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Steigt nach Suzuki auch Subaru aus?

15. Dezember 2008 - 22:52 Uhr

Gerüchten zufolge könnte kurz nach Suzuki auch Subaru aus der Rallye-WM aussteigen - David Richards deutet Veränderungen an

Subaru Impreza
Die dunkelblauen Subaru-Boliden sind fester Bestandteil der Rallye-WM
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Erst heute Morgen hat Suzuki nach nur einem Jahr den Ausstieg aus der Rallye-WM bekannt gegeben, doch wie 'Motorsport-Total.com' erfahren hat, könnte sich noch diese Woche ein weiterer Hersteller zurückziehen. Angeblich gibt es bei Subaru ernsthafte Überlegungen, das werksseitige Engagement zu beenden.

Mutterkonzern Toyota leidet besonders stark an der Weltwirtschaftskrise, was zu einem radikalen Sparkurs führen dürfte. Da Subaru in der Rallye-WM seit dem Fahrertitel durch Petter Solberg im Jahr 2003 nichts mehr gerissen hat, könnte das Programm dem Rotstift zum Opfer fallen. Zumindest sickerte heute durch, dass das ursprünglich geplante Comeback von Marcus Grönholm an der Finanzierung scheitern könnte.

Ausgaben müssen reduziert werden

David Richards, dessen Unternehmen Prodrive Subarus Einsätze in der Rallye-WM betreut, weiß, dass die Lage ernst ist: "Alle Formen des Motorsports, nicht nur die Rallye-WM, müssen derzeit hinsichtlich der Engagements von Herstellern besorgt sein. Solange die Hersteller auf dem Markt unter solchem finanziellen Druck stehen, müssen sie alle überflüssigen Ausgaben vermeiden", sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters'.

Richards, früher als Teamchef von Benetton und BAR auch in der Formel 1 präsent und erst kürzlich mit seinem eigenen Formel-1-Projekt am Verbot von Kundenautos gescheitert, sieht im möglichen Ausstieg von immer mehr Herstellern jedoch keinen Todesstoß für die Rallye-WM. Als er selbst als Copilot von Ari Vatanen Weltmeister wurde, seien schließlich auch nur Ford und FIAT gegeneinander angetreten. "Trotzdem war es toller Sport", so Richards.

Selbst wenn sich Subaru werksseitig zurückziehen sollte, könnte Prodrive weiterhin auf Kundenbasis World-Rally-Cars einsetzen. Allerdings wären dann mit Citroën und Ford nur noch zwei Automobilhersteller werksseitig engagiert - und selbst Ford ist mittelfristig nicht vor Konsequenzen gefeit, schließlich gehören die Amerikaner zu jenen Automobilkonzernen, die sich bei der US-Regierung um milliardenschwere Rettungspakete anstellen.

Absatzeinbruch noch im Rahmen

Ichiro Kudoh und David Richards
David Richards könnte von Partner Subaru im Stich gelassen werden
© xpb.cc

Dass Subaru offenbar über einen Ausstieg nachdenkt, kommt hingegen eher überraschend, schließlich waren die US-Verkaufszahlen für November im Vergleich zu direkten Konkurrenten durchaus positiv: Zwar brachen die Absätze um acht Prozent ein, doch auf das ganze Jahr gesehen liegt Subaru in den USA immer noch mit einem Prozent im Plus. Am besten verkauft sich übrigens das Modell Impreza, das auch in der Rallye-WM vertreten ist.

Die Rallye-WM fährt derzeit generell einen Sparkurs, um der Weltwirtschaftskrise gegenzusteuern. So wurde der 2009er-Kalender von 15 auf zwölf Veranstaltungen abgespeckt, um die Kosten zu senken, und 2010 wird das kostengünstigere S2000-Format eingeführt, das Subaru mangels eines passenden Modells nicht gerade liegen würde. Eine offizielle Bestätigung für das Ende des Engagements steht allerdings noch aus.

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