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Latvala überrascht über die Führung

01. März 2008 - 12:18 Uhr

Jari-Matti Latvala startete entspannt in die Rallye Mexiko und setzte sich prompt an die Spitze - Teamkollege Mikko Hirvonen ärgert sich

Jari-Matti Latvala
Jari-Matti Latvala scheint derzeit seine eigene Fiesta Mexicana zu feiern
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Jari-Matti Latvala hat am ersten Tag in Mexiko so aufgedreht, als wolle er beweisen, dass sein Sieg in Schweden keine Eintagsfliege war. Der 22-jährige Ford-Pilot setzte sich auch in Mexiko gleich an die Spitze und gab die Führung am ersten Tag nicht mehr ab. Auf seinen Verfolger Sébastien Loeb hat der Finne vor dem zweiten Tag 9,6 Sekunden Vorsprung. Weniger gut lief es für Teamkollege Mikko Hirvonen. Er hatte den Nachteil, dass er als erster auf die rutschige Schotterpiste musste und damit die denkbar schlechtesten Straßenbedingungen hatte. Zudem verlor er am Nachmittag durch einen Reifenschaden 40 Sekunden und rutschte ab auf Rang fünf. Hirvonen hat mehr als eine Minute Rückstand auf Latvala.

"Nach meinem Sieg in Schweden bin ich mit viel Selbstvertrauen an den Start gegangen und ich habe mich entspannt gefühlt", erklärte Überflieger Latvala. "Es ist eine Überraschung für mich, dass ich führe. Denn eigentlich hatte ich mir nur einen Podestplatz als Ziel gesetzt. Das ist mehr als ich mir erwartet oder erträumt habe. Ich hatte den ganzen Tag über eine gute Pace und das gesamte Paket hat gut gearbeitet - Auto, Fahrer, Beifahrer und Reifen. Am Morgen habe ich einige Steine heftig gerammt, aber die Reifen haben das durchgehalten."


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"Es wird interessant sein, jetzt als Erster auf die Schotterpisten zu gehen", fuhr Latvala fort. "Aber ich war am ersten Tag schon als Zweiter dran, deshalb sollte es keinen zu großen Unterschied machen. Ich möchte nicht allzu viel darüber nachdenken. Ich werde einfach so weiterfahren wie bisher. Die Prüfungen sind recht tückisch, deshalb muss ich mein relaxtes Gefühl wiederfinden."

Hirvonen humpelte ins Ziel

"Es ist ärgerlich, wenn dich dein junger Teamkollege schlägt."
Mikko Hirvonen

Hirvonen ärgerte sich über seinen Reifenschaden, der ihn so weit zurückwarf. "Ich weiß nicht genau, was ich gerammt habe. Aber in ein paar Kurven bin ich auf einige Steine zugerutscht, vielleicht war das die Ursache", berichtete der Finne. "Ich habe mir einen Riss in der Felge zugezogen und der Reifen hat zunächst Luft verloren, bevor er sich dann drei Kilometer vor dem Ziel völlig von der Felge gelöst hat. Es war ein schleichender Plattfuß, deshalb habe ich mich entschlossen, den Reifen nicht zu wechseln und bin ungefähr 15 Kilometer so weitergefahren. Es war die richtige Entscheidung."

"Es ist ärgerlich, wenn dich dein junger Teamkollege schlägt", gab Hirvonen zu. "Und es lag nicht am Auto oder an der Startposition, dass Jari so weit vor mir liegt. Er ist sehr gut gefahren. Der Abstand zwischen Loeb und mir ist so, wie ich erwartet habe, aber Jari ist weiter weg als gedacht. Ich muss jetzt mehr Speed finden."

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