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Prodrive: Comeback bereits 2010?

16. Dezember 2008 - 11:13 Uhr

Der Schock des Subaru-Ausstiegs muss erst einmal verkraftet werden, doch David Richards denkt schon jetzt an ein Comeback

David Richards
David Richards muss die Auswirkungen des Rückzugs in Grenzen halten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit dem Ausstieg von Subaru wurde heute gezwungenermaßen auch das Rallye-WM-Programm von Prodrive beendet, denn das Unternehmen von David Richards war bekanntlich für die Subaru-Einsätze verantwortlich. Naturgemäß reagierte man in Banbury enttäuscht über die Mitteilung des Subaru-Mutterkonzerns Fuji Heavy Industries.

"Der Ausstieg aus der Rallye-WM ist ein großer Verlust, denn Subaru zählt zu den Ikonen dieses Sports", erklärte Richards in einer ersten Stellungnahme. "Das Subaru-Team hat große Champions wie Colin McRae und Richard Burns hervorgebracht und seine Abwesenheit werden viele auf der ganzen Welt spüren." Immerhin haben Prodrive und Subaru gemeinsam sechs WM-Titel gewonnen.

Aber: "Jetzt richten wir unseren Blick auf die Zukunft", so der ehemalige Formel-1-Teamchef. Das bedeutet zunächst einmal die Sicherung der Arbeitsplätze: Zwar hat sich Prodrive in den vergangenen Jahren auch abseits der Kooperation mit Subaru breit aufgestellt, doch das Rallye-WM-Programm macht immer noch 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das gilt es nun abzufedern.

"So viele Mitarbeiter wie möglich" sollen aus dem Rallyesport in andere Unternehmensbereiche verschoben werden, etwa in den Automobil-, Verteidigungs-, Marine- oder Luftfahrtsbereich. Außerdem hat Prodrive in den vergangenen Jahren annähernd 500 Rallyeautos an über 400 private Kunden verkauft. An diesem Geschäft soll sich in Zukunft nichts ändern.

Vor allem aber könnte die kostengünstige S2000-Formel ab 2010 den Weg für ein Comeback des Unternehmens ebnen: "Die neuen technischen Regeln eröffnen Prodrive eine Gelegenheit, mit einem Team in die Rallye-WM zurückzukehren, das auf 24 Jahre Erfahrung und Erfolg in der Weltmeisterschaft aufbauen kann", hieß es heute Morgen in einer offiziellen Stellungnahme.

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