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SS1: Bestzeit für Solberg im Matsch

07. Februar 2008 - 21:06 Uhr

Petter Solberg hat die Zuschauerprüfung in Karlstadt für sich entschieden - Nicht nur Sébastien Loeb macht sich Sorgen wegen milden Wetters

Petter Solberg
Petter Solberg hatte auf der Pferderennbahn in Karlstadt die Nase vorn
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Rallye Schweden ist eröffnet: Am Abend ist mit der Super Special Stage im Hippodrom in Karlstadt die erste Prüfung über die Bühne gegangen. Der 1,9 Kilometer lange Kurs ist extrem eng und hat als besonderes Feature den größten Sprung im Kalender. Eigentlich sollte sich die Strecke als Eisbahn durch das verschneite Hippodrom schlängeln, doch heute waren die Farben Grau und Grün vorherrschend.

Die Piloten konnten die Zuschauerprüfung nicht auf festem Eis angehen, sondern hatten es mit einer sulzigen Mischung aus Eis und viel Schotter zu tun. Die Temperaturen lagen auch am schwedischen Abend noch im Plus-Bereich, ein Umstand, der immer mehr Piloten Sorgen bereitet. Denn je wärmer es ist, umso mehr Schotter liegt auf den Strecken und greift die Reifen an. Dazu fehlen die Schneewälle, die die Piloten bei hohem Speed nutzen, um in der Spur zu bleiben.


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Alle hoffen auf Minusgrade

Und so hofft nicht nur Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen, dass die Temperaturen so bald wie möglich sinken. "Es war nicht lange genug kalt, damit die Eisdecke dick ist. Wenn es so bleibt, geht es wirklich an die Reifen", erklärte Hirvonen. "Wenn es taut, denkst du nur noch die ganze Zeit an Reifenschäden. Man hat auch nicht mehr das richtige Gefühl zum Fahren. Das ist wirklich schade, denn die Prüfungen sind eigentlich klasse."

"Wenn es matschig wird, dann bekommt man Probleme mit dem Grip."
Sébastien Loeb

"Bei guten Bedingungen macht diese Rallye riesigen Spaß, dann ist es eine der besten Rallyes überhaupt. Wenn man die Sicherheit der Schneewälle hat, ist es wirklich klasse, über das dicke Eis zu rasen", pflichtete Sébastien Loeb bei, der seine 100. WRC-Rallye bestreitet. "Aber wenn das Wetter so bleibt wie jetzt, wird es schlimmer und schlimmer. Ich habe bei solchen Bedingungen nicht so viel Erfahrung, aber wenn es matschig wird, dann bekommt man Probleme mit dem Grip, weil der Grip dauernd wechselt. Ich habe hier lieber gute Bedingungen, deshalb hoffe ich einfach, dass es kalt wird."

Solberg vor Latvala vor Hirvonen

Subaru-Pilot Petter Solberg kam in der kurzen Zuschauerprüfung am besten mit dem Eis/Schotter-Gemisch unter seinen Reifen zurecht und holte mit 1:28.9 Minuten die Bestzeit. Damit hatte der Norweger einen Vorsprung von einer halben Sekunde auf den zweiplatzieren Ford-Piloten Jari-Matti Latvala. Ford-Führungsfahrer Mikko Hirvonen war mit 1:29.8 Minuten Dritter. Sein größer Rivale Loeb war 0,2 Sekunden langsamer als Hirvonen und belegte Rang vier.

Hinter Loeb reihte sich mit dem Norweger Henning Solberg (Fünfter) der nächste Skandinavier ein. Dessen Stobart-Teamkollege Gigi Galli teilte sich Platz sechs mit dem zeitgleichen Lokalhelden Per-Gunnar Andersson im Suzuki. Beide waren genau zwei Sekunden langsamer als die Bestzeit. Achtschnellster war Citroën-Pilot Daniel Sordo. Da an seinem C4 nach der Rallye Monte Carlo der Motor gewechselt wurde, musste der Spanier allerdings mit dem Handicap einer Fünf-Minuten-Strafe in die Rallye starten. Toni Gardemeister im zweiten Suzuki und Subaru-Privatier Mads Östberg komplettierten die Top 10.