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"Fotofinish": VW-Stimmen zur vierten Etappe
Mit dem hauchdünnen Vorsprung von sechs Sekunden hat Carlos Sainz bei der Rallye Dakar seinen zweiten Etappensieg geholt, trotz eines Reifenschadens
(Motorsport-Total.com) - In einem spannenden Duell hat sich Volkswagen auf der vierten Etappe der Rallye Dakar durchgesetzt und den zweiten Tagessieg erzielt. Carlos Sainz/Michel Périn wechselten sich im Race Touareg auf der Prüfung von Jacobacci nach Neuquén im Westen von Argentinien im Zweikampf mit Nasser Al Attiyah/Tina Thörner an der Spitze ab. Trotz eines schleichenden Reifenschadens auf den letzten Kilometern der Wertungsprüfung, die sich durch Trial-artige Abschnitte, Fahrten durch ausgetrocknete Flussbetten und einen vergrößerten Offroad-Anteil von den Tagen zuvor unterschied, gewann das Volkswagen Duo mit sechs Sekunden Vorsprung. Damit führt Sainz den berühmten Wüstenklassiker am dritten Tag in Folge an und vergrößerte seinen Vorsprung vor dem X-Raid BMW Fahrer auf 3:46 Minuten.
Wie intensiv das Duell war, beweist der Umstand, dass sich Sainz und Al-Attiyah auf der 488 Kilometer langen Tagesetappe im Duell um die Führung um mehr als zwei Minuten vom besten Verfolger absetzten. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz wahrten in einem weiteren Volkswagen Race Touareg als Tagessechste den dritten Rang in der Gesamtwertung. Mark Miller/Ralph Pitchford gelang auf der steinigen Prüfung, die von über 1.300 Metern Höhe bis auf 300 Meter über dem Meeresspiegel abfiel, die viertbeste Etappenzeit.

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Unverändert liegen damit drei Volkswagen Piloten unter den ersten sechs Teams in der Gesamtwertung. Dieter Depping/Timo Gottschalk in einem vierten Race Touareg folgten nach zwei Reifenschäden und den damit nötig gewordenen Stopps zum Reifenwechseln mit 12.49 Minuten Abstand auf Sainz/Périn in der Tageswertung auf Rang elf. In der Gesamtwertung verbesserten sich die Deutschen um zwei Plätze auf die 13. Position.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor): "Auch zu Tag vier können wir sagen: Für Volkswagen ist es erneut gut gelaufen. Ich bin unheimlich stolz auf die gesamte Truppe, aber auch auf unsere Fahrer, die bei dieser 'Dakar' bisher einen hervorragenden Job machen. Carlos Sainz und Nasser Al-Attiyah sind im Moment die Schnellsten im Feld, aber auch hinter den beiden bleiben die Teams dicht zusammen. Mein Fazit nach vier Tagen: Wir erleben bislang eine der spannendsten 'Dakar' aller Zeiten. Und schon jetzt ist klar: Es war eine gute Idee, mit dieser Rallye nach Argentinien und Chile umzuziehen."
Sainz' Duell gegen Al-Attiyah
Carlos Sainz: "Der heutige Tag verlief wirklich sehr spannend. Wir haben während der Prüfung den vor uns gestarteten Nasser Al-Attiyah im BMW eingeholt, ihn später sogar überholt. Doch gegen Ende wurde es noch einmal spannend, weil wir uns einen schleichenden Plattfuß eingefangen haben. Wir haben uns entschlossen, ohne Wechsel weiterzufahren, mussten aber einmal anhalten, um noch einmal mehr Luft in den Reifen zu pumpen. Es hat gereicht: 0,8 bar hatte der Reifen im Ziel und wir sechs Sekunden Vorsprung."
Giniel de Villiers: "Heute war es ein sehr interessanter Tag für uns. Es begann gut und alles in allem verlief es fast perfekt. Allein an einer Stelle haben wir uns kurz verfahren und gerieten in eine Sackgasse. Es war schwierig, von dort den rechten Weg wiederzufinden. Das hat uns natürlich ein paar Minuten gekostet. Der Race Touareg hat bisher alle Strapazen gut überstanden. Das ist gut zu wissen, denn die Tage werden immer härter und die größten Aufgaben liegen bei dieser Rallye definitiv noch vor uns."
Dieter Depping: "Der heutige Tag lief nicht ganz so rund wie die letzten beiden. Wir haben zwölf Minuten im Vergleich zur Spitzengruppe eingebüßt, doch angesichts zweier Reifenschäden bin ich mit diesem Ergebnis immer noch zufrieden. Abgesehen von diesen Gründen, die immer wieder auftreten können, läuft der Race Touareg wie ein Uhrwerk."
Mark Miller: "Mit Platz vier bin ich mehr als zufrieden. Ein guter Tag! Denn ich bleibe bei meiner Taktik: Auf den ersten Wertungsprüfungen wollen wir nicht zu viel riskieren. Die schwersten Tagesabschnitte kommen noch, obwohl die Etappen bereits täglich anspruchsvoller werden. Doch angesichts vieler Steine am Rande der Strecke wollten wir das Risiko eines Reifenschadens mit zu harter Gangart nicht eingehen. Jetzt gilt es, in Schlagweite zur Spitze zu bleiben - das ist uns gelungen."












