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Nissen: "Jeder im Team muss einen perfekten Job machen"

03. Januar 2008 - 13:19 Uhr

Im Interview spricht VW-Motorsport-Direktor Kris Nissen über den Stellenwert der Rallye Dakar und das Ziel, den ersten Sieg mit einem Diesel zu holen

Carlos Sainz, Kris Nissen
Carlos Sainz und Kris Nissen streben den ersten Diesel-Sieg an
© Volkswagen

(Motorsport-Total.com) - Unbarmherzig wird die Uhr weiter laufen, vom Start der Rallye Dakar am 05. Januar in Lissabon bis zum Ziel am 20. Januar in Dakar. Wer am wenigsten Zeit verliert, beispielsweise durch Festfahren im Sand oder Navigationsfehler, wird am Ende nach über 9.200 Kilometern weit vorne sein. "Dafür muss jeder im Team einen perfekten Job machen - und das über zwei Wochen", äußert Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. Mit vier Race Touareg mit 280 PS starken TDI-Diesel-Motoren, gesteuert von Carlos Sainz/Michel Périn (Spanien/Frankreich), Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Deutschland), Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) und Dieter Depping/Timo Gottschalk (beide Deutschland), hat der Wolfsburger Automobil-Hersteller den ersten Sieg eines Fahrzeuges mit Diesel-Antrieb im Visier.

Frage: "Welchen Stellenwert hat das 'Dakar'-Projekt für Volkswagen?"
Kris Nissen: "Die Rallye Dakar ist der unumstrittene Höhepunkt im Motorsport-Programm von Volkswagen. Bei diesem einzigartigen Event stellen wir uns dem internationalen Wettbewerb gegen starke Konkurrenz. Viele Millionen Menschen verfolgen weltweit über gut zwei Wochen die 'Dakar', eine der bekanntesten und anspruchsvollsten Motorsport-Veranstaltungen überhaupt. Für Volkswagen ist dies eine sehr gute Plattform, um Leistungsfähigkeit und Innovationen zu zeigen."

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Frage: "Welches Ziel verfolgt Volkswagen bei der Rallye Dakar 2008?"
Nissen: "An unserer Zielsetzung hat sich seit der Rallye Dakar 2007 nichts geändert: Wir wollen der erste Automobil-Hersteller sein, der dieses lange und harte Rennen mit einem Diesel-Fahrzeug gewinnt. Wir haben in den vergangenen vier Jahren 20 Rallye-Einsätze bestritten und dabei sieben Siege sowie insgesamt 24 Podiumsplatzierungen erzielt. Wir haben 2005 und 2007 den Titel im FIA Marathon-Rallye-Weltcup errungen, haben 2006 mit Rang zwei das bisher Ergebnis eines Diesel-Fahrzeuges bei der Rallye Dakar erzielt. Wenn man aber den Pokalschrank bei Volkswagen Motorsport betrachtet, stellt man fest, dass ein Pokal fehlt: die 'Dakar'-Trophäe mit der Nummer 1."

Frage: "Wie schätzen Sie die Konkurrenz ein?"
Nissen: "Vorjahressieger Mitsubishi ist wie immer sehr stark. Das ist eine sehr erfolgreiche Mannschaft, das muss man respektieren. Doch auch X-Raid BMW hat 2007 sehr zugelegt, vor allem Nasser Al-Attiyah und Tina Thörner sind eine starke Paarung."

Die Vorbereitung war diesmal anders

"Die 'Dakar' ist ein spezielles Rennen und man braucht für einen Erfolg auch eine gewisse Portion Glück."
Kris Nissen

Frage: "Wie hat sich das Volkswagen Team für die 'Dakar' gerüstet?"
Nissen: "Wir haben die Vorbereitungen in der Saison 2007 anders gestaltet als in den Vorjahren. Denn bei der Rallye Dakar 2007 haben wir gesehen, dass die Leistung stimmte. Nachdem wir zehn Etappen gewonnen haben, wussten wir, dass unsere Mannschaft siegfähig ist. Wir haben uns deshalb auf gezielte Detailarbeit konzentriert. Im August war die 'Dakar'-Spezifikation des Race Touareg fertig und wir konnten die Änderungen zum Abschluss noch bei zwei Weltcup-Einsätzen im Wettbewerb testen. Noch nie haben wir so frühzeitig die Vorbereitungen abschließen können. Auf der anderen Seite bleiben die starke Konkurrenz und die Unwägbarkeiten. Die 'Dakar' ist ein spezielles Rennen und man braucht für einen Erfolg auch eine gewisse Portion Glück. Zumindest darf man kein großes Pech haben ..."

