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Die Mitteleuroparallye ist härter als gedacht

21. April 2008 - 20:23 Uhr

Gesamtführende sind momentan Casteu und Peterhansel - Die Strecke durch Rumänien hatte so ihre Tücken

Mitsubishi Montero Dakar
Stéphane Peterhansel hat die Führung übernommen.
© Mitsubishi

(Motorsport-Total.com) - Zwei Etappen und drei Prüfungen der Mitteleuroparallye sind vorbei. Bei den Motorrädern ging einer der drei Prüfungssiege an Marc Coma und die zwei restlichen an David Casteu. Carlos Sainz, Stéphane Peterhansel und Nasser Al Attiyah teilen die Siege unter sich auf.

Momentaner Spitzenreiter bei den Zweirädern ist der Franzose David Casteu. Das liegt allerdings nicht nur an seiner guten Leistung. Marc Coma gab heute nach der ersten Prüfung auf, da er Knieschmerzen hatte und ins Krankenhaus musste. Der nächste Favorit fiel wegen technischen Problemen zurück. Seine Kilometeranzeige war kaputt und er verfuhr sich.

So hat Casteu bereits 4:32 Minuten Vorsprung auf den Chilenen Francisco Lopez, der sich stetig in der Spitzengruppe aufhielt. "Trotzdem greife ich nicht an, sondern fahre meine Pace und habe Spaß", erklärte Casteu. Nur 17 Sekunden hinter Lopez lauert der nächste Franzose David Fretigne.


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Casteu zeigte sich von der heutigen Strecke extrem begeistert, auch wenn er sich durch Schlamm, Schnee, Wasser und an Baumstümpfen vorbei kämpfen musste: "Vielleicht sind wir Zeuge der Wiedergeburt der Rally-Raid-Disziplin, denn hier musst du flexibel und bereit sein mit den verschiedensten Situationen umzugehen." Für Marc Coma ging sie allerdings an seine Grenze: "Mir hat es nicht so gut gefallen, da die Strecke für mich zu extrem war." Der Spanier war während der ersten Prüfung gestürzt und so begannen seine Knieprobleme.

Peterhansel führt Wertung an

Bei den Autos geht es um einiges knapper zu. Zwar konnte sich Mitsubishi-Pilot Stéphane Peterhansel vorerst die Führung sichern, doch Carlos Sainz und Dieter Depping folgen mit nicht mal einer halben Minute Rückstand. Dem viertplatzierten Luc Alphand fehlen immerhin 1:32 Minuten auf Rang eins.

Bester BMW X-raid-Pilot ist Nasser Al Attiyah auf dem sechsten Rang. Hinter ihm liegt Robby Gordon im Hummer. Giniel de Villier hatte ein technisches Problem der anderen Art: sein Scheibenwischer wollte nicht so richtig wischen. Der Südarfikaner fiel in der Gesamtwertung auf Platz neun zurück. Die Deutsche Ellen Lohr liegt momentan auf dem 24. Rang.

Stéphane Peterhansel haderte nach seinem Gewinn der ersten Prüfung mit der Strecke beim zweiten Stint. "Die Piste war trockener, aber auch sehr holprig. Alles in allem war es am Morgen komfortabler, als es noch nass und schlammig war. Aber ich will mich nicht ärgern, schließlich ist das Ergebnis nicht allzu schlecht." Dieter Depping, der mit seiner guten Leistung überrascht, war mit dem Tag mehr als zufrieden: "Ich hatte einen tollen Tag. Das Setup war super, speziell das Fahrwerk."

Auch morgen müssen die Piloten wieder zwei Prüfungen auf dem Weg zurück nach Ungarn absolvieren. Viele Teilnehmer sind nach den ersten Tagen über das hohe und schwierige Niveau der Strecke überrascht. So einfach wie sie sich viele im Gegensatz zur wirklichen Dakar vorgestellt haben, scheint sie nicht zu sein.

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