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Aigners realistische Ziele für 2008

07. Februar 2008 - 10:02 Uhr

Andreas Aigner startet in Schweden in seine WM-Saison in der P-WRC, dabei will sich der Red-Bull-Pilot nicht zu viel erwarten

Andreas Aigner
Andreas Aigner startet in Schweden in seine Saison in der P-WRC
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Lang stand nicht fest, wie die Zukunft von Andreas Aigner aussehen würde. Würde er noch ein Jahr P-WRC fahren, würde er vielleicht sogar in die WRC aufrücken oder würde er zunächst ganz vom internationalen Parkett verschwinden? Alles hing davon ab, welche Pläne Red Bull mit dem jungen Österreicher hat. Schließlich fiel dann die Entscheidung: Red Bull behielt Aigner in seinem Rallye-Team und setzt mit ihm das P-WRC-Projekt mit dem Mitsubishi Lancer Evo IX fort. Aigners Saison beginnt am Wochenende mit der Rallye Schweden.

Natürlich wäre Aigner auch gern wie Gigi Galli bei Stobart in ein WRC-Team eingestiegen, doch wie immer scheiterte das am lieben Geld. "Das ist einfach nicht finanzierbar", sagte Aigner im Interview mit unseren Kollegen von 'motorline.cc'. "Ich bin überzeugt, dass der Gigi nicht ohne Gegenleistung dieses Cockpit erhalten hat. Stobart würde auch sechs oder sieben Autos in der WRC einsetzen, wenn entsprechend viele Piloten mit dem entsprechenden Budget anklopfen würden."


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Dieses Budget muss bei schätzungsweise drei Millionen Euro liegen - eine Summe, die der Österreicher nicht aufbringen konnte. "Wir haben alle Möglichkeiten in Betracht gezogen, aber ein WRC-Projekt ist unleistbar", sagte Aigner. "Auch ein Super-2000-Auto bringt nichts, wenn du um den Preis eines S2000 gleich zwei Mitsubishi Evo kaufen kannst. Alles andere als eine Fortsetzung des P-WRC-Projekts wäre einfach zu teuer gewesen."

Keine voreiligen Kampfansagen

Und so geht Aigner seinen begonnen Weg weiter - über die P-WRC nach oben. Nach seinem WRC-Debüt 2006 war er 2007 bewusst in die Produktionswagen-Weltmeisterschaft "abgestiegen", um realistische Chancen auf einen Titel zu haben. Doch das vergangene Jahr verlief anders als erwartet: Vor allem der Saisonbeginn erwies sich als zäh, dann kam noch das Pech dazu.

Und so scheut sich der Österreicher in diesem Jahr vor großen Kampfansagen: "Ich werde diesmal ganz sicher keine Platzierung als Ziel nennen oder gar versprechen, dass wir jede Rallye gewinnen oder Ähnliches", so Aigner. "Sicher möchten wir vorne dabei sein, das ist ganz klar - aber wir haben im letzten Jahr doch gesehen, dass in der PWRC einige sehr flotte Herren unterwegs sind. Wir werden also die Nennlisten sehr genau studieren und dann werden wir auch sehen, was möglich ist."