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RALLYEBERICHT
 
Ford: Schnell, aber glücklos
 
von Britta Weddige 29. März 2008 - 09:18 Uhr
 
Sechs der neun Freitagsprüfungen hat Ford für sich entschieden, doch Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala wurden weit zurückgeworfen
 
Mikko Hirvonen
Die beiden Fords waren schnell unterwegs, hatten aber wenig Glück
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - Der Start in die Rallye Argentinien verlief für Ford zunächst nach Plan. Nach der ersten Prüfung gab es die Doppelführung mit Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala. Doch schon in der zweiten Wertungsprüfung begann sich das Blatt zu wenden. Latvala überschlug sich und verlor neun Minuten. Im Laufe des ersten Tages konnte er sich zurückkämpfen auf Rang acht und liegt somit wieder auf Punktekurs.

Tragischer Held des Freitags war Hirvonen. Endlich einmal erwies es sich als massiver Vorteil, als Erster in die Prüfungen gehen zu müssen. Denn Hirvonen hatte als einziger Pilot einigermaßen freie Fahrt und konnte sich so schon in der ersten Prüfung einen Vorsprung von 48 Sekunden sichern. "In der ersten Prüfung konnte ich wegen des Nebels sehen, die Sichtweite betrug teilweise gerade einmal zehn Meter, aber ich habe keine Angst, schnell zu fahren, wenn ich nichts sehe", berichtete Hirvonen. "Ich hatte keine Ahnung, wie schnell ich war und habe nur zu meinem Co-Piloten Jarmo Lehtinen gesagt: 'Jetzt haben wir entweder eine Minute gewonnen oder eine Minute verloren.' Mein Aufschrieb war wirklich gut, das ist bei Nebel extrem wichtig."

 

Mit komfortabler Führung kam Hirvonen in die Mittagspause, doch in der ersten Prüfung des Nachmittags wurde sein Höhenflug jäh gestoppt. Hirvonen rammte einen Felsen und musste mit gebrochener Aufhängung aufgeben. "Ich habe den Felsen mit dem Rad mit voller Wucht getroffen", schilderte der Finne das Missgeschick. "Der Felsen lag in einer Spurrille und wurde erst nach mit der ersten Durchfahrt freigelegt. Das ist etwas, was ich nicht in meinem Aufschrieb hatte. Ich hatte Pech und bin enttäuscht. Die Rallye hatte so gut begonnen und ich hätte den Sieg und die Punkte dringend gebraucht." Hirvonen geht als 25. unter SupeRally-Bedingungen wieder an den Start.

 
Latvala: Überschlag und Aufholjagd

Latvala berichtete über sein Malheur in der zweiten Prüfung: "Die erste Prüfung hatte mir keinen Spaß gemacht und ich habe mich vor dem zweiten Test nicht gut gefühlt. Nach einem Kilometer kam ich in eine schnelle Linkskurve, die enger wurde und rammte die Böschung. Dadurch wurde das Auto über die Piste geschleudert und in der nächsten Kurve überschlugen wir uns. Die Zuschauer haben uns geholfen, das Auto wieder auf die Räder zu stellen. Der Schaden war recht gering, wir hatten nur einen Riss in der Windschutzscheibe und ein paar Beulen."

Latvala fiel zuück auf Rang 30, startete seine Aufholjagd aber gleich in der nächsten Prüfung mit Bestzeit. Dazu kamen zwei weitere Bestzeiten, allerdings baute der Jungstar auch einen Dreher mit ein und würgte zweimal seinen Motor ab. "Ich war zufrieden mit meinem Speed, ich muss aufhören, Fehler zu machen", räumte Latvala ein. "Die Samstagsprüfungen sind schneller und breiter, hoffentlich bleibt es trocken. Wenn nicht, dann habe ich wenigstens gelernt, wie man bei solchen extremen Bedingungen fährt."

 
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