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Loeb und der "aufregende Titelkampf"

22. Mai 2008 - 13:12 Uhr

Sébastien Loeb hat es in diesem Jahr wieder mit hartnäckigen Gegnern zu tun und die Ford-Piloten wissen, wo sie sich noch steigern müssen

Sébastien Loeb
Sébastien Loeb liegt nach sechs Läufen auf Rang zwei der Fahrerwertung
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Sechs WM-Läufe sind in dieser Saison absolviert und Gesamtleader ist nicht der, der als haushoher Favorit in das Jahr gestartet war. Der viermalige Weltmeister Sébastien Loeb wird von den Ford-Finnen Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala mehr unter Druck gesetzt, als die breite Öffentlichkeit das vor Saisonbeginn vermutet hat. Die beiden erweisen sich als würdige Nachfolger von Loeb früherem Erzrivalen Marcus Grönholm, der nach der vergangenen Saison aus der WRC zurückgetreten ist.

In der WM führt weiter Hirvonen mit drei Punkten Vorsprung auf Loeb. Alles oder nichts hieß es bisher bei Loeb: Vier Rallyes hat er in dieser Saison schon gewonnen, bei den anderen beiden verzeichnete er Nullnummern, das ergibt insgesamt 40 Zähler. Hirvonen hat zwar bisher nur einen Sieg geholt, konnte aber mit drei zweiten Plätzen und weiteren Platzierungen in den Punkterängen bisher 43 Zähler sammeln. Latvala liegt mit 24 Punkten auf Rang vier. Bei den Herstellern hat Ford weiter sieben Punkte Vorsprung auf Citroën.

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Auch bei der letzten Rallye in Sardinien hatte Loeb kein leichtes Spiel. Zwar hat er auf der Mittelmeerinsel seinen 40. WRC-Sieg geholt, doch Hirvonen und Latvala konnten ihm mächtig Paroli bieten und hätten ihn vielleicht sogar noch überholt, wenn ihnen nur noch ein paar Kilometer mehr zur Verfügung gestanden hätten.

"Ich muss mich immer einem harten Kampf stellen"
Sébastien Loeb

"Die Leute haben gesagt, es wäre für mich in diesem Jahr ein Leichtes, den Titel zu holen, aber die Rallyes sind nie einfach und ich muss mich immer einem harten Kampf stellen", sagte Loeb. "Ich würde nicht sagen, dass es einfacher oder schwerer ist als im vergangenen Jahr, aber es ist aufregend, ganz sicher." Sein Citroën-Teamchef Olivier Quesnel betont, dass man natürlich beide Titel holen wolle, "aber das Wichtigste ist, dass Seb Fahrer-Weltmeister wird."

Das wollen die Ford-Piloten natürlich verhindern. Und sie wissen, dass sie noch so jung sind, dass genügend Raum für weitere Verbesserungen besteht. "Ich muss meine Zeiten am ersten Tag noch enorm verbessern, wenn ich als Erster auf die Piste gehe. Daran arbeite ich", erklärte WM-Leader Hirvonen. "Hoffentlich lerne ich, am ersten Tag so zu fahren wie Seb und Marcus Grönholm das im vergangenen Jahr getan haben."

"Ich denke, dass Erfahrung sehr wichtig ist, um konstanter zu werden."
Jari-Matti Latvala

Kollege Latvala will seine Fehlerquote reduzieren - auch in Sardinien wäre ohne seinen Ausritt und daraus resultierenden Reifenschaden am Freitag vielleicht noch mehr drin gewesen als Rang drei. "Wenigstens haben wir jetzt den richtigen Speed, der ist jetzt gut", erläuterte der Youngster. "Aber man ist immer am Limit und wenn man versucht, gegen diese Jungs anzukämpfen, macht man leicht einen Fehler. Ich denke, dass Erfahrung sehr wichtig ist, um konstanter zu werden."

Soweit zu den dreien, über die gemeinhin gesprochen wird. Doch noch ein weiterer Pilot könnte plötzlich im Titelrennen ein Wörtchen mitreden: Chris Atkinson. Der Subaru-Pilot liegt zwischen Hirvonen und Latvala auf Rang drei der Gesamtwertung und hat nur neun Punkte weniger als Loeb und zwölf weniger als Hirvonen. Ab der nächsten Rallye in Griechenland geht Atkinson mit dem neuen 2008er-Impreza an den Start - ein Auto, vom dem sich das Team erhofft, wieder Siege holen zu können.

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