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Erster Asphalt-Test für den neuen Subaru

27. Juni 2008 - 15:11 Uhr

Markko Märtin hat den Impreza WRC 2008 in Italien einem ersten Asphalt-Test unterzogen - Auf ein eigenes Comeback hat der Este keine große Lust

Markko Märtin
Markko Märtin arbeitet daran, den neuen Subaru weiter zu verbessern
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Auf Schotter war der neue Subaru Impreza WRC 2008 schon zweimal im Renneinsatz, jetzt wurde in Italien der erste Asphalttest mit dem neuen Auto gefahren. "Der Test war gut, das erste Gefühl war wirklich sehr gut", berichtete Testfahrer Markko Märtin, der das Auto in Italien pilotiert hat.

"Wir haben während der Woche daran gearbeitet, die Performance zu verbessern", erklärte der Este weiter. "Wir haben viel darüber gelernt, wie das Auto arbeitet und wie es auf Änderungen reagiert. Das war gut. Ich denke, dass es ein sehr guter Test war und bin zuversichtlich, was die Performance des Autos auf Apshalt angeht."

"Das Auto hat eine gute Balance und ist gut zu fahren", so Märtin. "Wir hatten während des Tests keine größeren Probleme und konnten auch in einigen Bereichen der Abstimmung arbeiten. Es war das erste Mal unter solchen Bedingungen, wir können also noch mehr machen. Ich denke aber, dass das Auto auf Asphalt konkurrenzfähig ist. Es gibt nur noch ein paar Bereiche, an denen wir noch etwas Feintuning betreiben müssen, ein paar Kleinigkeiten."

Deutschland ist etwas Spezielles

Die Deutschland-Rallye, der nächste Asphalt-Lauf, sei ein sehr spezieller Event, räumte Märtin ein: "Wir haben in den italienischen Hügeln getestet, dort herrschen etwas andere Bedingungen. Aber speziell für die Deutschland-Rallye kann man nur in Deutschland testen. Bergstraßen sind flüssig und haben viele lange Kurven, während es in Deutschland viele Geraden und Abzweigungen gibt. Aber die Stabilität des Autos bei hohen Geschwindigkeiten und die Balance ist gut, und das wird sich auch in Deutschland bemerkbar machen."

"Sobald sie mit dem Paket zufrieden sind, werden auch die Ergebnisse kommen."
Markko Märtin

Ob Subaru mit dem neuen Impreza in diesem Jahr aber schon Siege holen kann, weiß Märtin nicht so genau: "Das ist schwer zu sagen. Das Auto fühlt sich auf Asphalt gut an und wird in diesem Jahr konkurrenzfähig sein. Ob man damit schon gewinnen kann, weiß ich nicht, dass liegt an den Fahrern. Sobald sie mit dem Paket zufrieden sind, werden auch die Ergebnisse kommen."

Keine Ambitionen auf ein Comeback

Märtin selbst hegt übrigens keine großen Ambitionen, wieder in die WRC einzusteigen, auch wenn Subaru-Teamchef David Richards ihm die Möglichkeit einräumen würde. "Ich habe mir darüber noch keine großen Gedanken gemacht, um ehrlich zu sein", sagte der Este gegenüber 'wrc.com'. "Mir macht das, was ich im Moment mache, Spaß. Ich nehme die besten Seiten des Rallyesports mit: Ich kann das Auto fahren und mit den Ingenieuren zusammenarbeiten, um zu versuchen, das Auto zu verbessern. Und danach gibt es keine Medien, kein Aufstehen in aller Herrgottsfrühe und keine langen Verbindungsetappen. Das ist schon okay so!"

Deshalb ist sich Märtin auch nicht sicher, ob ihm ein Job im Management reizen würde: "Da muss man auch früh aufstehen. Die Sache ist, dass ich wirklich genug zu tun hatte, seit ich mit dem Rallyefahren aufgehört habe. Es ist zwar schön, zu Läufen zu gehen und die alten Gesichter wiederzusehen. Aber ob ich das jede zweite Woche brauche, weiß ich nicht."