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Wilson: "Latvala hat mich eines Besseren belehrt"

12. Februar 2008 - 09:59 Uhr

Ford-Teamchef Malcom Wilson hätte nicht gedacht, dass Jari-Matti Latvala so schnell seinen ersten Sieg holen würde

Malcom Wilson
Malcolm Wilson ist begeistert von der Performance von Jari-Matti Latvala
© Ford

(Motorsport-Total.com) - Ford-Teamchef Malcom Wilson hatte am Sonntag in Schweden allen Grund, mit einem breiten Strahlen im Gesicht aufzutreten: Youngster Jari-Matti Latvala hatte seinen ersten Sieg geholt, Mikko Hirvonen die Führung in der Weltmeisterschaft übernommen, Ford die in der Markenwertung und Gigi Galli komplettierte das reine Ford-Podium.

Am meisten überrascht war Wilson aber von der Leistung seines jungen Piloten Latvala. Der war nach Marcus Grönholms Rücktritt aus dem Stobart-Team aufgestiegen in die Werkstruppe. Teamchef Wilson hatte noch vor einigen Wochen gesagt, es wäre ihm lieber, wenn Latvala bei Stobart noch etwas mehr Erfahrung sammeln könnte, bevor er ins Werksteam kommt. Doch die Lücke im Team musste gefüllt werden.

"Ich denke, dass diese Meinung bei der Rallye Monte Carlo bestätigt wurde", sagte Wilson. Latvala hatte sich bei der "Monte" gleich am ersten Tag einen Reifenschaden zugezogen, der ihn alle Chancen auf ein gutes Ergebnis kostete. Danach warf ihn ein weiterer Reifenschaden nach einem Fahrfehler noch weiter zurück. Wilson: "Aber in Schweden hat er mich eines Besseren belehrt!"

"Es ist kein Geheimnis: Es wäre schön gewesen, wenn Marcus noch bei uns geblieben wäre", fuhr Wilson fort. "Aber Jari-Matti hat in Monte Carlo sehr viel gelernt. Er stand unter großem Druck, nachdem er ins Werksteam aufgestiegen war. Seine Performance im letzten Jahr in Norwegen war sehr gut - wir wussten also, dass er hier schnell sein würde. Das Wichtigste war, konzentriert zu bleiben. Ich habe damit gerechnet, dass Jari-Matti in diesem Jahr einen Sieg holt, aber ich dachte eher, dass es erst in der zweiten Jahreshälfte so weit wäre."