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Dakar: Marathon auch für Mechaniker und Ingenieure

06. Januar 2009 - 20:57 Uhr

Drei Fragen an Volkswagen-Teammanager Peter Utoft: Das Team arbeitet 20 Stunden am Tag für den Erfolg bei der berühmten Rallye Dakar

Volkswagen Race Touareg
Damit die Race Touaregs gut durch die Etappen kommen, wird hart gearbeitet
© Volkswagen

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Für Fahrer und Beifahrer gilt die aktuelle Rallye Dakar als eine der größten Herausforderungen. Was macht die 'Dakar' für die Organisation des Teams so besonders?"
Peter Utoft: "Auch Mechaniker und Ingenieure haben täglich einen echten Marathon zu bewältigen. Durchschnittlich 800 Kilometer stehen für die Besatzungen der Service-Fahrzeuge auf dem Programm. Schon um 4:00 Uhr ist deshalb jeden Morgen Abfahrt, damit die Wartung der Rennautos im nächsten Biwak rechtzeitig beginnen kann. Die Arbeiten dauern dann nicht selten bis Mitternacht - da ist nur wenig Zeit für Schlaf."

Frage: "An welchen Stellschrauben kann man als Teammanager drehen, um die Belastung für die Techniker und Ingenieure so gering wie möglich zu halten?"
Utoft: "Um möglichst auch auf den langen Service-Routen maximale Sicherheit für die Crew zu gewährleisten, haben wir festgelegt, dass pro Fahrzeug ein Mitglied mindestens sechs Stunden Schlaf erhält. Zudem bleibt täglich eine kleine Crew bis unmittelbar vor der Etappe bei den Race Touareg. Jeden Tag ist eine andere Crew damit betraut - das hat den Vorteil, dass sie an diesen Tagen länger schlafen kann. Aber auch den Nachteil, dass sie später im nächsten Biwak eintrifft."

Frage: "Welchen Anteil kann eine gute Organisation am Erfolg der Rallye-Fahrer haben?"
Utoft: "Ein gutes Teammanagement muss dafür sorgen, dass jedes Crewmitglied zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Und auch die Zufriedenheit der Mechaniker liegt uns am Herzen. Nur wer möglichst viel Schlaf hat, sich mit seinen Kollegen gut versteht und dazu von unserem eigenen Koch stets gutes Essen bekommt, geht auch motiviert an seine Arbeit. Auch die einzelnen Arbeitsabläufe sind dabei ein wichtiges Kriterium. Jeder muss wissen, was er im Biwak zu tun hat. Das funktioniert in diesem Jahr in unserem Team auch ohne große Worte. Ich denke, dass wir uns in diesem Bereich wieder weiterentwickelt haben."

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