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INTERVIEW
 
Aigners Taktik: Vorsprung halten
 
01. April 2008 - 11:20 Uhr
 
Red-Bull-Pilot Andreas Aigner und Beifahrer Klaus Wicha stellten sich in der Pressekonferenz den Fragen zu ihrem ersten P-WRC-Sieg
 
Andreas Aigner
Andreas Aigner ging mit der nötigen Besonnenheit ans Werk
Zoom © McKlein/Red Bull
(Motorsport-Total.com) - Frage: "Gratulation Andreas, zu deinem ersten P-WRC-Sieg. Wie fühlt sich das an?"
Andreas Aigner: "Ich fühle mich sehr, sehr gut. Nach meinem Aus in Schweden war der Druck schon etwas größer, deshalb bin ich sehr glücklich. Ich habe nicht erwartet, dass ich gewinnen könnte. Ich bin sehr zufrieden mit diesen drei Tagen. Wir haben nur in den ersten beiden Prüfungen Gas gegeben und dann nur versucht, unseren Vorsprung zu halten. Wir haben es geschafft und eine Minute Vorsprung auf Rang zwei, das ist okay."

Frage: "Du bist an diesem Wochenende sehr selbstsicher ans Werk gegangen. Hattest du überhaupt irgendwelche Probleme?"
Aigner: "Nein, überhaupt nicht. Wir sind stark und schnell. Das Team hat das Auto hervorragend vorbereitet. Wir hatten nur in der letzten Prüfung - El Condor - eine Schrecksekunde. Da haben wir einen Stein gerammt, aber es ist nichts kaputtgegangen. Alles okay."



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Der Titelkampf ist eröffnet

Frage: "Klaus, dieser Sieg muss euch zuversichtlich machen für die noch ausstehenden Runden der P-WRC. Wir wissen, dass ihr beide in diesem Jahr den Titel holen wollt - das gibt jetzt viel Selbstvertrauen, oder?"
Klaus Wicha: "Ja. Wir sollten versuchen, den Titel zu holen oder zumindest mit den anderen Jungs auf Augenhöhe zu sein. Es ist eine sehr starke Meisterschaft und jeder kann gewinnen. Aber wie Andreas sagte, haben wir uns nach unserem Aus in Schweden zurückgemeldet und den Fight gegen die anderen aufgenommen. Ich freue mich auf Griechenland und auch die Türkei."

 
"Die Wetterverhältnisse waren das ganze Wochenende über sehr schwierig."
Andreas Aigner
Frage: "Wie war es im Auto? Ihr habt die Rallye die meiste Zeit über angeführt. War es im Auto stressig?"
Aigner: "Wir sind ganz gut in die Rallye gestartet. Die Wetterverhältnisse waren das ganze Wochenende über sehr schwierig. In der ersten Prüfung sind wir es deshalb eher vorsichtig angegangen, in der zweiten Prüfung haben wir dann etwas mehr Gas gegeben. Dort haben wir etwas Zeit gewonnen. Danach haben wir nur versucht, den Vorsprung zu behalten und vor den anderen zu bleiben."

 
Die Gegner im Blick

Frage: "Nasser Al-Attiyah hat sich nach vorn gekämpft. Ihr hattet zwar einen großen Vorsprung, doch er ist immer näher gerückt. Haben die Jungs hinter euch Druck gemacht?"
Aigner: "Ja, natürlich. Nasser hat am zweiten Tag ziemlich gepuscht. Wir wussten, dass er in den kurvenreichen Bergaufabschnitten ein paar Probleme hatte. Ich wusste, dass es in der ersten Prüfung des Sonntags kurvenreich bergauf geht, deshalb sollte es kein Problem sein, ihn hinter uns zu halten. Ich habe versucht, relaxt zu fahren, aber das geht in Prüfungen wie 'El Condor' oder 'Mina Clavero' nicht, weil die Bedingungen dort so schwierig sind."

 
" Ich hatte etwas Sorge, dass ich zu langsam fahre."
Andreas Aigner
Frage: "Du bist das ganze Wochenende über konzentriert geblieben. Wie bist du die einzelnen Tage angegangen?"
Aigner: "Es ist sehr schwierig zu fahren, wenn man mit einem Vorsprung von einer Minute oder mehr führt. Es ist schwer, sich da eine Taktik zurechtzulegen. Aber es lief wirklich gut und wir konnten unseren Vorsprung halten. Ich hatte etwas Sorge, dass ich zu langsam fahre. Aber es war die richtige Entscheidung, es genauso zu machen."

Frage: "Bei welchen Rallyes kannst du in dieser Saison noch stark sein und gewinnen?"
Aigner: "Ich denke, dass mir die nächsten beiden Läufe liegen sollten. Ich mag Griechenland und die Türkei. Dort war ich schon in der Vergangenheit nicht so schlecht und ich kann dort wieder stark sein. Danach geht es nach Neuseeland, was für mich völlig neu ist. Da müssen wir abwarten, wie es dort läuft."

 
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