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Loeb will siebten Sieg, Burkart auf das Podium

08. August 2008 - 14:54 Uhr

Sébastien Loeb will bei der Deutschland-Rallye die WM-Führung übernehmen, Junior Aaron Burkhart beim Heimspiel die Weichen für die Zukunft stellen

Sébastien Loeb
Sébastien Loeb ist das Feiern unter der Porta Nigra inzwischen gewöhnt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Kampf um die Weltmeisterschaft tobt weiter: Bei der Rallye Deutschland (14.- bis 17. August) kann Rallye-Dominator Sébastien Loeb wieder die Führung in der Fahrerwertung übernehmen. Loeb erzielte im Citröen C4 WRC am vergangenen Wochenende in Finnland zwar seinen 42. WM-Erfolg und gleichzeitig sechsten Saisonsieg, doch der Ford-Finne Mikko Hirvonen führt weiterhin die Fahrerwertung an. "In Deutschland setze ich ohnehin den Joker", verspricht Loeb optimistisch, der die Rallye Deutschland seit 2002 bereits sechsmal in Folge gewann und die Serie auf sieben Siege ausbauen möchte.

Doch sein schärfster Rivale Hirvonen wirkt keineswegs demotiviert: "Beim deutschen WM-Lauf muss Loeb mit extrem starkem Gegendruck rechnen. Nicht nur von mir und meinen Ford-Stallgefährten, sondern auch von Subaru und eventuell sogar von seinem Teamkollegen Dani Sordo."

Die deutsche Rallye-Legende Walter Röhrl hält Naturtalent Loeb zwar für den Prototyp eines Weltklasse-Fahrers, doch bei den heutigen Rallyes werden selbst kleinste Fehler nicht verziehen. "Bei früheren Rallyes wurde mehr Wert auf Zuverlässigkeit und Ausdauer gelegt - wir fuhren erheblich längere Strecken und mehr Bestzeitprüfungen. Heute sind die WM-Läufe eine Aneinanderreihung von mehreren Mini-Rennen, wo hauchdünn um Zehntelsekunden und keineswegs mehr wie früher um Sekunden oder wie bei einer Safari-Rallye gar um Minuten gerauft wird", urteilt der zweifache Weltmeister aus Regensburg.

Für Burkhart geht es um die Zukunft

Mittendrin in diesem Tanz auf der Rasierklinge steckt auch der Berliner Aaron Burkart (26), der bei der finnischen Runde in der Junioren-WM aufgrund von Getriebe- und Kupplungsproblemen "nur" den vierten Rang erreichte und nun eine klare Ansage für die Rallye Deutschland macht: "Rund um Trier muss wieder ein Podiumsplatz herausspringen."

Der momentan auf dem vierten Gesamtplatz der Junioren-WM rangierende Burkart schätzt den Tschechen Martin Prokop und den Franzosen Sébastien Ogier beim deutschen Schlagabtausch als stärkste Mitbewerber ein: "Gegen die beiden muss ich mein ganzes Fahr-Potenzial aktivieren, selbst wenn ich glaube, dass sich das Junior-Championat erst bei den beiden letzten Läufen in Spanien und auf Korsika wirklich entscheiden wird. Doch für mich geht's jetzt rund um Trier schon um meine Zukunft als Fahrer."

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