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Latvala denkt noch nicht an den Titel
Jari-Matti Latvala weiß nach der Rallye Mexiko, dass er noch viel lernen muss: "Sébastien hat mir gezeigt, warum er viermaliger Weltmeister ist"
(Motorsport-Total.com) - Manchmal werden auch Überflieger ausgebremst. Als Jari-Matti Latvala am Freitag in Mexiko gleich da weitermachte, wo er als Schweden-Sieger aufgehört hatte, kam schon der Verdacht auf, der junge Ford-Finne fahre die Konkurrenz nun überall in Grund und Boden. "Freitag war perfekt. Der Tag ging schon gut los und ich hatte ein gutes Gefühl. Das hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Ich habe den Moment genossen", berichtete Latvala über den Freitagabend, als er als Sieger der ersten Etappe feststand.
Doch am Samstag änderte sich alles. Aus dem Überflieger wurde wieder der ganz normale 22-jährige Newcomer in einem Werksteam, Weltmeister Sébastien Loeb nutzte seine Chance und zog vorbei an die Spitze. "Am Samstag waren wir die ersten auf der Piste und das war nicht leicht", so Latvala. Doch damit will er nicht entschuldigen, warum er nicht mehr allen davonrasen konnte.

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"Ich habe zuviel Gas gegeben und Fehler gemacht", räumte er ein. "Sébastien hat mir gezeigt, warum er viermaliger Weltmeister ist. Er war weit, weit vor uns. Dann kam das alles entscheidende Problem mit der Turbo-Zuleitung und dem Leistungsverlust im Motor. Wir haben auf den langen Prüfungen zwei Minuten verloren. Aber ich bin mit dem Ergebnis immer noch zufrieden."
Für die Öffentlichkeit ist er spätestens seit Mexiko das neue Supertalent. Loeb verglich Latvala schon mit Marcus Grönholm und sieht derzeit eigentlich nur in ihm einen WM-Konkurrenten. Doch der Ford-Youngster selbst ist etwas bescheidener: "Ich muss noch an meinem Fahrstil arbeiten", stapelte er tief. "Ich mache noch Fehler. Ich muss an mir arbeiten, um näher an Sébastien heranzukommen."
Und so sieht Latvala eigentlich auch noch keinen Grund, Titelambitionen zu hegen. "Nach Schweden habe ich darüber nachgedacht. Aber der Weltmeistertitel ist noch nicht mein Ziel", erklärte der 22-Jährige. "Ich werde besser, aber Weltmeister zu werden ist nicht das Wichtigste. Den Titel zu holen, wäre ein ganz großer Bonus. Aber dafür ist es wahrscheinlich noch etwas zu früh. Ich muss auf Asphalt besser werden. Schauen wir einfach mal, wie viele Schritte nach vorn ich in diesem Jahr machen kann."









