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Red-Bull-Team im Freudentaumel

01. Juni 2008 - 20:46 Uhr

Andreas Aigner feierte in Griechenland den zweiten Sieg der Saison - Bernardo Sousa holte seinen ersten Podiumsplatz in der P-WRC

Andreas Aigner
Andreas Aigner konnte auch in Griechenland in der P-WRC gewinnen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Grundstein war schon gestern Abend gelegt. Mit Andreas Aigner auf Rang eins und Bernardo Sousa auf Rang zwei lagen bei der Rallye Griechenland beide Red-Bull-Piloten auf Podiumskurs in der P-WRC. Dann jedoch überschlugen sich heute Vormittag die berühmten Ereignisse: Aigner erlitt an seinem Mitusbishi auf der 14. Prüfung einen Differenzialschaden - das Öl war ausgelaufen. Der junge Steirer schleppte sich und sein angeschlagenes Auto über zwei weitere Prüfungen zum Service. Fast zwei Minuten Zeitverlust waren die Folge, aber Aigner und Co-Pilot Wicha konnten die Rallye fortsetzen - mit 30 Sekunden Vorsprung auf Martin Rauam und einem neuen Differenzial an Bord.

Sousa hingegen übertrieb es ein wenig auf der 16. Prüfung, war etwas zu schnell auf einer Kuppe und demolierte den Unterboden am Mitsubushi mit der Nummer 42. Auch das Auto des Portugiesen wurde im Service generalüberholt. Beide Teams konnten die letzten vier Prüfungen in Angriff nehmen - und stabilisierten sich und ihre Fahrt schon auf der 17. Prüfung.

Nach 17 von 20 Sonderprüfungen hatte Aigner weiter 30 Sekunden Vorsprung auf Rauam - Sousa lag auf Platz in der P-WRC, 20 Sekunden hinter Rauam und 30 Sekunden vor Armindo Araujo. Und in der Folge konnten die beiden Red-Bull-Teams ihren Vorsprung sogar wieder ausbauen. Nach 20 Sonderprüfungen stand es fest: Erstmals standen die beiden Red-Bull-Teams auf dem Podium. Aigner konnte nach Argentinien nun auch die P-WRC in Griechenland gewinnen und Sousakam bei der vielleicht schwersten Rallye im Kalender auf den hervorragenden dritten Platz.

"Im Vorjahr wurden wir hier Zweite, standen erstmals auf dem Podium - und heuer der erste Sieg, den wir wirklich alle erkämpft haben", so Aigner. "Ich habe nie aufgegeben, immer versucht so schnell wie möglich - ohne Risiko zu nehmen - die Rallye zu beenden. Nach dem Fehler gleich zu Beginn, nach den heutigen technischen Problemen ist dies ein tolles Erlebnis und auch Ergebnis für das ganze Team!"

"Das war sicher meine schwierigste, aber auch beste Rallye meines Lebens", freute sich Sousa. "Ich kann es noch gar nicht fassen - ich bin auf dem Podium bei einem WM-Lauf, unglaublich. Ich habe nach meinem Fehler und dem beschädigten Unterboden alle griechischen Götter angefleht - bitte: Lasst mein Auto durchhalten, und es hat geklappt. Ein DANKE an das ganze Team!"

Teamchef Raimund Baumschlager erklärte: "Für mich als Teamchef ist dies heute mit Sicherheit der schönste und auch erfolgreichste Tag in meiner Karriere. Ich muss echt sagen, das ganze Team hat gewaltig gearbeitet. Ich hatte zwar meine Bedenken, dass beide Autos nach den heutigen Vorfällen ins Ziel kommen, aber schließlich wurden wir mit dem Erfolg belohnt. Aigner hat bewiesen, dass er reif für den WM-Titel und für noch höhere Ziele im Rallye-Sport ist. Mit Sousa haben wir wie erwartet einen Rohdiamanten entdeckt - hoffentlich geht es demnächst bei der Rallye in der Türkei so weiter!"

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