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Fiesta Mexicana in luftigen Höhen

25. Februar 2008 - 14:19 Uhr

Die Rallye Mexiko hat ihren ganz eigenen Charakter: extreme Höhen, anspruchsvolle Schotterpisten und begeisterungsfähige Fans

Mexiko
In Mexiko geht es für die Rallyepiloten immer recht hoch hinaus
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Winterlichen Asphalt und frühlingshaften Schnee hat die WRC in diesem Jahr schon erlebt, am kommenden Wochenende gibt es das Kontrastprogramm. Bei der Rallye Mexiko kommen ganz andere Herausforderungen auf die Piloten zu. Hauptmerkmal des WM-Laufs ist die enorme Höhe: Auf bis zu 2.700 Meter Höhe führen die Prüfungen - eine Belastungsprobe für Mann und Material.

Schon die Rallye-Basis in Leon in der Region Guanajuato liegt 1.800 Meter über dem Meeresspiegel. Die Prüfungen führen hinauf bis auf eine Höhe von 2.700 Metern. Dort ist der Sauerstoffgehalt der Lust nur noch gering. Die Motoren verlieren deshalb an Leistung und die Kühlsysteme arbeiten weniger effektiv. Auch für die Piloten ist das Fahren in der dünnen Luft körperlich enorm anstrengend.

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Tückische Pisten

Die Pisten bestehen aus dicht gepresstem Schotter und sind schnell, aber tückisch. Denn durch den Wechsel von schnellen und kurvenreichen Abschnitten ist es für die Piloten schwierig, auf Anhieb einen guten Rhythmus zu finden. Dazu kommt der Reifenabrieb - der Schotter in Mexiko gilt als extrem reifenmordend.

Pirelli stellt sich damit einer neuen Herausforderung: Der Schotter-Einheitsreifen "Scorpion" feiert in Mexiko seine Premiere. Das Nachschneiden per Hand ist nun verboten. Das haben die Teams auf Schotter bisher immer gern gemacht, damit die Piloten auf losem Untergrund besser Kurvenschneiden konnten. Deshalb wird die Startposition immer wichtiger. Wer später auf die Piste muss, hat eine sauberere Strecke und damit auch mehr Traktion.

Kürzeste Rallye im Kalender

Rallye Mexiko
Auch für das Auge ist in Mexiko immer einiges geboten...
© xpb.cc

Die Route der Rallye Mexiko ist in diesem Jahr nahezu identisch mit der aus dem Vorjahr. Nur bei den Prüfungen "Ortega" und "El Cubilete" gab es kleinere Veränderungen. Mexiko war immer schon die kürzeste Rallye der WRC, in diesem Jahr ist sie noch kürzer - die Gesamtlänge beträgt gerade einmal 830 Kilometer. Die 354 Wertungskilometer führen durch die Berge der "Sierra de Lobos" und der "Sierra de Guanajuato" in den Osten von Leon.

Eröffnet wird der Lauf am Donnerstagabend mit dem Ceremonial Start vor dem "Alhondiga de Granaditas", einem historischen Getreidespeicher, der nun ein Museum beherbergt. Das Wetter soll trocken und windig werden, bei Höchsttemperaturen von 25 Grad Celsius.

Jeder Tag wird mit einer 2,21 Kilometer langen Zuschauerprüfung in der Nähe von Leon abgeschlossen. Diese Prüfung wird insgesamt fünfmal gefahren, um den Fans reichlich Action zu bieten. Die Zuschauer in Mexiko sind besonders leidenschaftliche Rallyefans und machen den WM-Lauf in jedem Jahr wieder zu einer wahren "Fiesta Mexicana".