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RALLYEBERICHT
 
Niegel: J-WRC-Debüt in Jordanien
 
18. April 2008 - 12:41 Uhr
 
Teamchef Niki Schelle führt das deutsche Suzuki-Junior-Team auf die internationale Rallye-Bühne - Jordanien erster J-WRC-Lauf für Florian Niegel
 
Suzuki Rallye Junior Team Germany
Das deutsche Suzuki-Juniorteam startet in die J-WRC
 © Suzuki
(Motorsport-Total.com) - Vom 24. bis 27. April ist es soweit: Beim J-WRC-Lauf in Jordanien geben die deutsche Rallye-Hoffnung Florian Niegel (24) und Copilot André Kachel (35) ihr Debüt im deutschen Suzuki-Junior-Team. Suzuki Europa schickt in diesem Jahr erstmals ein eigenes Team auf die internationale Rallye-Bühne und untermauert damit das langfristige Ziel - getreu dem Motto "Road to WRC" - die talentiertesten Piloten an den Spitzensport heranzuführen. Der Suzuki-Junior bekommt mit dem Swift Super 1600 nicht nur ein Wettbewerbsfahrzeug gestellt, sondern kann auch auf ein erfahrenes und engagiertes Team rund um Teamchef Niki Schelle bauen.

Die Vorbereitungen für das internationale Debüt liefen in den vergangenen Monaten auf Hochtouren. Neben Testfahrten und intensiver Fahrzeugabstimmung standen für das Team ein Trainingslager in über 2.000 Metern Höhe sowie Fitnesstrainings auf dem Programm. Nicht nur der Rallye-Bolide - baugleicher Zwillingsbruder des Swift Super 1600, mit dem P.-G. Andersson im Vorjahr den Junioren-Titel holte - soll perfekt auf die Anforderungen bei den unterschiedlichen Läufen abgestimmt werden. Auch Pilot und Beifahrer sollen in Topform an den Start gehen.



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Die mehrtägigen WM-Läufe mit oft mehr als 300 Wertungsprüfungskilometern stellen extreme physische Herausforderungen an Fahrer und Copilot. Über Sieg oder Niederlage entscheiden bei der hohen Leistungsdichte häufig Kleinigkeiten - Fitness und Ausdauer können hier leicht zum entscheidenden Faktor werden.

Auf die Wüstenjagd in Jordanien folgen im Mai der WM-Lauf auf Sardinien und die nordische Schotter-Action in Finnland im August. Noch im gleichen Monat geht es vor heimischem Publikum auf die Asphaltpisten bei der Rallye Deutschland. Die Entscheidung fällt schließlich im Doppelpack beim großen Saisonfinale im Oktober: Binnen einer Woche gilt es, die beiden anspruchsvollen Läufe in Spanien und auf Korsika zu meistern.

 
Das Team: Florian Niegel und André Kachel

Niegel ist ein echtes Rallye-Talent - die Motorsportgene wurden ihm bereits in die Wiege gelegt. Als Zehnjähriger machte er seine ersten Rennerfahrungen im Kartslalom, wo er zahlreiche Siege einfuhr. Nach erfolgreichen Jahren im Rennkart und im Formelsport wechselte Niegel schließlich 2004 in ein Rallye-Cockpit. In seiner ersten Saison beim Suzuki-Rallye-Cup 2006 erreichte der Kfz-Meister auf Anhieb Platz drei in der Gesamtwertung und konnte sich anschließend beim Suzuki-Sichtungslehrgang der besten Nachwuchspiloten durchsetzen. Die Saison 2007 bestritt er als Suzuki-Rookie zusammen mit seinem neuen Copiloten André Kachel in einer Sport Rallye-Version des Suzuki Swift nach Gruppe-N-Reglement.

Der gebürtige Jenaer Kachel ist seit 1999 im Rallyesport als Beifahrer aktiv und konnte in seiner Karriere schon einige Erfolge feiern, unter anderem beim ADAC-Junior-Cup, wo er 2000 Vizemeister wurde und im Jahr darauf den Meistertitel holte. 2004 wurde er Dritter in der deutschen Super 1600 Meisterschaft.

Beim Suzuki-Rallye-Cup 2007 holte sich das Duo mit insgesamt fünf Laufsiegen souverän den Gesamtsieg in der Swift-Wertung. Beim ersten Start als Werksteam für Suzuki bei der Rallye Deutschland 2007 holten Niegel/Kachel im Cup-Fahrzeug den Klassensieg in der Gruppe N2. Beim Wettbewerbsdebüt im Swift Super 1600 bei der Waldviertel-Rallye 2007 dominierte das Team die internationale Konkurrenz in seiner Klasse, bis es unglücklich durch einen Unfall gestoppt wurde.

 
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