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Subaru: Die Grausamkeit des Rallyesports

30. März 2008 - 19:23 Uhr

Chris Atkinson durfte in Argentinien über Platz zwei jubeln, doch das Aus von Petter Solberg sorgte für bittere Enttäuschung bei Subaru

Petter Solberg
Petter Solberg wurde auf dem Weg zu Platz zwei jäh ausgebremst
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Triumph und Tragödie liegen im Rallyesport nah beieinander - diese schmerzhafte Erfahrung musste das Subaru-Team in Argentinien machen. Nur drei Prüfungen trennten die Blau-Gelben vom ersten Doppelpodium seit 2003. Petter Solberg war endlich wieder einmal rundherum glücklich mit seinem Impreza, raste am Samstag zu fünf Bestzeiten und schien den zweiten Platz sicher zu haben. Doch in der ersten Prüfung des heutigen Sonntags schlug das Rallyeschicksal wieder einmal unbarmherzig zu. Plötzlich streikte die Elektrik in seinem Boliden - das bedeutete das Aus kurz vor dem Ziel.

Da konnte es nur ein wenig trösten, dass Chris Atkinson erneut groß auftrumpfen und seinen dritten Podiumsplatz in dieser Saison holen konnte. Nach dem Aus von Solberg rutschte er wieder vor auf Rang zwei. Mit zweieinhalb Minuten Rückstand auf Sieger Sébastien Loeb kam Atkinson nach dieser heftigen und turbulenten Rallye ins Ziel. Damit verbesserte er sich auch in der Fahrerwertung auf Rang drei.

"Ich teile die tiefe Enttäuschung von Petter und Phil Mills", sagte Teamchef David Richards. "Petter zeigt soviel neue Begeisterung, seit es uns gelungen ist, das Auto mehr nach seinen Wünschen abzustimmen. Trotz dieses Rückschlags bin ich für den Rest der Saison immer zuversichtlicher. Bei Chris war es die innere Reife, die dafür gesorgt hat, dass er bei diesen extrem schwierigen Bedingungen erneut ein Spitzenergebnis geholt hat."

"Das Wochenende war richtig heftig und ich bin erleichtert, dass wir ins Ziel gekommen sind."
Chris Atkinson

"Das Wochenende war richtig heftig und ich bin erleichtert, dass wir ins Ziel gekommen sind", erklärte Atkinson. "Es ist klasse für uns und das Team, dass wir wieder einen Podiumsplatz holen konnten. Es gibt nicht, was die Jungs mehr motiviert, als wenn sie nach einem Wochenende voll harter Arbeit ein gutes Ergebnis holen. Wir hatten das ganze Wochenende über ein gutes Gefühl im Auto. Es war einfacher zu fahren und so konnte ich Gas geben, ohne größere Fehler zu machen. Es ist klar, dass wir mit dem Auto große Fortschritte gemacht haben und ich bin etwas überrascht, dass ich derzeit Dritter in der Weltmeisterschaft bin. Es ist so schade für Petter, da er eine klasse Rallye gefahren ist und wir eigentlich hätten mit beiden Autos auf dem Podium stehen müssen. Wir haben jedoch gesehen, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen."

Der verständlicherweise frustrierte Solberg gab nach seinem bitteren Aus keinen Kommentar ab.