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Loeb startet morgen wieder

08. Februar 2008 - 21:22 Uhr

Sébastien Loeb ist nach seinem Pech heute verständlicherweise enttäuscht und macht den Remote-Service für sein Aus verantwortlich

Sébastien Loeb
Für Sébastien Loeb verlief sein 100. WM-Lauf bisher mehr als enttäuschend
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Weltmeister Sébastien Loeb hätte sich den Verlauf seiner 100. WRC-Rallye sicherlich anders vorgestellt. Statt um den Sieg mitzufahren, liegt er nun auf dem vorletzten Platz, mit über 24 Minuten Rückstand auf die Spitze. Morgen geht er unter SupeRally-Bedingungen wieder an den Start. Der Citroën-Star hatte schon am Morgen eingeräumt, dass er die Bedingungen mit dünnem Eis, weichem Schnee und viel Schotter nicht mag.

In der vierten Wertungsprüfung kurz vor der Mittagspause passierte ihm dann das Missgeschick. "Ich bin in einer schnellen Linkskurve im Kurveninneren mit der Front des Autos in eine Schneewechte gekommen und dadurch haben wir uns gedreht", berichtete Loeb. "Ich habe versucht, das Auto wieder auf Linie zu bekommen, aber wir sind gegen eine weitere Wechte gekommen und haben uns überschlagen. Wir sind auf der Strecke zum Stehen gekommen, aber wegen eines Problems mit der Kupplung konnten wir nicht gleich weiterfahren. Es war ein Fahrfehler."

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Sein C4 sei eigentlich nicht allzu sehr beschädigt gewesen, erklärte Loeb weiter. Eigentlich hätte er am Nachmittag auch weiterfahren können - schuld an seinem Ausscheiden sei die Tatsache gewesen, dass es aber diesmal nur einen Remote-Service gab. "Hätten wir nach dieser Prüfung einen normalen Service gehabt, hätten wir die Rallye fortsetzen können, denke ich."

"Das Team hat sein Bestes gegeben, um das Auto zu reparieren", berichtete Loeb weiter. Das Problem: Beim Remote-Service dürfen beschädigte Teile nur durch neue Teile ersetzt werden, die im Auto selbst mitgebracht wurden.

"Wir haben dann beschlossen aufzugeben, denn wir hatten keine Ölwanne dabei, wir hatten keine Power und die Kupplung hat gesponnen", schilderte der Weltmeister. "Auch der Ladeluftkühler war beschädigt - und es ist einfach unmöglich, immer einen zweiten im Auto dabei zu haben!"

"Aber Regeln sind Regeln und wir hätten den Fehler nicht machen sollen", räumte Loeb ein und grummelte weiter: "Es ist sehr frustrierend, für uns und für Citroën."

Sein Teamkollege Daniel Sordo liegt wegen seiner Fünf-Minuten-Strafe nur auf Rang 18, würde damit aber immerhin zwei Punkte für die Herstellerwertung holen. "Ich wusste, dass es nicht einfach sein würde, die Zeitstrafe wieder aufzuholen, die ich wegen des Motorwechsels bekommen habe", sagte der Spanier. "Deshalb habe ich meine Pace so gewählt, dass ich mich an das Eis gewöhnen und meinen Aufschrieb checken konnte. Als ich mich sicher gefühlt habe, habe ich mehr Gas gegeben. Ich habe mich ganz gut gefühlt, das ist für morgen ermutigend."