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Solberg: Feuer unter der Haube

25. April 2008 - 18:17 Uhr

Petter Solberg musste in Jordanien erneut mit dem Rallyeschicksal hadern, Subaru-Teamkollege Chris Atkinson ist nach dem ersten Tag solider Fünfter

Petter Solberg
Petter Solberg war zunächst gut unterwegs und wurde dann ausgebremst
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Nerven von Subaru-Pilot Petter Solberg wurden heute wieder einer enormen Zerreißprobe ausgesetzt. Einmal mehr waren es die Dämpfer, die den Norweger jäh ausbremsten. Dabei hatte der erste Tag der Rallye Jordanien glänzend für Solberg begonnen. Nur er und Citroën-Pilot Daniel Sordo kannten die Pisten des WRC-Newcomers schon, weil beide im Vorjahr an der Recce der Jordanien-Rallye teilgenommen hatten. Das zahlte sich aus: In der ersten Prüfung gingen Solberg und Sordo zeitgleich in Führung. Im weiteren Verlauf des Tages hielt sich Solberg zunächst auf Rang zwei hinter dem Spanier, doch dann kam das Pech.

In der vierten Prüfung fiel der Norweger zurück auf Rang vier, eine Prüfung später musste er einem Felsen ausweichen und verlor bei seinem Ausritt weitere Zeit. In der sechsten Wertungsprüfung war der Tag für Solberg endgültig beendet. Mit einer gebrochenen Vorderradaufhängung humpelte der Norweger mit sechseinhalb Minuten Rückstand ins Ziel und gab auf. "Der Morgen war gut, aber es ist so, so enttäuschend, dass ich aufgeben musste", sagte er im Servicepark.

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Ein kleiner Felsen...

"In der sechsten Prüfung habe ich auf der Innenseite einer Linkskurve einen kleinen Felsen gerammt, danach sind einfach die vorderen Dämpfer gebrochen", schilderte er. "Öl wurde auf die Windschutzscheibe gespritzt und unter der Motorhaube hat sich ein kleines Feuer entzündet. Wir konnten es glücklicherweise löschen, bevor der Schaden noch größer gewesen wäre. Ich hatte hier ein gutes Gefühl und hätte ein gutes Ergebnis holen können. Der Aufschrieb hat gepasst und es hat alles so gut ausgesehen. Aber so ist das nun einmal. Jetzt warten wir mal ab, was an den nächsten beiden Tagen passiert."

"Ein paar Schrecksekunden hatten wir schon - einmal hatten wir einen Dreher und einmal sind wir von der Piste gerutscht."
Chris Atkinson

Teamkollege Chris Atkinson kam besser durch den Tag. Der Australier übernachtet als Fünfter auf einem soliden Punkterang. "Platz fünf ist in Ordnung, das entspricht dem, was wir uns für diese Rallye vorgenommen hatten", bilanzierte Atkinson. "Wir haben nicht zuviel riskiert, da die Gripverhältnisse heute so tückisch waren, dass man leicht einen Fehler machen könnte. Ein paar Schrecksekunden hatten wir schon - einmal hatten wir einen Dreher und einmal sind wir von der Piste gerutscht. Aber zum Glück ging das ohne größere Schäden ab. Die Hitze war kein Problem für uns, aber es dauert eine Weile, bis man sich an diesen sehr speziellen Untergrund gewöhnt hat."

Teamchef David Richards ergänzte: "Petters Ausscheiden ist sehr enttäuschend, vor allem, weil er in den ersten Prüfungen so stark war. Jetzt müssen wir alles daran setzen, zumindest Herstellerpunkte zu holen. Chris hat erneut seine Reife unter Beweis gestellt, ist überlegt gefahren und kann deshalb auf einem starken fünften Platz in den zweiten Tag starten."