müssen die Buggys die Distanz von zwei kompletten WRC-Läufen einigermaßen heil überstehen.

"Eine Riesengaudi, eine Mischung aus Oktoberfest und 24 Stunden Rennen von Le Mans unter der Pazifiksonne."
Armin Schwarz

Bevor es jedoch auf den Wüstenritt geht, beginnt im Startort Ensenada an der mexikanischen Küste schon die Party. Die Fans verwandeln bereits die Technische Abnahme in eine Art Volksfest. "Schon bei Sonnenaufgang wimmelt der Costero Boulevard von Menschen. Der Bürgermeister ist selbstverständlich ein Freund des Motorsports und hat den Boulevard für den Verkehr gesperrt, damit sich die Fans und Rennteams ungestört ihrer Begeisterung hingeben können", beschreibt Schwarz.

Diese Begeisterung ist groß. Fast 400 Teilnehmer fahren an diesem Wochenende mit. Alle müssen ihre Rennwagen über den Boulevard zur Abnahme schieben. "Wer sich hier nicht vor Sonnenaufgang in die Schlange einreiht, der sollte sechs Stunden Schiebezeit einkalkulieren, bevor er sich der fünfminütigen Abnahme unterwerfen kann", so Schwarz.

Die so genannte "Contingency Row" und die Technische Abnahme seien für alle Beteiligten "eine Riesengaudi, eine Mischung aus Oktoberfest und 24 Stunden Rennen von Le Mans unter der Pazifiksonne", so Schwarz. "Das Fest dauert bis spät in den Abend, und nicht jeder Fan, der tagsüber aus lauter Begeisterung reichlich Margaritas und Cervecas getankt hat, wird am Samstagmorgen erleben, wie die Motorräder und ATV ab sechs Uhr in die Wüste geschickt werden."

Die Buggys und Trucks folgen ab zehn Uhr: "Martin und ich starten als zweites Buggy-Team hinter 24 Trophy Trucks. Andreas und Armin folgen acht Startplätze später", so Schwarz. Vor ihnen liegen dann etwa zehn Stunden reine Fahrzeit durch die Wüste.

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