Frage: "Die vier Werkswagen werden von Carlos Sainz, Giniel de Villiers, Mark Miller und Dieter Depping pilotiert. Wer ist innerhalb des Teams Ihr Favorit auf den Sieg?"
Nissen: "Ich glaube, Dieter Depping kann einen guten Job machen und die Rallye unter den Top sechs abschließen. Da er und sein Copilot Timo Gottschalk allerdings ihre erste 'Dakar' am Steuer eines Race Touareg bestreiten, zählen sie nicht zu den Sieg-Kandidaten. Unsere übrigen drei Fahrer- und Beifahrer-Paarungen haben dagegen durchweg gute Sieg-Chancen. Mit Carlos Sainz und Michel Périn haben wir ein sehr starkes Duo. Carlos hat nach seiner erfolgreichen Karriere im klassischen Rallyesport nicht nur das Fahren auf Sand gelernt, sondern mit dem Weltcup-Titelgewinn sein Können und seinen Ehrgeiz untermauert. Mit Michel Périn hat er den erfolgreichsten Marathon-Copiloten an seiner Seite."

"Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz stehen Sainz/Périn in nichts nach. Dirk ist sehr konzentriert, ruhig - er findet überall seinen Weg. Giniel, ein ehemaliger Tourenwagen-Pilot, gilt als starker Allrounder, er ist auf allen Strecken schnell. Mark Miller bestreitet seine dritte 'Dakar' für Volkswagen, er fuhr mit Ralph Pitchford 2007 auf den vierten Gesamtrang - beide können auch 2008 ganz weit vorne landen."

"Das wird für Fahrer und Team körperlich und psychisch sehr anstrengend."
Kris Nissen

Frage: "Was erwarten Sie von der Strecke der Rallye Dakar?"
Nissen: "Zur 30. Auflage der 'Dakar' haben die Veranstalter eine besonders anspruchsvolle Jubiläumsausgabe vorbereitet. Die auf Zeit gefahrene Strecke ist beispielsweise ein Drittel länger als im Vorjahr. Viele Tage werden in der Sandwüste in Mauretanien verbracht. Das wird für Fahrer und Team körperlich und psychisch sehr anstrengend. Die Piloten werden auf den langen Etappen viele Stunden im Cockpit verbringen, so dass das Service-Team durch die späten Ankunftszeiten im Biwak erst relativ spät mit der Arbeit an den Fahrzeugen beginnen kann. Das wird hart für alle."

15 Tage lang Le Mans

Frage: "Was ist für Sie der besondere Reiz der Rallye Dakar?"
Nissen: "Die Rallye ist in jeder Beziehung eine Herausforderung. Anders als in Formel 1, Rallye-WM oder DTM, wo man einen schlechten Tag haben kann, dann aber das nächste Rennen wieder gewinnen kann, läuft bei der 'Dakar' die Uhr ununterbrochen weiter. Ob man sich im Sand festfährt oder verfährt oder ein technisches Problem hat - die Uhr läuft von Lissabon bis Dakar immer weiter. Das ist ähnlich wie beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans, wo das Fahrzeug auch möglichst wenig Zeit an der Box verbringen sollte."

"Doch im Gegensatz zu Le Mans ist unser Wettbewerbseinsatz 15 Tage lang und führt über unbekannte Strecken. Wer am wenigsten Zeit verliert, wird am Ende weit vorne sein. Dafür müssen nicht nur Fahrer und Beifahrer, sondern jeder im Team einen perfekten Job machen - und das zwei Wochen lang."

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