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Brasilien: Anspruchsvoller dritter Tag

21. Juni 2008 - 10:12 Uhr

Auf rauen 415 Kilometern bei der Rallye dos Sertões hat Volkswagen die Doppelführung weiter ausbauen können

Giniel de Villiers
Volkswagen-Pilot Giniel de Villiers liegt in Brasilien weiter in Führung
© Volkwagen

(Motorsport-Total.com) - Volkswagen hat auf der dritten Etappe der Rallye dos Sertões in Brasilien die Doppelführung weiter ausgebaut. Der Südafrikaner Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz fuhren im Race Touareg bereits den dritten Etappensieg ein. Der Amerikaner Mark Miller und sein südafrikanischer Co-Pilot Ralph Pitchford erreichten im zweiten Race Touareg auf dem 415 Kilometer langen Teilstück von Aruanã ins nördliche Niquelandia als Zweite das Ziel. In der Gesamtwertung liegen de Villiers/von Zitzewitz seit der Zuschauer-Prüfung am Dienstag in Führung, zwölf Minuten vor ihren Teamkollegen Miller/Pitchford. Der drittplatzierte Mitsubishi-Pilot Reinaldo Varela hat bereits 45 Minuten Rückstand.

Auf der dritten Etappe standen malerische Passagen durch entlegene Gebiete des Staates Goias auf der Agenda. Erstmals in der Geschichte der Rallye dos Sertões durchquerten die Teilnehmer diesen Landesteil Brasiliens. Neben flachen und schnellen Abschnitten führte die Route auch durch hügeliges Gelände. Bei den zahlreichen Sprüngen und auf dem steinigen, rauen Terrain war eine perfekte Abstimmung des Fahrwerks der Schlüssel zum Erfolg. Das "Dakar"-erfahrene Werksteam des Wolfsburger Automobil-Herstellers wählte eine im Vergleich zum Vortag weichere Dämpferabstimmung und fand damit einen idealen Kompromiss aus Fahrkomfort, Traktion und präzisem Fahrverhalten.

Am heutigen Samstag müssen die Piloten weitere 482 Kilometer von Niquelandia nach Paranã bewältigen. Dabei steht erstmals bei der Sertões-Rallye eine Marathon-Etappe ohne abendlichen Service des Teams auf dem Programm. Die Rallye, die am 27. Juni im nordöstlichen Natal an der Atlantik-Küste endet, führt über zehn Etappen und insgesamt 4.500 Kilometer und ist damit die längste Rallye, die Volkswagen neben der Rallye Dakar bisher in Angriff genommen hat.

Stimmen zu dritten Etappe:

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor): "Die Eindrücke für uns sind bei dieser Rallye bislang durchweg positiv. Zum einen, was das Sportliche betrifft, weil das Team perfekt zusammenarbeitet, die Autos optimal auf die Etappen vorbereitet sind und die Fahrer einen fehlerfreien Job machen. Die Erfahrungen der vergangenen Rallyes führen in der Mannschaft zu einem sehr guten Zusammenspiel, alles geht Hand in Hand. Zum anderen führt die Rallye durch reizvolle, teils unberührte Landschaften - eine schöne Kombination."

Giniel de Villiers: "Bisher war das bei Weitem die schönste Etappe der Rallye. Ich hoffe, die Veranstalter haben noch mehr dieser Prüfungen für uns vorbereitet. Der heutige Tag war flüssig und damit angenehm zu fahren. Eine Set-up-Änderung hat uns im Vergleich zu gestern mehr Traktion und Komfort eingebracht - für die heutige Etappe eine gute Wahl."

Mark Miller: "Wir haben die Abstimmung des Race Touareg für heute weicher gewählt, um mehr Fahrkomfort zu bekommen, was auf den für uns Fahrer teils schmerzhaften, harten Sprüngen eine echte Wohltat war. Dabei haben wir nicht zu viel an Präzision beim Fahrverhalten eingebüßt. Das hilft uns, auf den engen Passagen keinen Fehler einzubauen. Der könnte uns ganz schnell das ganze Rennen kosten."

Stand nach Etappe 3 (Top 5):

01. de Villiers/von Zitzewitz (Volkswagen) - 7:34.59,9 Stunden
02. Miller/Pitchford (Volkswagen) + 12.00,9 Minuten
03. Varela/Macedo (Mitsubishi) + 45.41,9
04. Koerich/Mega (Chevrolet) + 46.34,5
05. Azevedo/Haddad (Mitsubishi) + 49.22,0

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