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Wilsons Radl-Marathon

24. Juni 2008 - 17:13 Uhr

Die einen testen, die anderen strampeln: Stobart-Pilot Matthew Wilson radelt derzeit mit Co-Pilot Scott Martin für den guten Zweck quer durch Großbritannien

Matthew Wilson
Matthew Wilson: Aus dem Rallyecockpit aufs Fahrrad gewechselt
© Stobart

(Motorsport-Total.com) - Während Citroën sich in den Weinbergen um Trier auf die Deutschland-Rallye vorbereitet, Ford-Pilot Mikko Hirvonen in Spanien testet und sein Teamkollege Jari-Matti Latvala Fahrstunden auf Asphalt nimmt, hat Stobart-Youngster Matthew Wilson das Arbeitsgerät gewechselt. Der 21-Jährige radelt derzeit mit seinem Co-Piloten Scott Martin quer durch Großbritannien - unter dem Motto "End 2 End 2008".

Ihr Weg führt die beiden über insgesamt 1.536 Kilometer - von Land's End in Cornwall nach John O'Groats an der Nordostspitze Schottlands. Der Ausdruck "Von John O'Groats nach Land's End" ist in Großbritannien übrigens ebenso ein Synonym für die Gesamtausdehnung des Landes wie in Deutschland der Ausdruck "Von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen". Wilson und Martin haben den Weg in die entgegensetzte Richtung aufgenommen. Geplant ist, dass sie die Distanz in neun Tagen schaffen. Das Ganze dient dem guten Zweck: Mit der Radtour sollen Spenden gesammelt werden für die "Richard Burns Foundation" und die "Great North Air Ambulance".


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Am Wochenende sind Wilson und Martin in Land's End losgefahren - und Wilson gab zu, richtig nervös gewesen zu sein: "Als wir mit den Fahrrädern heruntergefahren sind zum Startpunkt, dachte ich: 'Ich bin normalerweise nicht so nervös, wenn ich in eine Rallye starte!' Aber sobald wir dann gefahren sind, war alles gut", sagte Wilson gegenüber 'autosport.com'.

"Am dritten Tag wird dir klar, wie weit du noch fahren musst."
Matthew Wilson

Am härtesten sei bisher der dritte Tag von Bristol nach Shrewsbury gewesen, berichtete der Stobart-Pilot: "An den ersten beiden Tagen bist du noch euphorisch und aufgeregt, aber am dritten Tag wird dir klar, wie weit du noch fahren musst. So war es ein bisschen."

Zu schaffen machen ihm auch ein bisschen die Anstiege - am dritten Tag musste das Duo den bisher größten Berg bewältigen, und auch entlang der A30 ging es leicht, aber stetig aufwärts: "Man hat nach oben geschaut und so weit man sehen konnte, ging es nur bergauf." Seinen Beinen gehe es noch ganz gut, auch wenn sie etwas müde seien, so Wilson, "und mein Allerwertester ist ein bisschen..."

"So weit man sehen konnte, ging es nur bergauf."
Matthew Wilson

Die Tagesetappen sind genau eingeteilt. Am Morgen werden 40 Kilometer gefahren, dann gibt es eine Pause und eine Tasse Tee. Nach weiteren 40 Kilometern gibt es Mittagessen und so weiter. "Wir müssen ja auch navigieren, deshalb haben wir die Route in 40-Kilometerabschnitte unterteilt, die wir dann jeweils auf unser GPS laden", berichtete Wilson.

Wenn die beiden bis dahin durchhalten, werden sie am Sonntag, den 29. Juni in John O'Groats erwartet. Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite zur Radtour www.end2end2008.com. Dort kann man auch online spenden.

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