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Bremse ist nicht gleich Bremse

20. Februar 2008 - 15:00 Uhr

Im Rallyesport sind die Bremsen ein wichtiges Werkzeug zum kunstvollen Driften - Jeder Asphalttyp verlangt seine eigene spezielle Bremseinstellung

Petter Solberg
Auch die Bremsen müssen dem jeweiligen Untergrund angepasst werden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bremsen - klar die dienen dazu, ein Auto langsamer zu machen. Doch im Rallyesport erfüllen sie noch viele andere Aufgaben. Mit viel Gefühl nutzen die Piloten die Bremsen, um das Auto im Kurveneingang zu positionieren und auszubalancieren sowie um durch enge Haarnadeln zu driften, ohne den Motorspeed zu verlieren. Das Set-Up der Bremse wird in jedem Auto den unterschiedlichen Bedingungen und Oberflächen angepasst.

Am Subaru Impreza WRC 2007 beispielsweise werden bei Asphalt-Rallyes vorne 366mm-Bremssscheiben eingesetzt, hinten 305mm-Bremsscheiben. Auch die Bremssättel variieren. Asphalt bietet grundsätzlich mehr Grip als Schotter, damit kann mehr Bremskraft wirken, ohne dass die Räder blockieren. Auch die Geschwindigkeiten sind auf Asphalt im Normalfall höher und die Bremsen werden mehr belastet.


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Durch die größeren Bremsscheiben und -sättel wird mehr Bremskraft freigesetzt, das Auto wird schneller abgebremst und die entstehende Hitze wird auf den größeren Oberflächen besser verteilt. Die Bremsscheiben und -beläge sind zwar dafür gemacht, bei hohen Temperaturen zu arbeiten, aber es gibt eine Grenze und überhitzte Bremsen reduzieren die Performance. Die vorderen Bremsen, die bis zu 860 Grad Celsius heiß werden können, können mit Wasserdüsen gekühlt werden. Die Bremsflüssigkeit kann sich bis auf 120 Grad Celsius erhitzen.

Auf Asphalt dagegen kommen kleinere Bremskomponenten zum Einsatz, da die Bremskräfte auf dem losen Untergrund geringer sind. Zudem würden die kleineren Schotterräder gar nicht über die Asphalt-Bremsscheiben passen. Auf Schotter baut Subaru vorn und hinten 305mm-Scheiben ein, auch die Bremssättel sind vorn und hinten gleich.

Auf Asphalt leisten die Vorderbremsen die meiste Arbeit, auf Schotter verteilt sich die Bremsleistung gleichmäßiger auf Front und Heck. Das erleichtert das Hineindriften in die Kurven. Beim Driften auf Asphalt kommt die hydraulische Handbremse zum Einsatz. Der Hebel ist im Cockpit so angebracht, dass der Pilot seine Hand nicht zu weit vom Lenkrad entfernen muss. Die Handbremse wird für Asphalt und Schotter gleich abgestimmt.

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