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SS18: Loeb auch nach zweitem Tag spitze

29. März 2008 - 23:39 Uhr

Sébastien Loeb liegt in Argentinien weiter vorn, Petter Solberg und Chris Atkinson auf Podiumskurs, Mikko Hirvonen wieder in den Punkten

Sébastien Loeb
Sébastien Loeb ist in Argentinien unterwegs zu seinem nächsten Sieg
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Sébastien Loeb ist auf dem besten Weg, die Rallye Argentinien zu gewinnen und damit auch die Führung in der Weltmeisterschaft zu übernehmen. Der Citroën-Star führt nach dem zweiten Tag mit 1:19.6 Minuten Vorsprung auf seine Verfolger. Drei Prüfungen stehen am morgigen Sonntag noch aus. Loeb zeigte sich positiv überrascht davon, dass die Bedingungen heute nicht so schlecht waren, wie befürchtet und kontrollierte das Geschehen von der Spitze aus. Drei Bestzeiten konnte der Franzose heute holen.

Auf Rang zwei liegt nach dem Samstag Subaru-Pilot Petter Solberg. Der Norweger hatte sich im teaminternen Duell schon in der ersten Prüfung des Tages gegen seinen Subaru-Kollegen Chris Atkinson durchgesetzt. Solberg schwärmte vom guten Handling seines Impreza und konnte fünf der neun heutigen Prüfungen für sich entscheiden, darunter auch die anschließende Zuschauerprüfung in Cordoba.

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Atkinson riskiert nichts mehr

Atkinson hatte zunächst noch versucht, den zweiten Platz zurückzuerobern, beschloss dann aber, keine Risiken mehr einzugehen. Der Australier begnügt sich mit Rang drei und hat inzwischen 48,9 Sekunden Rückstand auf Solberg. Wichtiger als der zweite Rang ist Atkinson, sicher ins Ziel zu kommen und so dafür zu sorgen, dass erstmals seit 2003 zwei Subaru auf dem Podium stehen.

Auf Gesamtrang vier liegt nach dem zweiten Tag einsam Daniel Sordo im zweiten Werks-Citroën. Der Spanier hat nach vorn einen Rückstand von 1:23.8 Minuten und nach hinten das uneinholbare Polster von fast 15 Minuten. Auf Rang fünf folgt Conrad Rautenbach im privaten Citroën C4, der von den vielen Ausfällen profitierte.

Mikko Hirvonen
Mikko Hirvonen arbeitet sich in Argentinien wieder nach vorn
© xpb.cc

Eine entschlossene Aufholjagd hat Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen gestartet. Der finnische WM-Leader, der gestern Vormittag deutlich geführt hatte und dann nach einer unsanften Kollision mit einem Felsen ausschied, startete heute unter SupeRally-Bedingungen auf Rang 25 in den Tag. Mit guten Zeiten und dank der vielen Probleme der Konkurrenz arbeitete sich Hirvonen wieder nach vorn und beendete den Tag als Sechster. Damit würde er drei wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft holen.

Aigner peilt Spitzenergebnis an

Auf dem Weg zu seinem bisher größten Erfolg ist Andreas Aigner. Der Österreicher scheint sich die Worte seines Red-Bull-Teamchefs Raimund Baumschlager, er wolle ein Spitzenergebnis von Aigner sehen, zu Herzen zu nehmen. Aigner führt nicht nur die P-WRC-Wertung an, sondern liegt im Gesamtklassement auf Rang sieben - damit würde er auch zwei WRC-Punkte holen. Als Achter liegt Lokalmatador Federico Villagra auf dem letzten Rang, für den Fahrerpunkte vergeben werden.

Andreas Aigner
Andreas Aigner könnte in Argentinien seinen ersten P-WRC-Sieg holen
© McKlein/Red Bull

Auch heute hat es zahlreiche Piloten vorzeitig erwischt, allein fünf WRC-Piloten schieden im Laufe des Tages aus. Insgesamt starten morgen zwölf Piloten unter SupeRally-Bedingungen. Der erste Ausfall des Tages war Munchi's-Pilot Luis Perez Companc, der gar nicht zur ersten Prüfung des Morgens antrat.

In der elften Wertungsprüfung hatte Ford-Jungstar Jari-Matti Latvala erneut Pech. Gestern hatte er wegen eines Überschlags neun Minuten verloren. Danach hatte sich der junge Finne zurückgekämpft auf Rang acht. Doch am Start in die elfte Prüfung sprang sein Focus nicht mehr an. Trotz aller Reparaturbemühungen verlor Latvala zuviel Zeit und musste aufgeben. Er wird jetzt als 16. gewertet.

Aus für alle drei Stobart-Piloten

Die 13. Prüfung erwies sich für Stobart-Pilot Gigi Galli als Unglücksprüfung. Wegen eines Elektronikdefekts kam dicker Rauch aus seinem Focus. Galli, der bis dahin auf Rang vier gelegen war, rollte zwar noch durch die Zeitkontrolle, musste aber aufgeben. Galli geht morgen als Elfter wieder an den Start.

Auch sein Teamkollege Henning Solberg trat nach der Mittagspause nicht mehr an. Der Norweger war ohnehin schon weit hinten gelegen und sollte angeblich sein Auto schonen. Auch Solberg soll morgen wieder an den Start gehen. Den dritten Stobart-Piloten Matthew Wilson erwischte es in der 15. Prüfung. Der junge Brite lag aussichtsreich auf Rang fünf, kam aber von der Strecke ab, dabei brach die Aufhängung seines Focus.