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Wilson: Ford bereit für die neuen Herausforderungen

14. Januar 2008 - 11:32 Uhr

Neue Fahrerpaarung und neue Regeln: Das Ford-Werksteam bereitet sich auf die Saison 2008 vor und liegt mit der Arbeit voll im Plan

Malcolm Wilson
Laut Teamchef Malcolm Wilson liegt die Vorbereitung bei Ford im Plan
© Ford

(Motorsport-Total.com) - In zehn Tagen ist es soweit: Die kurze Winterpause ist vorbei und mit der Rallye Monte Carlo (24. bis 28. Januar) beginnt die WRC-Saison 2008. Markenweltmeister Ford bereitet sich intensiv vor auf die neuen Herausforderungen, die das neue Jahr mit sich bringt. Nach dem Weggang von Marcus Grönholm geht mit Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala ein junges Fahrerpaar für Ford an den Start. Und dann gibt es mit dem Wechsel zu Reifenhersteller Pirelli auch noch einige Unbekannte.

Doch die Arbeit bei Ford kommt sehr gut voran, berichtete Teamchef Malcolm Wilson im Interview mit 'Crash.net Radio': "Wir haben zwei Tests absolviert - einen in Schweden und einen in Südfrankreich. Kurz vor der Rallye Monte Carlo werden wir in Südfrankreich noch einmal testen."

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Hirvonen und Latvala sind wohl die jüngste Fahrerpaarung, die es bisher in der Rallye-Weltmeisterschaft gegeben hat. Doch da sieht Wilson kein Problem. Sein neuer Führungspilot, der 27-jährige Hirvonen, habe so viel Erfahrung, dass er ein "sehr, sehr alter Kopf auf jungen Schultern" sei, der 22-jährige Latvala sei vor allem in der zweiten Saisonhälfte 2007 gereift und werde zudem von Hirvonen viel lernen.

Ab 2008 ist Pirelli der alleinige Reifenlieferant der WRC. Für die Topteams wie Ford, die in der vergangenen Saison alle mit BFGoodrich-Pneus gefahren sind, bedeutet das einige Neuerungen und viel Anpassungsarbeit. "Aber Mikko und Jari-Matti sind sehr motiviert und sehr zufrieden mit der Performance, die etwas anders ist, als das, was sie gewöhnt sind", so Wilson. "Sie scheinen in allem recht zuversichtlich zu sein und sind heiß darauf, wieder ans Steuer zu kommen und in die Rallye Monte Carlo sowie die neue Saison zu starten."

Einen zusätzlichen entscheidenden Faktor sieht Wilson in der Tatsache, dass ab sofort das "Mousse"-System verboten ist. "Wir haben immer schon gesagt, dass eine Rallye nie vorbei ist, bevor man nicht ins Ziel gefahren ist", so der Ford-Teamchef. "Und ich denke, dass das künftig noch mehr zutrifft. Da draußen gibt es im Moment eine große Unbekannte. Es reicht schon, wenn ein Fahrer einen Stein auf die Strecke schleudert. Dann kommt man um die Kurve, ist auf seiner Linie, kann die nicht mehr ändern und schon lässt es sich kaum mehr vermeiden, dass man sich den Reifen zerstört."

So etwas könnte sogar dem deutlich führenden Fahrer in der letzten Kurve der letzten Prüfung passieren. "Wir müssen uns da an andere Dimensionen gewöhnen", so Wilson. "Wir müssen da noch verschiedene Taktiken aussortieren. Nimmt man einen Ersatzreifen mit? Nimmt man zwei Ersatzreifen mit? Es gibt viele Möglichkeiten und ich gehe davon aus, dass wir häufiger Reifen wechselnde Fahrer in den Prüfungen sehen werden."

Dazu komme auch der Sicherheitsaspekt. Vor allem bei Asphaltrallyes könne ein Reifenschaden ohne "Mousse"-System zu gefährlichen Situationen führen, so Wilson. Anders sei es auf Schotter - auf diesem Untergrund habe ein Plattfuß nicht ganz so gravierende Auswirkungen.