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Pirelli hat die Feuerprobe bestanden

31. Januar 2008 - 16:18 Uhr

Bei der Rallye Monte Carlo gab Pirelli das Debüt als alleiniger Reifenlieferant der WRC und konnte danach zufrieden Bilanz ziehen: Alles ging gut

Pirelli
Pirelli ist als alleiniger Reifenlieferant in den Servicepark in Valence eingezogen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vor dem Saisonauftakt der Rallye Monte Carlo waren die Reifen die große Unbekannte. Seit dieser Saison ist Pirelli alleiniger Ausrüster der WRC und bei der "Monte" erlebten die Pneus ihren ersten Härtetest unter Rennbedingungen. Zudem ist das "Mousse"-System seit diesem Jahr verboten. Das Fazit: Die Feuerprobe wurde weitgehend bestanden. Nur Ford-Youngster Jari-Matti Latvala wurde von einem Plattfuß zurückgeworfen. Zwar haben manche Piloten länger gebraucht, sich auf die neuen Reifen einzustellen, eine Serie von Reifenschäden gab es aber nicht zu verzeichnen.

Deshalb wertet Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery die Rallye Monte Carlo auch als Erfolg. "Unser Debüt als alleiniger Reifenlieferant der WRC lief besser als erwartet", erklärte Hembery. "Die Plattfüße, die wegen des 'Mousse'-Verbots erwartet wurden, blieben aus und die Piloten waren mit unseren Reifen zufrieden. Es war für sie nicht schwierig, sich an unsere Produkte zu gewöhnen, was Sébastien Loeb - der noch nie mit Pirelli gefahren ist - eindrucksvoll gezeigt hat."

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Tatsächlich zog Citroën-Star Loeb, der mit eindrucksvollem Vorsprung von zweieinhalb Minuten seinen fünften Sieg bei der "Monte" geholt hatte, eine zufriedene Reifenbilanz: "Die Reifen waren sehr gut", so der Franzose. "Es gab nicht viele Reifenschäden - das ist sehr wichtig. Der Grip war gut. Wenn der Reifen in einem guten Zustand ist, funktioniert er bestens. In der Nachmittagssonne sind sie ein bisschen weich geworden, aber das ist nicht das Problem von Pirelli, sondern das liegt am Reglement. Für diese Rallye waren die Reifen wirklich gut. Ich denke, Pirelli hat ein gutes Debüt hingelegt."

Lob kam auch von Subaru-Teamchef David Richards: "Pirelli ist ein langjähriger Partner des Subaru-Teams und deshalb war es für uns nicht überraschend, wie professionell und innovativ sie am Einheitsreifen für die WRC gearbeitet haben. Man sollte die Herausforderung, das ganze Feld auszurüsten, nicht unterschätzen."

"Ich habe die ganze Zeit gedacht: 'Ich will keinen Plattfuß, ich will keinen Plattfuß!'"
Chris Atkinson

Allerdings mussten die Piloten ihren Fahrstil anpassen, so wie es Subaru-Pilot Chris Atkinson getan hat. "Ich bin ein bisschen den Jungs vor mir hinterher gefahren", berichtete der Australier, der den dritten Platz geholt hatte. "Wenn sie die Kurve geschnitten haben, habe ich das auch gemacht. Manchmal habe ich den Aufschrieb aber auch verändert und auf das Kurvenschneiden verzichtet. Ich habe die ganze Zeit gedacht: 'Ich will keinen Plattfuß, ich will keinen Plattfuß!', weil ich keine Lust hatte, auszusteigen und den Reifen zu wechseln."

Zusätzliche Motivation ist für Pirelli die Auszeichnung mit dem "Abu Dhabi Spirit of the Rally Award" nach der Rallye. "Wir haben Pirelli als Preisträger bei diesem Lauf ausgewählt, weil das Unternehmen in der Entwicklung des Einheitsreifens und in der Unterstützung der Teams einen herausragenden Job gemacht hat", sagte der Tourismuschef von Abu Dhabi, Ahmed Hussein. "Sie haben mit allen Beteiligten sehr eng zusammengearbeitet, mit den Organisatoren, den Teams und den Fahrern, um sicherzustellen, dass alle zufrieden sind. Außerdem unterstützt Pirelli die WRC und den Sport schon seit unglaublich langer Zeit und steht damit für die Werte, für die auch Abu Dhabi steht."