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Rallye dos Sertões: Volkswagen vor Doppelsieg

27. Juni 2008 - 09:28 Uhr

Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz und Mark Miller/Ralph Pitchford haben in Brasilien mehr als zwei Stunden Vorsprung auf ihre Verfolger

Volkswagen Race Touareg
Der VW Race Touareg wird in Brasilien wahrscheinlich einen Doppelsieg feiern
© Volkswagen

(Motorsport-Total.com) - Volkswagen steht nach der vorletzten Etappe der Rallye dos Sertões vor dem Doppelsieg: Während Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz mit Tagesrang vier die deutliche Führung bei dieser Marathonrallye durch Brasilien mit einer kontrollierten Fahrt verteidigten, erzielten ihre Teamkollegen Mark Miller/Ralph Pitchford ihren dritten Etappensieg. Dabei hatten Miller/Pitchford Glück im Unglück, dass noch kurz vor dem Start in die Wertungsprüfung ein defekter Turbolader gewechselt werden konnte. Volkswagen bleibt vor dem zehnten und letzten Teilstück weiter doppelt an der Spitze: Vor der letzten Etappe am Freitag liegen de Villiers/von Zitzewitz vor Miller/Pitchford auf Rang eins.

Die technisch selektive und fahrerisch anspruchsvolle 220 Kilometer lange Prüfung zwischen Crateús und Mossoró führte über schmale Pfade durch hohes Gras sowie über steinige und rutschige Passagen. Mit der damit deutlich verlangsamten Geschwindigkeit erlebten die Teilnehmer nach mehreren schnellen Teilstücken der vergangenen Tage erneut einen Tempowechsel.

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Stimmen zur neunten Etappe:

Kris Nissen (Volkswagen-Sportchef): "Dass der Marathon-Rallyesport stets eine Härteprüfung für Mensch und Maschine ist, haben wir heute aus zwei Blickwinkeln erfahren. Giniel de Villiers hat mit einer intelligenten und besonnenen Fahrt die Führung behauptet und ist kein unnötiges Risiko eingegangen. Am Race Touareg von Mark Miller ist kurz vor dem Start in die Wertungsprüfung auf der Verbindungsetappe ein Schaden am Turbolader aufgetreten. Das kann in einem solch technischen Sport jederzeit passieren - sollte es aber nicht. Was genau vorgefallen ist, werden wir in Ruhe analysieren, um eine Wiederholung auszuschließen."

Giniel de Villiers: "In dieser Prüfung die Strecke zu eröffnen war alles andere als ein Vorteil. Am Anfang erwarteten uns extrem langsame Passagen. Dazu kamen enge Abschnitte durch hohes Gras, in dem man nicht erkennen konnte, ob sich darunter spitze Steine befanden. Wir haben in Anbetracht unserer großen Führung reichlich Tempo herausgenommen, um keinen Schaden zu riskieren. So gesehen ist unsere WP-Zeit gar nicht so übel."

Mark Miller: "Was für ein ereignisreicher Tag: Auf der Verbindungsetappe zum Start der Wertungsprüfung hat der Motor plötzlich Leistung verloren, wir bekamen aber schnell Hilfe vom Team. Ein Kompliment an unsere Mechaniker, die den Turbolader innerhalb kürzester gewechselt haben. Dass wir anschließend noch die Etappe gewonnen haben, zeigt: Heute war trotzdem ein Glückstag für uns."

Stand nach Etappe 9 (Top 5:)

1. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Volkswagen) 27:57.11 Stunden
2. Mark Miller/Ralph Pitchford (Volkswagen) + 9.30 Minuten
3. Reinaldo Varela/Marcos Macedo (Mitsubishi) + 2:30.35 Stunden
4. Joao Franciosi/Rafael Capoani (Mitsubishi) + 3:22.11
5. Marlon Koerich/Bruno Mega (Chevrolet) + 4:18.45

Am Freitag endet die Rallye dos Sertões mit der zehnten und letzten Etappe zwischen Mossoró und dem Zielort Natal. Zum Finale muss dabei unter anderem entlang des Atlantischen Ozeans sandiger Untergrund bewältigt werden.