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RALLYEBERICHT
 
SS20: Loeb gewinnt Rallye Mexiko
 
von Britta Weddige 02. März 2008 - 19:05 Uhr
 
Sébastien Loeb hat seinen dritten Mexiko-Sieg geholt, Chris Atkinson und Jari-Matti Latvala auf den Plätzen, Mikko Hirvonen siegte im Duell um Rang vier
 
Sébastien Loeb
Sébastien Loeb hat ungefährdet seinen dritten Mexiko-Sieg geholt
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - An diesem letzten Rallye-Tag in Mexiko musste Sébastien Loeb nur noch entspannt dem Ziel entgegen fahren. Der Franzose holte seinen dritten Mexiko-Sieg in Folge. Zu Beginn des dritten WM-Laufs sah sich Loeb noch unter Druck des Ford-Youngsters Jari-Matti Latvala. Den ersten Tag beendete der Citroën-Star noch auf Rang zwei.

Doch am zweiten Tag wendete sich das Blatt. Latvala musste als Erster auf der Piste mit den Bedingungen kämpfen und verlor Zeit. So konnte Loeb die Führung übernehmen. Gestern Nachmittag viel Latvala weiter zurück durch einen seltenen Defekt im Motor. Dadurch rutschte der Finne ab auf Rang drei, Chris Atkinson (Subaru) übernahm Platz zwei. Loeb konnte sich jedoch über einen Vorsprung von über einer Minute auf seine Verfolger freuen. Da heute auch noch eine Prüfung wegen zu vieler Zuschauer abgesagt wurde, hatte es der Franzose noch leichter, seinen Sieg perfekt zu machen. 1:06.1 Minuten Vorsprung hatte er am Schluss.



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Loeb: Hauptsache gewonnen

"Ich stand etwas mehr unter Druck, als wenn ich als Führender hierher gekommen wäre. Man macht sich schon Sorgen, dass nicht wieder etwas passieren darf", gestand Loeb im Ziel der abschließenden Zuschauerprüfung. "Aber ich hatte mir schon ein gutes Ergebnis ausgerechnet. Am Anfang hatte ich es zwar nicht so leicht, aber ich habe gewonnen, das ist die Hauptsache. Jari-Matti war stark, ich hoffe, er macht bei den nächsten Rallyes nicht so weiter."

 
"Das ist wirklich cool."
Chris Atkinson
Atkinson fuhr eine solide Rallye, auch wenn er am Freitag noch Handlingprobleme am Impreza hatte. Doch das Team konnte das beheben und der Australier holte als Zweiter sein bisher bestes WRC-Ergebnis. "Das ist wirklich cool, ich muss den Jungs danken, sie haben einen klasse Job gemacht", freute sich Atkinson. "Jetzt freue ich mich schon auf Argentinien. Wir wollen das Auto noch verbessern - und das Ergebnis auch."

Jari-Matti Latvala war am Ende mit seinem dritten Platz einigermaßen zufrieden. "Ich hatte einen tollen Start in die Rallye, aber dann leider Pech", erklärte er. "Heute jedoch war das Gefühl wieder da und ich will in Zukunft weiter mit den Jungs da vorn kämpfen."

 
Hirvonen behielt Rang vier

Dramatisch gestaltete sich noch der Fight um Rang vier. Mikko Hirvonen war durch zwei Reifenschäden gestern Abend hinter Henning Solberg zurückgefallen. Doch heute war es Solberg, der in der vorletzten Prüfung Probleme bekam. Der vermeintliche Reifenschaden entpuppte sich auf dem Weg zur abschließenden Zuschauerprüfung als defekter Stoßdämpfer. Hirvonen hatte dadurch Platz vier zurückbekommen und ging mit 2,5 Sekunden Vorsprung in die letzte Prüfung. Solberg konnte mit seinem kaputten Stoßdämpfer nichts dagegen setzen.

 
"Ich muss einfach mehr Speed finden, um mit Sébastien und Jari-Matti mithalten zu können."
Mikko Hirvonen
So wurde Hirvonen Vierter und holte nach einem verkorksten Wochenende mit drei Reifenschäden noch fünf wichtige Punkte. In der Weltmeisterschaft führt er weiter mit einem Zähler Vorsprung auf Loeb. Damit muss er allerdings auch in Argentinien wieder als Erster auf die Strecke. "Das ist nicht so schlimm, in Argentinien sollte das besser gehen als hier", erklärte Hirvonen. "Der Punkt ist: Ich muss einfach mehr Speed finden, um mit Sébastien und Jari-Matti mithalten zu können."

 
Viel Eiscreme für Solberg

 
"Immerhin gibt das viele Punkte für das Munchi's-Team - und damit viel Eiscreme."
Henning Solberg
Henning Solberg, der in Mexiko für Munchi's im Einsatz war, konnte nichts anderes tun, als sich mit Rang fünf zufrieden zu geben. "Aber es ist gut für das Ford-Team, dass Mikko Vierter geworden ist", sagte der Norweger im Ziel. "Ich wäre gern Vierter geworden, aber mehr war jetzt nicht mehr drin. Immerhin gibt das viele Punkte für das Munchi's-Team - und damit viel Eiscreme", fügte er in Anspielung auf den Titelsponsor des Teams, einer Eiscreme-Marke, grinsend hinzu.

Stobart-Youngster Matthew Wilson beendete die Rallye auf Rang sechs, gefolgt von Federico Villagra im zweiten Munchi's-Ford. Rang acht und damit der letzte Fahrerpunkt ging an Lokalmatador und Gruppe-N-Pilot Ricardo Trivino. Subaru-Pilot Petter Solberg holte als Re-Starter den letzten Herstellerpunkt für Subaru. Der Norweger legte in der Zuschauerprüfung noch einen halsbrecherischen Dreher hin.

 
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